418,15 Euro

418 Euro haben verdammt viele nicht einmal unter Strich, wenn sie jeden Morgen aus dem Haus gehen und sich dann acht bis 12 Stunden tot rackern. Dafür bekommt man in den meisten Städten nicht mal mehr eine halbwegs gescheite Wohnung für eine kleine Familie.
Ich könnte von der Summe sechs mal unser Auto auftanken oder es knapp einen Monat lang leasen. Der Ollerum lebt davon vermutlich ein halbes Jahr oder ganze Familien einen Monat.
418 Euro und 15 Cent ist allerdings auch die Summe, die die GEMA ‘verdient’ hat – alleine an den Geräten, die in meinem Büro stehen und aktiv benutzt werden. Und mir war es dabei schon zu blöd, jeden USB Stick und jeden DVD Rohling mit aufzulisten.
418 Euro, die ich bezahlt habe, weil die GEMA die Unschuldsvermutung, die einen Rechtsstaat ausmacht, außer Kraft hat setzen lassen.
418 Euro, von denen Musiker und Bands, die es gebrauchen könnten und denen ich es gönnen würde, keine 40 Euro abbekommen haben. Der Rest ging an die GEMA Bürokratie und die paar 1000 Mitglieder, die wahrlich nicht am Hungertuch nagen müssen – uns dafür aber die Lust auf Musik fast täglich aufs Neue mit ihren Retorten-Melodien rauben.
Zukünftig werden dies vermutlich nicht einmal mehr 20 Euro sein, selbst wenn die mit ihrer Dreistigkeit durchkommen und Aber-Millionen mehr scheffeln werden. Denn die Ausgaben für Lobbying und Gehirnwäsche in den Rentnerberuhigungs-Shows in ARD und ZDF, die werden explodieren.
Ich halte Dinge, wie eine Kulturflatrate – mal abgesehen von dem brechreizverursachden Wort (Ihre Kultur wurde jetzt gedrosselt und ist nur Mittwochs zwischen 23 Uhr 59 und Mitternacht gültig) – für falsch. Ich nenne sie auch gerne die Anstandsersatzflatrate – aber wenn ich mir überlege, was diese 418 Euro hätten alles bewirken/förden können.
So sie denn in den richtigen Händen gelandet wären …

03.07.12 | 07:49
Da ist schon irgendwie komisch, warum die GEMA Geld für meine Festplatte bekommt, auf der kein einziges Stück GEMA-Musik liegt…muss man nicht verstehen.