Alte Politikervorstellung

Dass jedoch jeden Tag mehr die Anpassung meines Denkens und Handelns an eine alte Politikervorstellung notwendig zu werden scheint, die ich ablehne und nicht bereit bin zu vollziehen, ist ein Umstand, dem ich mich nicht länger aussetzen möchte.

Julia Schramm

Die Aussage gibt es übrigens gänzlich ohne DRM. Allerdings auch ohne gescheites Deutsch oder richtigem Inhalt.

Halt, werdet ihr jetzt sagen, da meckert einer über Grammatik und Satzbau, der hier ja tag-täglich beweist, dass er damit auch ein wenig auf dem Kriegsfuß steht.

Ich trete hier aber nicht von einem politischen Amt zurück und gebe eine Presseerklärung heraus und nenne mich Schriftstellerin.

Aber das ist auch gar nicht so der springende Punkt. Wenn auch etwas verkorkst formuliert, so steckt doch in dieser Aussage alles drin. Ist nur leider anscheinen bei so vielen untergegangen.

Das ist genau das, was ich vor Wochen schon gepredigt habe. Nur halt nicht zu Ende gedacht. Und das hat auch nichts mit Naivität zu tun. Das ist Großkotzigkeit. Und zwar auf breiter Front.

Wie Arrogant kann man denn eigentlich sein und sich in ein bestehendes System einnisten, mit den Hoffnungen und Erwartungen von stellenweise 11/12 Prozent der Wähler zu spielen und dann nicht nach den Regeln spielen zu wollen oder zu können und sich dann auch noch zu beschweren?

Ich habe da kein Mitleid, keine Sympathien und auch kein Verständnis für. Ihr seid erwachsene Menschen, die sich anmaßen, Vorbild zu sein. Eine Gesellschaft hat besseres verdient, als Beta-Tester für Nicht-Entscheider zu sein.

Wir entscheiden nichts, wir haben keine Antwort, wir lassen uns mal Feedback geben und dass können wir dann nicht mal gescheit mit einer Stimme wiedergeben und zu Zeitpunkten, wo ganz andere Themen wichtig wären.

Das funktioniert nicht mal in einer Männerstillgruppe hier am Prenzlberg. Und jeder mit nur drei funktionierenden Hirnzellen – auch bei euch – müsste wissen, dass dies schon mal garantiert nicht da klappen kann, wo ihr mitspielen wollt. Und wird es auch nicht.

Da könnt ihr noch so lange Bugs an euerer Software ausbauen und als Feature verkaufen, wie ihr noch Vorstände produzieren könnt.

Wie arrogant muss man denn eigentlich sein, um permanent an einem System rumzumeckern und nicht einmal das eigene hinterfragen zu können?

Und komischerweise habe ich diese Frage noch bei keinem der Zurückgetretenen Aufgebern so vernommen. Sollte ich mich täuschen, so lasse ich mich gerne berichtigen.

Bevor ich an den Vorstellungen anderer herumkritisiere und diese für mein eigenes Scheitern verantwortlich mache, da sollte ich vielleicht erst einmal vor meiner Haustüre kehren. Das wäre in der Politik mal etwas erfrischend Neues. Aber anscheinend könnt ihr das Alte wohl doch ganz gut, wenn es drauf ankommt passt …






Zwischenrufe

  1. Patrick

    Ohje, hat sich da jemand zuviel bei Spiegel Online informiert? Denke selbst, nicht denken lassen!




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