Kleine MacBook Air Review

Es war ja eigentlich klar – auch wenn ich erst einmal das Gegenteil behauptet habe. Ich darf zu meiner Verteidigung aber sagen, das mein altes die letzten Monate mehr in Reparatur als auf meinem Schreibtisch war. Drum vorneweg noch einmal mein altes Neu-Mac-Anschaffungs-Mantra:
Kinners – kauft euch Apple Care dazu!
Zurück zu meinem neuen Lieblingsbegleiter, wenn ich unterwegs bin und kein dickes fettes MacBook Pro rumschleppen muss/möchte/kann.
Ich hatte es beim Vorgänger schon gesagt – das MacBook Air (ab 2010) ist das Beste, was man im Moment von Apple für Geld kaufen kann. Oh – was höre ich die Aufschreie in meinem Nacken. Lasst mich ausreden.
Ja, ich weiß – man kann sich einen Mac Pro mit Quadrillionen an RAM, Platte, Displays, Schnickschnack anschaffen. Keine Frage. Ich meinte die beste Mischung aus Design, Nutzen, Preis, Mitschleppfähigkeit, Bildschirmgröße und vor allem Arbeitstauglichkeit.
Waren die ersten Versionen (die ich auch schon toll für unterwegs fand) eher luftige Luxusspielzeuge – so ist das aktuelle MBA ein richtiger Rechner, der verdammt viel Spaß macht und vor allem in sich stimmig ist. Keine olle Klappe für den USB Anschluss, keine optischen Tricksereien beim Design – alles ist gut. Punkt.
Und vor allem haben diese Books die beste Tastatur, die Apple seit der des PowerBook 1400 jemals raus gebracht hat. Und ich habe endlich wieder eine beleuchtete Tastatur.

Ausnahmsweise wird bei der Werbung auch mal nicht gelogen – die reine Rechenleistung ist im Vergleich zum Vorgänger wirklich verdoppelt worden. Und dabei ist die Batterielaufzeit sogar noch einen kleinen Tick besser geworden und selbst unter OS X Lion geht es mit der Hitzeentwicklung – selbst wenn Dropbox, Time Machine und Flash gleichzeitig rödeln.
Das einzigem, was das kleine Book wirklich quält und laut werden lässt, ist momentan das nervige Xcode 4. Das zwingt allerdings auch regelmäßig mein dickes fettes 17er MacBook Pro zum Rotieren und Lärmen.
Allerdings zeigt sich bei solchen Aktionen auch das eindeutige (und in meinen Augen einzige) Manko dieser Books. 4 GB RAM sind zu wenig. Gerade unter OS X Lion. Und kommt bei allem Sparbrötchentum erst gar nicht auf die Idee, die Variante mit den popeligen 2GB zu nehmen – wobei für mich die Variante mit den komischen 11 Zoll eh unverständlich ist.
Aber ich brauche auch einfach auch Platz zum Arbeiten. Je mehr Pixel, desto produktiver kann man sein. Punkt. Und die 1440 mal 900 Pixel sind was feines. Und der Bildschirm ist ist auch gar nicht mal schlecht. Ja, wenn man von hinten links schräg um die Ecke mit einem halben Auge aus zehn Meter Abstand ohne Brille auf den Bildschirm schielt, dann hat er einen kleinen Rotstich. Hallo? Das ist ein Laptop. Punkt. Ich sitze da mit ein paar Zentimeter Abstand davor und arbeite.

Und das geht gut. Ordentlich kalibriert und der nächsten Photoshoppisierung steht selbst unterwegs nichts im Wege. Allerdings Zzcken da komischerweise viele Kalibrierungsgerätschaften mit den Displays des neuen MacBook Air (ab 2010) rum. Weder das von basiCColor, noch das von NEC sind benutzbar. Einzig und alleine mit dem Spyder 3 lassen sich gescheite Ergebnisse erzielen.
Startzeit Photoshop (CS 5.5) mit den wichtigsten Filtern von nik und onone ist übrigens knapp über 3 Sekunden. Abletons Live kann zusammen mit NIs Machine und Traktor gleichzeitig betrieben werden und ich hatte noch keine Ausfälle beim Auflegen.
Zu Dingen wie Browsen, Briefchen Schreiben und Keynotes zusammen Klöppen, muss man ja nicht wirklich was sagen, das geht auch auf dem iPad wunderbar – vom Tippen mal abgesehen. Dabei fällt mir ein – hatte ich schon erwähnt, dass die Tastatur ein Traum ist?
Was ich jedem, der nicht unbedingt auf den Pfennig schauen muss, allerdings bei aller oft nicht gebrauchter Leistung unserer heutigen Rechenknechte nur empfehlen kann – nehmt die Variante mit i7 Prozessor. Ihr werdet es nicht bereuen.
Unterm Strich kann ich nur noch einmal sagen – das 13 Zoll MacBook Air in der flotteren Variante zusammen mit OS X Lion ist das beste Paket, das man momentan aus dem Hause Apple bekommt. Ich kann es kaum erwarten, dass es etwas ähnlich Gutes auch in einer 17 Zoll Variante geben wird.

25.08.11 | 01:57
Hast du die Version mit 256 GB Flash-Speicher genommen? Meinst Du ist bei dem teureren 512 GB Modell das Upgrade auf 1.8 Ghz i7 sinnvoll oder benötigt das Teil schlicht mehr RAM?