Testen unerwünscht

Amazon hat es neulich mit seinem Android-Einkaufsladen vorgemacht - man kann Aps vor dem Kaufen im Browser antesten und jetzt hat jemand daraus auch einen Service für iOS Apps gemacht. Entwickler können für 30 oder 100 Dollar im Monat ihre Apps zum Testen im Browser bereit stellen.
Noch ist das ganze etwas sehr buggy und es können maximal 3 oder 10 Personen gleichzeitig ein App testen - aber für Entwickler ist es ehr leicht zu bewerkstelligen.
Nur was hat der gemeine Nutzer davon? Und warum bietet Apple das nicht schon lange an - das wäre technisch sehr leicht umzusetzen.
Es ist ganz einfach - es ist schlicht und einfach nicht erwünscht. Und es wäre ein einfaches das nur auf Apple zu schieben. Apple lebt davon, dass es hundertausende an 99 Cent Schrott Apps gibt. Deren Verkaufszahlen würde gegen Null gehen, würde man die vorher testen können. Macht sich auf einer Keynote und Aktionärsversammlung gar nicht gut.
Und jetzt mal Butter bei die Apps - der gemeine App-Geiz-ist-Geil-Shopper will es doch auch nicht anders. Die allerwenigsten verlassen den App Store um die Webseite des Enwticklers (der Firma) zu besuchen und wie im Falle des Mac App Stores ist es aus Entwicklersicht völligst idiotisch extra Test-Versionen anzubieten - die lädt keine Sau. Wenn, dann klicken 2 von 1000 mal auf den Support-Link, um zu schauen, ob da überhaupt was ist. Der Cursor scheint wie magisch auf die 99 Cent zu fliegen - die Zahl scheint irgend eine Reizschwelle in unserem Hirn zu unterfliegen.
Und aus Entwicklersicht bin ich mir da nicht so sicher. Ich persönlich fände es gut - richtig gut. Hits wie Angry Birds und Co schadet es garantiert nicht und auf der anderen Seite könnte es nicht schaden, wenn man in den Stores mal wieder etwas das Umkraut rupft. Dann fände man mal wieder was - vor allem Qualität. Und man wüsste, welche Katze man bekommt. Ich denke einige der kleineren Entwickler, die grandiose Apps im Angebot haben und momentan untergehen, würden dann mehr zu einem ordentlichen Preis verkaufen und ihr müsstet nicht jedes zweite App (Hilfe - Polemik!) direkt in die Tonne kloppen.
Wie wir an Adobe und Co sehen - hat man erst einmal eine bestimmte Größe und 70 Prozent des Marktes in der Tasche, da gelten andere Regeln und momentan ist eine davon - Testen unerwünscht …
Hinweis: Dieser Beitrag wurde von Tumblr rübergeholt und somit sind leider alle Kommentare im digitalen Nirvana gelandet - sorry. Wer möchte, findet aber alles noch hier.

29.08.11 | 02:19
Ich kann das Problem verstehen. Ich bin kein Entwickler, aber ich sehe auch wie viel Schrott im iTunes Apps Store und im Mac App Store ist.
Für den Kunden wird die Suche nach dem richtigen App immer schwieriger und die Entwickler können nichts dagegen machen. Der ganze Boom der 99-Cent-Apps kann ich nicht verstehen, da eine so günstige App nur wenig kann.
Dadurch dass ich mich nicht auf die Bewertungen in den Stores verlasse und auch im Internet nach Rezensionen suche, benötige ich keine Testversion. Ein gute Beschreibung und ein Video bei der Benutzung des Apps reicht auf der Entwicklerseite völlig aus (klar das hängt vom Umfang der Application ab).
Es muss ein Umdenken bei den Kunden geben. Günstig != gute Qualität
Doch der Prozess wird lange dauern und erst wenn der Kunde auf die Nase gefallen ist - sprich: ein 99-Cent-Nichts-Kann-App kaufte - wird er nach besseren Apps suchen und welche finden.
Ich besuche immer bevor ich ein App kaufe die Seite des Entwicklers - wenn er eine hat. Es ist viel bequemer im App Store zu kaufen auch wenn der Entwickler nur 70% der Einnahmen bekommt.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass sich Entwickler zusammen schließen und eine Platform zum reinen Verkauf gründen. Also diverse Entwickler verkaufen ihre Apps über ein Programm und die Bezahlung wird via PayPal geregelt. Damit fallen weniger Kosten an und Updates können wie auch vor dem Mac-App-Store-Zeit einfach im App selber heruntergeladen werden.
Das war mein Wort zum Montag :D