Wenn die Bezahlung jeder Fairness spottified

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Wer heutzutage Bananen bei Aldi oder Klamotten bei KIK kauft, der weiß ganz genau was er tut und was er anderen damit antut. Auch wissen wir ganz genau, wie unsere Macs, Fernseher und Nikes hergestellt werden.

Es gibt Geschäftsmodelle, die können nur so funktionieren und jeder, der sie benutzt, ist sich dessen bewusst und hat sich bewusst dafür entschieden. Wir haben dann alle unsere eigenen kleinen Ausreden, um uns dafür zu rechtfertigen.

Gar nicht mal vor anderen, sondern hauptsächlich vor uns selber. Wir belügen uns selber grob geschätzt tausend mal mehr als andere.

Also – was ist eure Ausrede dafür, dass ihr ein Geschäftsmodell zum Hören von Musik wählt, dass vorne und hinten nicht aufgehen kann?

Während ihr euch über die GEMA aufregt (zu Recht) twittert ihr schon im nächsten Augenblick, was ihr gerade bei Spotify hört.

Ach – weil ihr Musikliebhaber seid und so tolle neu Musik entdecken wollt und gerade kleine Bands und Labels unterstützen wollt?

Ah, ihr kauft also bei KIK, damit die armen Kinder wenigstens von der Straße sind?

Ja. Polemik. Immer das Selbe mit mir. Will ich doch einfach nicht einsehen, dass Menschen, die aber so was von schnell auf den Barrikaden wären, würde man ihre harte Arbeit so verramschen – dass solche Menschen mit solch einer Ignoranz auf der harten Arbeit anderer rumtrampeln und das auch noch täglich aufs Neue in die Welt posaunen.

Schaut mal, ich mache Madonna, Coldplay und all die anderen noch reicher und auf die kleinen Scheiße ich. Und wenn du jetzt auf diesen Link klickst, dann kannst du das auch.

Wer nicht gerade Lady Gaga, Katy Perry oder Rihanna heißt, der verdient das 1.600 fache weniger von dem, was er in der gleichen Zeit/Menge im iTunes Music Store verdienen würde. Und der ist ja ach so böse, weil da die Majors so viel verdienen.

Und bitte wer ist an Spotify (und all den anderen) beteiligt und hat eigene, geheime Verträge?

Ich kenne keine gute Ausrede dafür, warum Künstler, die ihr ganzes Geld nur noch für hässliche eingerichtete Luxusbuden und noch schlimmere Sonnenbrillen ausgeben, weil sie nicht mehr wissen wohin damit – Unmengen mehr verdienen sollen und warum deren Lieder/Arbeit das Hundertfache mehr wert sein soll, als von Musikern, die sich in angeranzten Hinterhofstudios den Arsch aufreißen, um Musik ohne Stange abzuliefern.

Aber ich höre mir gerne eure an …






Zwischenrufe

  1. Herrkrause

    Stimmt alles, aber wie komme ivh als hinterhofkünstler in den itunes store! Apple musican developer account und die musik einreichen? Das durchläuft dann eine zensur und wenn meine texte genehm sind istballes okay?

    Gibt es ähnlich dem books on demand model eine alternative ohne label gross zu werden?




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