Michaels kleine Kindl Review

Ja – ihr habt richtig gelesen. Kindle und nichts mit Apfel hintendrauf. Aber ihr könnt beruhigt heute Nacht weiter schlafen. Denn eigentlich hat es doch was mit Apple und dem iPad und so zu tun.
Ich klöppel momentan ein App, mit dem man einfach eBooks ‘herstellen’ kann und natürlich ist das ganze für das EPUB Format und somit iBooks gedacht. Aber wenn man über eBooks redet, dann muss man halt auch Kindle sagen.
Das mit dem Klöppeln eines einfachen Programmes um auch den Kindle mit eigenen Werken zu befühlen, dass wird allerdings nichts – den das blöde proprietäre Kindle Format ist nicht nur eigentlich tot, sondern auch nicht wirklich mal so nebenbei auf dem Mac zu erstellen – es gibt einen Grund, warum das einzige (kommerzielle und vor allem veraltete) Programm dafür nur unter Windows läuft.
Aber darüber wollte ich ja eigentlich gar nicht schreiben – aber das ist halt der Grund, warum ich jetzt auch noch einen kleinen neuen Kindle ohne Tastatur (auch Kindle 4 genannt) besitze. Einen Versuch war es ja wert und angeblich soll Amazon ja demnächst auch zum EPUB Format wechseln oder es zumindest erlauben.
Dank Amazon Prime (beste Erfindung neben der Dropbox und Katzen überhaupt) über Nacht da und der eigene Amazon Account wird auch schon einmal direkt mit dem Kindle von Amazon verknüpft (kann natürlich jederzeit geändert werden) – so dass man auch schon direkt mit dem Geld ausgeben loslegen kann, nachdem man den kleinen Power Button auf der unteren Seite gedrückt hat.
An welche Firma erinnert mich das bloß?
Benutzung ist erstaunlich idiotensicher, Einrichtung besteht eigentlich nur aus dem Eingeben des Airport-Passwortes und fertig.
Es kann nur eine Schrift und natürlich ist alles schwarz weiß. Aber dafür liest es sich wirklich um Längen besser und vor allem augenschonender als auf dem iPad. Und vor allem fällt einem der Arm nicht ab und das Format ist auch erstaunlich gut – auch da man (natürlich nicht automatisch, sondern etwas umständlich über das Menü) das Dingen auch im Querformat nutzen kann.
Aber das für mich wichtigste ist – dank Gewicht, Format und nicht zuletzt auch wegen des Preises kann ich endlich auch wieder in der Badewanne lesen. Etwas – wofür das ipad nun wahrlich nicht geeignet ist.
Leider gibt es kein taz Abo.
Erstaunlich aber wahr – das kleine Plastik-Teil wird wohl ein fester Bestandteil in meinem digitalem Leben – und das, wo ich doch eigentlich eher der analoge Typ bin …

18.10.11 | 03:39
Ja die Eingabe des kunstvoll kryptische generierte WLAN-Passwortes brachte auch mir einen sportlichen Lerneffekt der Kindle Tastaturbedienung.
Denn als ich nach der Eingabe gemerkt hatte, dass ich ja noch die MAC-Adresse für den MAC-Filter brauchte, musste ich das ganz Prozedere der Passwort-Eingabe noch einmal durchführen. ;)
18.10.11 | 03:41
Ja, da habe ich zum Glück vorher dran gedacht - und da ich das die Tage auch schon auf dem tv machen musste, da war ich noch in Übung :-)
18.10.11 | 05:21
Das Ding interessiert mich auch sehr. Ich habe gelesen, dass man eigene PDFs nicht einfach draufziehen kann, sondern an diese Amazon E-Mail Adresse schicken muss. Beim Vorgänger ging das direkte befüllen wohl noch.
Ist das richtig? Das wäre doof, wenn ich jeden eigenen Inhalt erst da hinschicken muss …
18.10.11 | 05:40
Die gleichen Erfahrungen habe ich auch gesammelt. Ich hatte auch den Mail-Service ausprobiert, um meine EPUB-Dokumente in das Amazon-Format konvertieren zu lassen. Aber das hat nicht funktioniert (wird noch nicht unterstützt). Und wenn Amazon endlich das offene Format unterstützen wird, umso besser. Mich würde jetzt interessieren, was Dein Programm als Quelle für die Konvertierung in das EPUB-Format nutzen wird? Denn Pages unterstützt schon von Haus aus den EPUB-Eport.
18.10.11 | 06:22
@Mario: Einfach den Kindle an den Rechner hängen und es taucht ein gleichnamiges Laufwerk auf. Kann so direkt per USB befüllt werden.
@mes: Calibre (calibre-ebook.com) wäre auch eine Möglichkeit Dokumente auf den Kindle zu übertragen. Ich glaube der konvertiert dann nach mobi.
18.10.11 | 06:42
@tigion Bist Du sicher? Genau das (eigene Dokumente) scheint sich nicht per USB übertragen zu lassen. In der Anleitung steht auch nur …
„Sie können Kindle-Inhalte und persönliche Dokumente auf Ihren Computer (Windows und Macintosh) herunterladen und per USB auf Ihren Kindle übertragen.“
Also herunterladen heisst ja, ich muss eigene Sachen erst dorthin schicken. Das hatte ich gestern in einer Rezension bei Amazon auch so gelesen.
18.10.11 | 08:27
Zum taz-Abo folgender Tipp:
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Die leite ich dann automatisch an die kindle-Mail Adresse weiter und habe jeden Tag die aktuelle taz im Abo auf dem Kindle ;-)
18.10.11 | 11:04
Ah - danke für den Hinweis.
18.10.11 | 11:08
@Mario: Also ich hab eben den Kindle per USB an den Mac angeschlossen. Dann entsperrt und das Kindle Laufwerk tauchte auf. Ein PDF in den Dokumente Ordner geschoben und ausgeworfen. Das PDF tauchte danach auf dem Home-Screen auf und ich konnte es anzeigen lassen. Ja, ich bin mir sicher.
19.10.11 | 10:29
@tigion: Danke für Deinen Test! ;-) Und Du hast wirklich den „neuen“ Kindle? Dann verstehe ich den offiziellen Text bei Amazon nicht.
19.10.11 | 11:21
@Mario: Amazon geht leider in der Formulierung davon aus, dass alles erst herunter geladen werden muss. Schon vorhandene Dokumente (ohne DRM) können aber, wie es tigeon beschrieben hat, auf den Kindle per USB kopiert werden. Mit dem Kauf eines Kindle erhält man auch eine eigene Mailadresse von Amazon, die zum Konvertieren z.B. von Word-Dateien in das MobiPocket-Format gedacht ist. Man sendet einfach eine Mail mit einer zu konvertierenden Datei als Anhang an die eigene neue Amazon-Adresse und erhält das konvertierte Format in seinem Buch-Bestand: Markus hat ja die klasse Idee mitgeteilt, gleich die Zeitungs-Abos an diese Adresse senden zu lassen und nutzt in einem Rutsch gleich den Konvertierungsservice.
19.10.11 | 11:25
@tigeon: Danke für den Tip. Vielleicht bekommt der Michael soetwas (Calibre) in schön hin?