Ein Unternehmen, wie jedes andere auch
So. Nun ist es also auch offiziell so weit. Apple ist das wertvollste Unternehmen überhaupt/jemals/wasweißich. Selbst SPON ist es eine Headline wert.
Allen Unkenrufen zum Trotz. Es geht auch ohne Steve. Also, an der Börse.
Und für mich ist da genau der Haken. Denn somit ist Apple dann nur noch ein Unternehmen, wie jedes andere auch. Es gibt Renditen und Ausschüttungen. Dazu Entlassungen in den Apple Stores. Die dann auf Druck der Öffentlichkeit wieder zurück genommen werden. Dann Werbung auf Best Buy Niveau, die auf Buhrufe der Öffentlichkeit schnell wieder in der Versenkung gelandet werden.
Das kennt man doch nur von anderen Firmen. Eigentlich. Bisher.
Das allermeiste von Apple ist immer noch um Längen besser, als all die Dinge, die man uns als angebliche Alternative – oder gar Killer – drehen will. Und da bin ich auch immer noch richtig froh drüber.
Aber immer nur noch oben. Das geht nicht. Nicht auf Dauer. Und das hat seinen Preis. Nicht mal, dass Apple da selber dran Schuld wäre oder sogar etwas für könnte. Aber es gibt Gesetze und Muster.
Und alles – aber auch wirklich alles – das mal nach oben gegangen ist, kommt zwangsläufig wieder runter. Sonst könnte man kein Geld mit kleinen, blauen Pillen machen. Oder ich würde mich in Flugzeuge setzen.
Aber vor allem gibt es nicht Schlimmeres, als überzogene Erwartungen. Erwartungen anderer.
Nein – falsch. Ich korrigiere mich. Es gibt etwas Schlimmeres. Wenn diese Erwartungen sich nur um Geld und Rendite drehen. Das ist der Anfang. Meistens vom Ende.
Ich erwarte gescheite Produkte und Software. Das habe ich schon immer – und das werde ich so lange tun, bis ich etwas besseres finde. Das ist noch nicht in Sicht. Und Apple war schon immer für eine Überraschung gut.
Aber Langeweile ist so etwas von tödlich. Und momentan bin ich nicht wirklich aufgeregt. Und das ist kein gutes Zeichen.
Aber ich lasse mich gerne täuschen …

20.08.12 | 11:44
Apple war im betriebswirtschaftlichen Sinne schon immer ein Unternehmen wie jedes andere auch. Nur haben sie es mit Marketing und Steve (oder umgekehrt) immer geschafft, dass alle Welt was anderes glaubte. Nun ist Steve nicht mehr unter uns – und der Lack blättert ab.
21.08.12 | 02:46
Der Lack blättert nicht ab, er verliert an Glanz und Schönheit. Steve Jobs ist nicht mehr unter uns und deshalb sollte man lernen nicht immer Vergleiche zu ziehen, ob es nun unter diesen besser war oder was eben jetzt ist, jeder muss es für sich selbst ausmachen. Wenn einige eine feuchte Schlüpfer bekommen, weil Apple nun da oben steht, bitte, mich lässt es kalt, weil es wichtigere Dinge im Leben gibt als ein Produkt, eine Marke und wie sie sich zum Schluss verkaufen.