Parasitäres Klagen

Gedacht und gefühlt haben wir das doch eigentlich schon immer. Jetzt gibt es endlich auch mal Zahlen dazu. Während wir, hier so in der Öffentlichkeit, eher nur die spektakulären Fälle von Apple gegen Google, gegen Samsung, gegen Apple, gegen Google und zurück mitbekommen – da sieht die Wirklichkeit so ziemlich anders aus.
Patente haben nur noch in den seltensten Fällen etwas mit dem Schutz von Erfindungen/Geistigem Eigentum zu tun. Nur noch jede fünfte Firma, die klagt, stellt auch noch etwas her. Und dann sind in den Zahlen ja auch gar nicht die ganzen auf- und zugekauften Patente berücksichtigt.
Grob geschätzt hat vielleicht noch jede 25. oder gar nur noch 50. Klage wirklich etwas mit einem eigenen erworbenen Paten zu tun, dass etwas mit einer eignen ‘Erfindung’ zu tun hat.
Die überwältigend Mehrheit der Klagen kommt von Verwertern. Wenn ich das richtig im Kopf habe, dann ist das auch nur ein anderes Wort für Parasit. Und selbst wenn nicht, passen tut es allemal.
Und was diese Zahlen auch ganz deutlich zeigen, ist die Tatsache, dass Firmen, die noch selber etwas herstellen klagen immer weniger und immer weniger. Dies stimmt nicht aus dieser Untersuchung (aber ich habe vergessen, wo ich das gelesen habe) – alle Firmen, die jetzt noch klagen, haben früher so gut wie gar nicht geklagt. Und eigentlich auch so gut wie gar nichts patentieren lassen.
Bis sie sich verbrannt haben. Dazu zählen vor allem Apple, Google und Microsoft.
Würde jedes mögliche Patent in einem iPhone so bezahlt werden, wie diese Parasiten dies gerne hätten, dann würde uns das Gerät über 250.000 Dollar kosten. Also ein einziges.
Ich persönlich würde gerne einmal beides ausprobieren. Eine Welt, in der ein einzelnes iPhone 250.000 Dollar kostet und eine Welt, in der alle Patente für nichtig erklärt werden …
