Ein Kleiner Nachruf

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Auf dieser Welt hängt alles zusammen. Wolken, Erdbeeren, Schmetterlinge und Sturm – ihr wisst schon. Und auch in unserer schönen neuen Welt mit der ganzen Technik und den täglichen Entscheidungen, da hängt auch Eines am Anderen. Nur sind da Entfernungen noch nebensächlicher und manches braucht viel mehr Zeit, um sich zu beeinflussen oder bis Entscheidungen sich auswirken.

Apple wäre mit iPhone und jetzt dem iPad nicht da, wo es jetzt steht und ein Nexus 7 wäre die Tage auch unvorstellbar gewesen – gäbe es da nicht eine Firma namens Research In Motion.

Und ursprünglich war RIM auch gar kein Hardware-Hersteller. Kabellose Netzwerke für Paging und Emails war ihr Geschäft.

Und daraus entwickelte sich mit die am schnellsten wachsende Firma der Welt. RIM war einmal der beliebteste Arbeitgeber, lange bevor Apple oder Google diesen Thron erklimmen konnten.

Denn sie hatten die Zeichen der Zeit erkannt und etwas geschaffen, dass unser Leben erleichterte (wenn man jetzt mal die Diskussion außen vorlässt, wie gut/gesund es ist, permanent Mails bearbeiten zu können).

Android war ursprünglich mal ein Abklatsch von RIMs Betriebsystem und die ersten Android-Prototypen, genauso wie die ersten Gehversuche Apples, waren auch nichts anderes als der Versuch einen BlackBerry zu kopieren, ohne ihn zu kopieren. Mehr oder minder erfolgreich. Selbst die ersten iPhone Varianten kamen mit Tastatur daher und es haben sogar zeitweise die Chancen schlecht für den Touchscreen gestanden.

Im Gegensatz zu Google, die sehr gut daran sind, sich neue Dinge zu suchen, die sie kopieren können, haben die Kanadier schlicht und einfach – ja ich weiß nicht mal genau, was sie haben. So tief kann man nicht schlafen. Ignorieren alleine dürfte wohl auch nicht ausreichen. Verleugnet haben sie es wohl.

Und dann kam der Schmetterling von Hinten, biss sie in den Arsch und der Sturm brach herein.

Un die Deppen haben nicht mal den Schirm aufgespannt. Ne, sie sind im Regen panisch von links nach rechts gelaufen.

Und im Jahre fünf nach iPhone sind sie nun abgesoffen.

Was ich persönlich nicht nur Schade finde, schließlich bauen – oder muss man jetzt schon bauten sagen? – die keine schlechten Geräte und wenn man mal den Arsch hochbekommen und die richtigen Leute rangelassen und auf die eigenen Angestellten gehört hätte – dann wäre es vor allem auch vermeidbar gewesen.

Und ich muss mir jetzt ernsthaft das Tippen auf dem doofen iPhone schön reden.

Uns allen sollte dieser Absturz in kürzester (auch wenn er sich zum Schluss dann etwas hingezogen hat) Zeit eine Warnung sein. Auch das Momentum von Apple hält nicht ewig und ist nicht ewig in diesem Tempo zu steigern.

Und wir sollten auch dankbar für das sein, was RIM für uns getan hat. Unsere schöne neue mobile Glitzerwelt wäre heute nicht so, hätte es RIM nicht gegeben.

Und vor allem sollte es uns persönlich eine Warnung sein. Egal ob man sein eigener Chef ist, der Chef von anderen oder auch nur einen Chef hat:

Der Status Quo ist die eigene Bankrott- und Todeserklärung. Man mag beides vielleicht etwas herauszögen – aber es wird kommen. Unweigerlich.

Denn Stillstand ist Rückschritt. Und vorwärts hat nicht unbedingt etwas mit Wachstum zu tun, falls das jetzt einige verwechseln sollten. Aber wer ständig nur auf der Stelle trampelt, kann ja gar nichts Neues entdecken …







Du verspürst den Drang zum Zwischenrufen? Dann gib dich ihm hin!