15 ist nicht 13, so wie 2 nicht 4 ist und dennoch ist es meistens genug
Da da anscheinend bei vielen ein klein wenig Verwirrung besteht und Apple das auch nirgends wirklich an die große Glocke hängt – hier noch mal ein paar Worte zur Performance des 13 Zoll MacBook Pro mit Retina Display:
Wer ultimative Power zum Herumtragen benötigt, der muss – ich wiederhole: der muss – zum 15 Zoll MacBook Pro mit Retina Display greifen.
Der kleine 13 Zoll Bruder (oder die Schwester, ich bin mir da nie sicher) ist nicht einfach der selbe Rechner nur in kleiner und mit ein paar Pixeln weniger.
Ja, die gibt es beide mit i5 und i7 – aber in der 15 Zoll Variante kommen die mit vier Kernen und in der 13 Zoll Variante nur mit zwei daher. Und man soll auch mal nicht den halbierten Cache übersehen.
Und das kleine 13 Zoll hat auch nicht die Grafikkarte aus dem großen Book. Das kommt nämlich mit eigener GT 650M mit eigenem Speicher – während der Winzling mit der integrierten Intel HD 4000 klar kommen muss, die sich den Speicher beim RAM abzwackt. Da ist jetzt nicht das Problem, dass man ein paar MB RAM weniger hat, sondern es geht vor allem um die Geschwindigkeit, mit der auf diesen zugegriffen werden kann.
Auch sind in der 13 Zoll Variante ‘nur’ 8 GB RAM verbaut, während man bei der großen 16 GB bestellen kann.
An der ‘gefühlten’ Geschwindigkeit dürften diese (wichtigen) Unterschiede für die allermeisten natürlich nichts ausmachen. Dennoch ist es nicht verkehrt zu wissen, dass da zum Teil (in nackten Zahlen gesehen) große Unterschiede in der reinen Rechenleistung bestehen.
Das 13 Zoll MacBook Pro mit Retina Display liegt nur wenig über dem aktuellen MacBook Air, aber deutlich unter der 15 Zoll Variante.
In Geekbench gesprochen, somit etwa 1000 Punkte über dem Air und knapp 4000 unter der 15 Zoll Variante.
Ich persönlich habe ‘nur’ zur i5 Variante gegriffen, da sich aus meiner Sicht der Unterschied zum 2-Kern-i7 einfach nicht lohnt. Bei mir handelt es sich aber auch nicht um meinen Hauptrechner, aus dem ich das Letzte heraus holen muss.
Spannend dürfte es auch werden, wie sich die Intel HD 4000 mit einem angeschlossenem Thunderbolt Display schlägt, also wenn sie beide Bildschirme gleichzeitig stemmen muss.
Ich kann mich ja immer nur wiederholen: Die wenigsten von uns benötigen jemals die Leistung, die wir heute so auf kleinstem Raum bereit gestellt bekommen und somit wird das kleine 13 Zoll Book auch dicke, dicke, dicke für die meisten Aufgaben reichen.
Wer allerdings richtige Power benötigt, der sollte sich vorher überlegen, ob er nicht doch lieber zur 15 Zoll Variante greift …
