Das Weblog der MOApp Programm Manufaktur.
Tiraden, Kommentare, Fünde und Tipps von Michael & Ollerum.

Michael, 41 - durch Journalismus selbst radikalisiert

LogEngine Image

Ja, ich wiederhole mich und ja, es ist immer wieder die selbe Leier. Aber genau so wird man zum Axt-schwingenden Wahnsinnigen.

Ich habe es erst vorgestern behauptet und ich behaupte es heute gleich wieder:

Alles Übel diese Welt momentan wird vom Versagen einer bestimmten Gruppe Menschen nicht nur gefördert, sondern stellenweise sogar ausgelöst. Ja, das ist simpel, das ist plump und und nein, es ist nicht an den immer grauer werdenden Haaren herbeigezogen.

Das einhellige Versagen des Journalismus ist, was fast alle Katastrophen, Kriege, Präsidentschaftskandidaten und sonstigen Fehlleitungen der neueren bis gar nicht mal so neuen Zeit als kleinsten gemeinsamen Nenner haben.

Dass ein Trump, dass eine AfD und ja, auch ein Erdoğan erst so weit kommen konnten, liegt zum großen Teil an den versammelten, unfähigen und vor allem von diesen Katastrophen profitierenden Schreiberlingen dieser Welt.

Jüngste Beispiele gefällig?

17 jähriger radikalisiert sich alleine zu Hause

Künast Tweet

Und es würde mich keine drei Minuten kosten, hunderte solcher Beispiele nur alleine aus der letzten Woche zu bringen.

Die Aufgabe des Journalismus war es noch nie, Stimmung zu machen und auf Scheißestürme aufzuspringen.

In einer Zeit, in der es eh nur noch um gefühlte Unwahrheiten geht, ist das letzte, was eine unaufgeklärte Gesellschaft gebrauchen kann, vermeintlich aufgeklärte Schreiberlinge, die heiße Luft mit der eigenen dünnen Scheiße auch noch anfachen.

Aber genau das ist es, was wir leider (fast) nur noch bekommen!

Ich habe mehr als drei Minuten gesucht, ob irgendwo im unsäglichen Geschrei so eine Überschrift zu finden war:

Was muss alles in 17 Jahren vorgefallen war, dass ein ein Jugendlicher ausrastet und mit einer Axt auf andere Menschen losgeht?

Ja, ich weiß, Opfer Täter Verdrehung. Genau, wie bei der Künast. Wie kann man nur. Elendige Gutmenschen ohne Realitätsbezug, die sich einfach rausnehmen, erst einmal kurz innezuhalten, bevor sie die eigene (zum Glück in den meisten Fällen nur: gedankliche) Axt schwingen.

Elendige, naive Weltverbesserer, denen 12 Jahre deutsches Schulsystem immer noch nicht abtrainiert haben, dass es gefälligst nur eine Antwort zum Ankreuzen zu geben hat und dass die Stelle des Kreuzes vorgegeben ist.

Nein, diese gedanklichen Veganer wollen einfach nicht kapieren, dass wir ein Grundrecht auf Billigfleisch und Meinungsdiktatur haben.

Wer mit einem großen A Lügenpresse ruft, der darf auch nur das große B lesen.

Das Allerschlimmste daran ist ja, dass dieses geistigen Einkreuzmenschen damit ja auch noch recht haben – nur leider nicht so, wie sie sich das haben einbilden lassen.

Ich werde bei dem elendigen Gesamtzustand unserer Presse auch von Tag zu Tag wütender und es kann nicht mehr lange dauern, bis ich meine Axt packe und in die Tagungsräume bei Springer eindringe und mit selbiger dort wild um mich und auf die Tische haue.

Dann wird auch in der Zeitung stehen:

41-jahriger Menschenhasser hat sich alleine zu Hause radikalisiert

NEIN! HAT ER NICHT! ES WAR DIE WELT!

Für die, die diesen lausigen Wortwitz nicht verstanden haben, hier der Link zur Welt

Und jetzt stellt euch doch nur mal vor, was erst Krieg, Flucht, Bomben, Lügen und vor allem Angst, Angst und noch mal Angst aus einem machen können.

Und dann stellt euch noch mal Menschen vor, die auf so eine Frage nicht gleich mit einem Aber kommen, sondern selber kurz innehalten und verstehen, dass es immer zwei Seiten gibt und das zum Verbessern einer Situation Verständnis gehört und ein Nachfragen nichts mit Entschuldigung oder dem Umdrehen irgendwelcher vermeintlicher Rollen zu tun hat.

Und um da noch einen drauf zu setzen: Noch sind wir hier nicht in der Türkei. Noch gelten bei uns ein paar Gesetze und die gelten auch für Verbrecher, Mörder und für dich und für mich.

Und diese sagen (noch, kann, wenn es nach so vielen hier bei uns geht, allerdings nicht mehr lange dauern), dass eben selbst Axt-schwingende Menschen nicht einfach so erschossen werden dürfen und, dass es vielleicht im Sinne aller hier lebenden Axt-Besitzer ist, wenn man auch mal nach- und Dinge hinterfragt.

Ja, das Medium und den Zeitpunkt könnte man – auch wieder im Sinne aller – geschickter wählen, genau so, wie die Reaktionen darauf.

Aber hey, was weiß ich schon?

Ich konzentriere mich jetzt lieber mal wieder auf das Wetzen meiner eigenen Axt …




★★★★★