Zahlen sind fürn Arsch

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Eigentlich kam mir die Idee zu dieser Überschrift gestern beim Lesen eines Artikels über eine von Google in Auftrag gegebene Studie zum Nutzerverhalten von Menschen mit Smartphone. Und verdammt viele müssen ihre Nexusse und iPhöner mit auf die Toilette nehmen.

Ergibt Sinn - Zeitungen sterben ja leider aus und die Zeit, die man auf dem Stillen Örtchen verbringt, kann man ja sinnvoll nutzen. Übrigens sollen laut dieser Umfrage die allermeisten ihre Smartphones zum Suchen nach Produkten oder Angeboten verwenden. Ob dies auch die Suche nach besserem Klopapier beinhaltet, wurde nicht erwähnt.

Ich fand die Umfrage an sich jetzt aber nicht so spannend, dass ich da unbedingt was drüber schreiben wollte. Nur habe ich eben noch gleich zwei weitere Artikel mit Statistiken und Zahlen im Allgemeinen gefunden.

Zum einen muss wohl schon vor über einem Monat die kostenlose Version von Instapaper eingestellt worden sein, ohne dass es irgend jemandem wirklich aufgefallen wäre und ohne dass die Verkaufszahlen des Bezahl-Apps eingebrochnen wären - geschweige denn, dass sich irgend jemand groß beschwert hätte.

Und drittens gibt es ja mal wieder Zahlen zu den Marktanteilen von iOS und Android und demnach sind in den USA jetzt mehr Menschen mit einem Android bestücktem Smartphone unterwegs.

Das erste (und fast einzige) was ich beim lesen solcher Zahlen denke ist: Na und?

Es sagt nämlich nichts - aber auch gar nichts über Qualität und Nutzen für einen selber aus.

Denn wenn wir schon Zahlen bemühen, dann nehmen wir doch mal bitte viel interessantere und für den Verbraucher wichtigere.

Zum Beispiel gibt es da eine Umfrage unter Entwicklern, für welche Platform sie am liebsten klöppeln oder klöppeln wollen. Und jetzt ratet mal welches iOS mit über 90 Prozent da an vorderster Stelle steht.

Und das hat einen ganz einfachen Grund. Auch Entwickler möchten gerne ihre Rechnungen bezahlen können. Es gibt so wenige Apps für das ‘freie’ Android weil schlicht und einfach kaum einer für Android Apps zahlt. Und nein, ich meine damit nicht Angry Birds.

Oder andersrum (und deswegen die Erwähnung des Instapaper Apps) - stimmt der Service, stimmt das App, dann sind iOS Nutzer in aller Regel gerne bereit zu zahlen. Über Beträge und was angemessen ist reden wir an dieser Stelle mal nicht, das ist ein anderes Fass.

Also - was bringt einem die Aussage, dass es mehr Androiden als iPhöner gibt (wobei da ja das iPad nicht einmal mit eingerechnet ist) - wenn keine Sau Apps für Android enwticklen will, weil die Merheit der Smartphone Benutzer zu geizig ist für Apps zu zahlen und sich dann wundert, dass es keine gescheiten Apps für sie gibt?

Natürlich spielt neben dem finanziellen für Entwickler auch etwas anderes eine Rolle. Und das ist Androids noch viel größere Schachstelle - die Zersplitterung. Weil ja jeder Hersteller meint, mit dem System sein ganz eigenes Süppchen kochen zu müssen. Für iOS zu klöppeln ist zwar manchmal nervig und dann kommt da auch noch die Review - aber das ist nichts im Vergleich zu Android mit den unterschiedlichsten Stores und Anforderungen usw.

Auch sagen Zahlen nichts über die permanet von der Apple Konkurrenz als Killer auf den Markt geworfenen Produkte aus, die man allenfalls als aufgehübschte Prototypen bezeichen kann. Keines der momentan auf dem Markt befindlichen Tablets ist fertig. Kein 3G, kein Mail, kein Dies nicht und kein Das nicht.

OK - deren Verkaufszahlen sagen vermutlich doch direkt mal was aus. Menschen kaufen keine unfertigen Produkte ohne Apps - die kaufen (oh Wunder) ein iPad. Wenn man doch jetzt nur wüsste, wieviele von denen es extra gekauft haben, damit sie es auf dem Klo benutzen können …


Apps Don’t Need To Be Free
Mobile Subscriber Market Share
Smartphone user study shows mobile movement under way

Hinweis: Dieser Beitrag wurde von Tumblr rübergeholt und somit sind leider alle Kommentare im digitalen Nirvana gelandet - sorry. Wer möchte, findet aber alles noch hier.







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