Das jähe Ende der App Store Euphorie
Instagram releases version 3.0. Hipstamatic fires all of its engineers. Hilarious.
OK, die Überschrift ist ein wenig auf SPON Niveau. Aber so lesen es vielleicht ein/zwei Personen mehr. Denn so jäh ist das Ende nun wahrlich nicht. Das war abzusehen und die ersten haben dies schon vor Jahren vorausgesagt.
Ihr könnt es aus meiner Feder meinem Mac ja auch schon nicht mehr hören. Nur was momentan so abgeht – das ist schon nicht mehr feierlich und ich kann nur hoffen, dass wenigstens ein paar von euch es endlich kapieren. Unverbesserliche wird es halt immer geben.
Heute hat Instagram eine neue Version seines ‘kostenlosen’ Apps vorgestellt und es ist eine tolle Aktualisierung. Es ist einfach ein tolles Programm.
Und gleichzeitig ereilt einen die Nachricht, das Hipstamatic die meisten seiner Mitarbeiter hat gehen lassen müssen.
Hipstamatic ist nicht irgend ein mittelklassiges App unter ferner liefen. Es ist in den Top 100. Ich wiederhole: In den Top 100. Und die haben ihre Mitarbeiter nicht entlassen, um noch mehr Geld scheffeln zu können (wie Apple das gerade in den Apple Stores versucht hat) – sondern weil sie es sich schlicht nicht leisten können.
Ich wusste, dass es für die meisten unter ferner liefen nicht nur nicht rosig ist, sondern beschissen. Dass es mittlerweile allerdings weiter oben auch so schlimm ist, hat selbst mich überrascht. Und ich sehe doch schon alles negativ.
Und da gibt es immer noch welche unter euch, denen man jeden Tag aufs Neue erklären muss, warum 99 Cent Apps keine Geschäftsmodell sind. Und ihr euch nur selber schadet.
Aber Instagram ist umsonst.
Ja, bei dir auf Resthirn zu hoffen auch …

17.08.12 | 12:18
Hört auf zu Heulen und arbeitet an richtigen Projekten.
Nicht an der droelften “App” die entweder überflüssig ist, scheisse ist oder nur der x-te Klon von etablierten Programmen ist.
Im Ernst, alleine der Name “Hipstamatic” entzieht dem Programm jede Daseinsberechtigung.
17.08.12 | 12:23
Wenn man schon so eine Arroganz und Ignoranz an den Tag legt, dann sollte man wenigstens die Fakten hinbekommen und sich mal informieren, welche Henne da mit zu erst war und wo der Name her kommt. Solange man nicht einmal dazu in der Lage ist, mag man vielleicht sich selber als zum irgend etwas Sein berechtigt empfinden - hier braucht man allerdings nicht mehr vorbei kommen. Einfach mal die Fresse halten, wenn man keine Ahnung hat - ging ja schon mal leider nicht …
17.08.12 | 08:27
Ja, ich habs ja von Anfang an gesagt, diese Mistdinger von Appstores können so nicht funktionieren, nicht auf Dauer.
Aber für all die User ist es halt lustig, klicki, klicki, kaufi, kaufi…
All das was die Mac-Plattform über Jahre ausgemacht hat - die Entwickler-Community! - einfach über den Haufen geworfen und vermutlich für immer kaputt. Ich hoffe nicht, aber es sieht verdammt so aus.
Alles wegen der Faulheit und dem Geiz der User…
Zum kotzen!
Aber es wundert mich nach wie vor, dass die allermeisten Entwickler so blind waren und voll auf diesen Zug aufgesprungen sind. Da ist die Intelligenz wohl auch nicht so weit verbreitet - alle haben getönt, die App-Stores sind die Zukunft, der einzige Weg, Apple blalabla…
Jedes Kind mit einem Jahr Betriebswirtschaft in der Schule konnte sich denken, dass das nicht funktionieren kann auf diese Art…
17.08.12 | 08:28
Das hat (in den meisten Fällen) nicht unbedingt etwas mit blind zu tun. Friss oder stirb halt …
17.08.12 | 09:08
@ Michael,
ich schätze Dein kleines „launisches Blog“ ja sehr, aber dem Nutzer von AppStores nun generell vollständigen Resthirnmangel vorzuwerfen finde ich unangemessen und alles andere als „gute Stille“ um mal Bezug auf den gestrigen Beitrag zu nehmen. Hans hat nicht ganz unrecht, wenn’s im Einzelfall natürlich auch mal anders sein kann.
Ich stehe ja immernoch auf dem Standpunkt, dass jeder Entwickler die Preise für seine Software festlegen kann und das mit „Vernunft“ auch tun sollte. Ich bin es langsam leid mir als Nutzer vorwerfen zu lassen, dass ich am Unglück all der Entwickler schuld bin, die wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, nur weil ich Ihre App für 79,- ct kaufe oder sie eben auch nicht kaufe! Was soll ich tun sie dreimal kaufen mit drei Apple-IDs?
@to
das die Mac-Software durch den App-Store schlechter geworden ist halte ich für nicht ganz richtig. Das die Software für den Mac „schlechter“ geworden ist, begann mit der zunehmenden Verbreitung längst vor den AppStores, das hat wohl mehr was mit der Verbreitung zu tun. Mal abgesehen von der „Nutzlosigkeit“ zahlreicher 79 ct und 1,59 € Apps, ist das Problem doch ausserhalb des AppStores noch viel größer mit der schlechten Software. Man denke nur mal an die MacSoftware, die häufig Digitalkameras beiliegt, Geo- und GPS-Tools oder ganz fürchterlich, die Treiber für Samsungdrucken! Da sitzen irgendwo im nirgendwo ein paar ahnungslose Programierer und müssen nach einem Wochendkurs dann einen „funktionierenden“ Macport erstellen von der vorhandenen Windows oder Linux Software und genau so sieht das dann auch aus. Von Interfacedesign oder Gestaltung und „Stille“ haben die alle noch nichts gehört.
So kapitalistisch das klingt, ich denke auch wenn Apple (Als AppStore Betreiber) noch an verschiedenen Stellen nachlegen sollte, so wird sich das mit der Zeit aber regulieren und wenn die Stores dann erwachsener sind, dann gibts hoffentlich auch nicht mehr ganz so viele „unbrauchbare“ Geschäftsmodelle!
17.08.12 | 09:10
Wo habe ich Nutzern des App Stores pauschal mangelndes Resthirn vorgeworfen? Das habe ich noch nie! Ich werfe einigen Unverbesserlichen etwas vor. Das ist ein gewaltiger Unterschied!!!
Bitte mal richtig lesen …
17.08.12 | 09:37
@Jens
Also von der Qualität der Software habe ich nicht gesprochen.
Aber ich gebe dir da Recht, teilweise ist die Software für Mac Mist, vor allem bei den Sachen die du anführst.
Aber es gibt gerade für die Mac-Plattform ganz, ganz geniale Software von kleinen Entwicklern.
Und die geraden gerade jetzt im App-Store zwischen all den 0,79 Cent Apps unter die Räder!
Das bedauere ich sehr.
Begründet liegt es darin, dass die User immer seltener bereit sind, gutes Geld für gute Programme hinzulegen (nicht alle, aber immer mehr und mehr!).
Wenn man auf den Mac wechselt sollte einem klar sein, wovon diese Plattform lebt, und das sind nun mal die vielen kleinen Entwickler und die müssen auch von was Leben, sonst gibt es keine Software mehr.
Und deshalb verstehe ich beide Seiten nicht, jene der User die Software für fast nichts haben wollen und auch nicht all die Entwickler die App-Store-Only gegangen sind.
Die Appstores sind alle mies. Suche, Kategorien, Überblick - alles eine Katastrophe!
Der MAS ist grauenhaft, das Geschäftsmodell ein Witz - von “keine Demoversionen” bis hin zu den nicht vorhandenen Upgrademöglichkeiten, und noch vielen anderen Sachen.
Ja, Apple sollte/muss dringend nachbessern, ganz dringend!
Wie man das in der dzt. Form verteidigen kann verstehe ich nicht, alle verlieren - die Entwickler, die User - nur Apple gewinnt…