Alles aus der Kommentar Schublade



Der langsame Tod von Aqua

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Eigentlich war ja seit Mac OS 9 immer iTunes der Vorbote der Dinge, die da kommen. Heute habe ich dann festgestellt, dass es dieses mal dann eher Xcode ist.

Aqua war gestern. Morgen ist … ja, was ist das eigentlich. Momentan ist es für mich das Ende der Usability. Dies könnte natürlich auch mit daran liegen, dass ich selber von gestern bin.

Ich bin mit dem klassischen OS groß geworden und das ist für mich immer noch die schönste und selbsterklärendste Oberfläche gewesen. Für die Jungspunde unter euch, so sah es aus.

Damals zeigte sich der ‘Fortschritt’ – wie all die Jahre später – als erstes an iTunes.

Denn nach der klassischen, eher flachen – was vor allem technisch bedingt war, auf so einem lahmen pre-PPC Rechenknecht mit 2MB Grafikkarte und 32 MB RAM, wenn man viel Geld hatte, waren Schatten und Glossy und all die anderen Dinge einfach nicht drin – Oberfläche kam Aqua.

Und damals waren die Aufschreie ähnlich dem, was wir jetzt mit iOS 7 erleben.

Für mich gibt es nur einen gewaltigen Unterschied. Aqua war anders, bunter und all die Dinge – aber es war kein ‘Bedienbarkeitsalbtraum’ wie iOS 7. Da smag vielleicht auch ein wenig daran liegen, dass es nicht ganz so radikal und ich damals noch nicht so vertrocknet im Hirn war.

Aber auch daran, dass ein Button immer noch ein Button. Jett ist ein Button ein Text. Wenn man Pech hat, ein blassgelber Text auf weißem Untergrund. Oder ein hellgrauer.

Und ich befürchte, dass dies dann auch so langsam Einzug auf dem Mac hält. Piktogramme und Texte. Ersteres muss man verstärkt erraten und letzteres erst einmal lesen können.

Wenn ich mir so meine täglichen Support-Emails anschaue, dann bezweifle ich stark, dass wir Benutzer (so in der Gesamtheit) wirklich schon so weit sind. Diese neue Oberfläche verlangt einem etwas ab. Man muss Dinge wissen. und wie wir alle wissen, wissen wir die eben (so in der Gesamtheit) nicht.

Menschen sind zu doof, den einzigen blau blinkenden, dicken, fetten ‘Schließ mich’ button in einem Sheet wahr zu nehmen und zu drücken. Und jetzt sollen sie auf einmal zwischen lauter Text, den sie eh schon nicht lesen, dann kleinen, hellblauen und nicht blinkenden ‘Schließ mich’ Text wahrnehmen?

Dieser Schritt ist entweder völlig beschert oder verdammt mutig. Und wie so oft bei Apple ist man immer erst ein paar Jahre später schlauer. Nämlich dann, wenn der Rest der Welt genau so aussieht.

Und ich befürchte mal, der wird so. Wir schaffen analog ab. Ich bin mit Knöpfchen und Platten drehen groß geworden. Doepfer und Technics halt. Die Junspunde von heute machen alles am iPad.

ich bin mir wirklich nicht sicher, dass das so toll ist. Toll für die gesamte Menschheit. Also ich fasse dann doch lieber so einen Busen oder Arsch in 3D und echt an, als eine flache Abbildung unter Glas. Ja ich, weiß, ich bin komisch. Ich muss Dinge berühren und nicht eine Abbildung dessen mit der Stimme befehligen.

Mit Aqua hatte man wenigstens noch die Illusion von Hügeln und Räumlichkeit und Zusammenhang.

Den schafft Apple jetzt ab. Mein altes Hirn, dass noch weiß, wie sich Dinge anfühlen, muss das erst einmal verkraften.

Und ich bin doch so unflexibel. Ich und mein altes Hirn, wir wissen dafür wenigstens noch, wie Busen schmeckt. Diese neue Oberfläche, die will ich allerdings nicht ablecken. Und berühren darf ich sie nicht.

Wenn das mal nicht Fruststau verursacht …

Bitte, wo geht es hier zum Download?

Nun ist sie also rum, die Keynote. Und ich mochte zum größten Teil, was ich gesehen habe. Es ist ja auch nicht leicht, Apple zu sein. Es jedem Besserwisser angeblich Recht machen zu müssen muss anstrengend sein. Und dann die ganzen Menschen, die Werkzeuge mit Spielzeugen verwechseln und dazu noch Deppen, die ihr Geld damit verdienen, indem sie Kurse manipulieren.

Dann hat man auf der einen Seite diese ewig gestrigen Mac User und diese Neulinge mit ihren iOS Spielzeugen und dazwischen komische Blogger und Analysten.

Ich hätte mir schon längst einen anderen Job gesucht.

Apple dagegen hat etwas geschafft, was verdammt schwierig ist. Sich dehnen, ohne zu zerreißen. Allen Seiten die Hand reichen, ohne zum Fähnchen zu mutieren. Gleichzeitig Ja und Nein gesagt, ohne allen zu sehr vor den Kopf zu stoßen.

Es werden in den nächsten Stunden noch genug Menschen ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen und wieder alles zerpflücken und alles und jeden madig machen.

Ich persönlich warte erst einmal drauf, dass die Enwticklerwebseite endlich wieder zugängig ist und ich mir 10.9 und iOS 7 laden kann, damit ich auch weiß, worüber ich rede.

Von dem, was ich nur gesehen habe, wie ihr auch – da kann ich nur sagen:

Ein kleines Hütchen ab. Das haben sie gut gemacht. Vor allem der Werbespot ist endlich mal wieder ein guter. Ich hatte es heute morgen schon gesagt – denn das ist es, worum es wirklich geht. Auch wenn es aus Tims Mund leider nicht gescheit rüber kommt.

Schauen wir mal, was die kommenden Tage und Wochen noch so bringen – aber mit diesen alles doof und tot Rufen könnte dann jetzt bitte auch mal der letzte aufhören.

Es wird nicht nur langweilig – es ist auch falsch. Das haben wir heute zum Glück alle sehen können und das finde ich gut.

Bei allem Gemeckere – ich möchte mit keinen anderen Werkzeugen arbeiten und Spielzeugen auf der Toilette hocken …

Was war, was wird und vor allem, was bleibt

Da ist es heute also soweit Es ist mal wieder WWDC. Das ist eigentlich nichts anderes als eine Veranstaltung für komische Entwickler/Nerds/Geeks gewesen. Bis vor ein paar Jahren haben sich da auch nur eben genannte für interessiert und die Veranstaltung war nie ausverkauft. Nie.

Das hat sich geändert. Jetzt dauert es nur noch Minuten bis alle Tickets weg sind es es geht auch nicht mehr nur um Dinge, die Entwickler interessieren und vielleicht einer Vorstellung eines neuen Books oder Macs, das von Entwicklern benötigt wird, um zum Beispiel von OS 9 auf OS X, von Carbon auf Cocoa, auf PPC oder Intel umzusteigen.

Nein, die ganze Welt schaut nach San Francisco diese Tage. Und das mit der ganzen Welt meine ich genau so.

Jetzt mal dieses mit dem Früher war alles … ganz außen vorgelassen, schauen wir uns mal das mit den Erwartungen noch mal an. Und was wir alles erwarten. Und dabei vergessen wir immer so gerne, dass wir unmögliches von Dingen erwarten, die wir vor drei/sieben/zehn/zwanzig Jahren nicht mal kannten und trotzdem wunderbar leben konnten.

Auch erwartet jeder etwa anderes – eben nicht nur Entwickler. Und deren Zahl hat sich in den letzen Jahren verhundertfacht. Dies ist übrigens erst einmal eine wertfreie Feststellung. Persönlich finde ich die zeitliche nähe zwischen den PRISM Enthüllungen und der fieberhaften Anspannung, was wir uns denn zukünftig so in die Hosentasche stecken wollen mit GPS, Internet und Co schon herrlich.

Was ich auch herrlich finde, ist die Tatsache, dass mir das alles mittlerweile fast am Arsch vorbei geht. Ja, na klar werde ich mir das anschauen. Aber ich werde wohl kaum zu enttäuschen sein. Mich interessiert mehr, wie viele tausende Seiten neuer Dokumentation ich dieses Jahr wieder lesen darf, was ich alles in meinen Apps umbauen muss.

Ich weine nicht, wenn kein neuer Mac Pro kommt, wenn das neue iPad mini kein Retina Display hat. Mir ist es vollkommen schnuppe, ob das neue iOS 7 nun doch in Farbe, mit Schatten oder in grau daherkommt. Viel interessanter finde ich ja die Frage, ob wir im Jahre acht nach iOS dann doch endlich mal Rich Text für alle bekommen oder ob ich einfach weiter den Kopf schütteln darf.

Mein jetziges MacBook Pro ist auch schon leicht genug und mein iPhone 5 liegt nur im Schrank. Sofern die ihr ganzes Konzept nicht überdenken, brauchen die mir auch nicht mit einem iPhone 5S daher kommen.

Ich brauche auch kein iRadio. Ich bin da ganz komisch, ich hätte gerne, dass mir die Dinge gehören, für die ich Geld ausgegeben habe. Diese verquere Einstellung geht stellenweise so weit, dass ich noch richtige Bücher aus Papier kaufe und mein New Yorker Abo auch kein digitales ist.

Eine 27 Zoll Retina Display dagegen hätte ich schon gerne – nur wage ich das leider immer noch zu bezweifeln. Die Bandbreite, die Geschwindigkeit und so – ihr wisst schon.

Und dann wäre da noch die Sache mit dem neuen Heilsbringer. Den die ja jedes Jahr für uns aus dem Arsch ziehen sollen. Ich glaube nicht daran, dass wir da heute Abend etwas sehen werden. Das muss aber auch nicht sein. Zumindest nicht für mich.

Ich habe kein Problem damit, wenn die die Dinge, die sie in den letzten Jahren aus dem Arsch gezogen haben, einfach weiter verfeinern. Womit sie mich allerdings wirklich komplett verschonen können ist eine Uhr. Ernsthaft? Eine Uhr?

Das Killerfeature, welches sie wirklich vorstellen könnten wäre in einen Nebensatz zu packen:

blablabla … mehrere iTunes/iCloud Accounts nebeneinander funktionieren jetzt auch … blabla

Denn es sind nicht die großen Dinge, es sind die kleinen, wenn wir mal ehrlich sind. Dateien aus dem mobilen Safari laden zu können, zum Beispiel. Oder dass sich das doofe iOS merkt, wem ich in welcher Sprache schreibe/antworte/texte. Oder noch besser, dass es völlig unerheblich wird.

Dann hätte sich für mich der Abend schon gelohnt.

Toll fände ich auch, wenn sie mal wieder eine gescheite Keynote hinlegen würden und nicht so eine stümperhafte, wie die letzten. Ich hätte auch kein Problem damit, den guten Ive auf der Bühne zu sehen. Er wohl eher schon. Denn eigentlich noch viel wichtiger als irgend welche Hardware oder doofen Feature ist die Show. Und die war früher nun mal besser. So, habe ich das dann doch noch unterbringen können.

Aber im Ernst. Das ist, was bleibt. Nicht noch ein Musik Streaming Dienst. Oder ob mit Hintergrund in hässlich oder ohne. Das kann fast jeder. Es vorführen und im Gedächtnis bleiben eben nicht.

Aber genau das macht den Unterschied. Hat es schon immer und wird es auch immer. Auch das ist erst mal eine wertfreie Feststellung. Persönlich wird es dann, wenn man sich etwas wünscht.

Und mehr als irgend ein neues Icon oder App oder Dienstchen, da wünsche ich mir, dass da ein kleiner Funken überspringt. So wie früher. Denn dieser Funke blieb immer ein klein wenig am Rechner hängen. Und immer, wenn man in aufklappte, dann sprang der ein wenig über und blieb auch ein klein wenig an der eigenen Arbeit hängen und ging dann von dort auf denjenigen über, dem man die eigene Arbeit übergab und von dort dann …

Das ist, was so eine WWDC und eine Keynote ausmachen sollte. Davon haben wir alle mehr als irgend einen Schwanzlängenvergleich mit Samsung und Co.

Nichts ist perfekt im Apple-Land. Noch nie gewesen. Aber die Welt ein klein wenig besser haben sie nun einmal machen können, so bescheuert, wie das klingt. Aber wenn ich an einem Gerät arbeite, welches mir mehr Freude als Ärger bereitet, dann ist das toll und alle haben etwas davon. Das ist das, was Apple immer ausmachte. Punkt.

Und bei allem (zum Teil falschen) Gemeckere: Ich habe da draußen noch nichts Besseres gefunden. Und ich suche täglich, so ist das ja nicht. Denn nur darum geht es. Das beste Werkzeug für den Job zu finden. Das verstehen nur viele nicht und verwechseln das auch immer noch so oft.

In letzter Zeit anscheinend Apple selber mal gerne.

Wenn ich irgend welche kleinere Erwartungen haben sollte, dann gehen die alle in die Richtung. Dass wir alle zusammen und gemeinsam den Kopp noch mal in die richtige Richtung gedreht bekommen.

Denn eigentlich ist die WWDC keine Spielzeugmesse …

Ach, wenn doch bloß!

So, da steht sie also mal wieder vor der Türe – die WWDC. Flach soll es werden. Und alles noch viel tollerer und besserer und überhaupt. Dann wollen da einige immer noch einen Mac Pro und einen Fernseher und ein noch flacheres Retina MacBook und ein iPhone mini und dann noch etwas ganz anderes.

Dazu noch 1267 neue Features für iOS und OSX und das tv und dann noch ne olle Uhr und Musik für lau und … und sonst geht es euch noch gut?

Ich möchte auch jede Woche zwei Mal im Lotto gewinnen und bin dann jedes Mal wieder aufs Neue enttäuscht. Ich lerne es aber auch nicht mehr.

Und ihr so?

Nix Genaues weiß man nie

Ist euch etwas aufgefallen? Wir langweilen uns seit Monaten. Es gibt nichts Neues aus Cupertino. Vor allem gibt es nicht mal richtige Gerüchte. Ich habe beschlossen, dies als gutes Omen zu sehen.

Türen endlich mal wieder geschlossen und es wird gewerkelt; also hoffentlich.

Ich finde es ja so rum um Längen besser, als vorher Alles schon bis ins kleinste Detail genaustens zu kennen. Und zwar so, dass man schon dran rum meckern kann, bevor man es überhaupt jemals in den Händen halten konnte.

Zwei Wochen also noch und wir bekommen zumindest schon mal einen Ausblick auf iOS 7 und (hoffentlich auch) OS X 10.9.

Ich kann mich immer nur wiederholen, aber es kann nichts wirklich komplett Neues mehr geben. War Alles schon da. Jetzt nur in anders. Und dieses Mal wissen wir es nicht mal wirklich vorher. Ist fast, wie früher. Und da war ja eh alles besser. Und nun vielleicht auch später.

Und dann wäre da ja noch eine Sache mit dem Nicht-Wissen. Dann glaubt man nämlich vieles falsch. Oder lässt sich glauben machen.

Angeblich geht es ja Apple so schlecht. Deswegen muss ja Foxconn angeblich schon Fertigungsstrecken dringend weiter vermieten und will eigene Dinge bauen.

Und heute erfährt man dann, dass Apple Aufträge verstärkt an Pegatron vergeben haben soll. Angeblich für dieses vielbeschworene Billig-iPhone. Ist halt so eine Sache mit dem Nicht-Wissen. Dann glaubt man viel Falsches.

Ich glaube das mit diesem Plastikphönchen erst, wenn ich es in der Hand halte.

Bis dahin: Glaubt nicht alles, was wir Dummschwätzer mit Internetanschluss gar nicht wissen können :–)

Wenn man auf einmal keinen Schatten mehr hat

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Das Problem mit dem Schatten haben ist nicht der Schatten an sich. Ist ist das Drumherum. Und davon gibt es oft zuviel. Und zu hässlich. Angeblich sollen wir ja ein komplett flaches und eher farbloses iOS 7 bekommen.

Und komplett flach bedeutet dann auch, dass wir auf einmal keinen Schatten mehr haben.

Ich habe gerne einen Schatten. Ich bin ein Anhänger des Schattens. Ich finde das komplette iOS (von Anbeginn an) hässlich. Aber es funktioniert. Ich habe schon immer (und liebe immer noch) das gute alte Classic Mac OS geliebt. Aber, da damals technisch noch nicht möglich, hat da immer schon ein Schatten gefehlt.

Und es hat ja auch einen Grund, warum Apple Quartz und Quartz Extreme ‘erfunden’ hat und wir im Laufe der Jahre immer mehr Schatten bekommen haben. Und der hat nicht (nur) etwas mit Augenzucker zu tun. Es geht schlicht und einfach um Erleichterung.

Wissen, wo oben und unten und wo Obendrüber und Untendrunter ist hat seine Vorteile. Man kann alles flach und alles ohne Schatten auch für die Augen schön machen – ich mag Metro – aber zum richtigen Arbeiten ist das nun einmal eher hinderlich.

Und die wirklichen Probleme mit iOS (oder OS X) sind nicht die hässlichen Hintergründe oder die Schatten. iTunes 11 ist optisch besser als die Vorgänger. Aber nur mit Optik löst man nicht ein einziges fundamentales Problem.

Und nimmt man den Schattens weg, dann hat man schon mal wieder eines mehr. Ich hoffe wirklich, dass unser aller Jony nicht so etwas abliefert, wie das iPhone 5. Ich will keine iOS Oberfläche für das Museum. Ich will etwas zum Anfassen und benutzen.

Mein iPhone 5 liegt nur noch im Schrank. Ich nehme wieder das 4rer. Denn das hat noch einen Schatten.

Und ich auch, ich weiß. Ich weiß aber, dass ich damit nicht alleine bin. Was ich nicht weiß, ist ob dies auch jemand in Cupertino (noch) weiß …

iOS 86 Website

Klarmachen zum Kentern!

Irgend jemand hat mal behauptet, dass man dann die Bühne verlassen soll, wenn noch ein bisschen Restwürde vorhanden ist. Dies gilt auch für die politische. Nur ist da wohl so gar nichts mehr übrig.

Wenn ich mir die heutigen Reaktionen so anschaue, kommt mir immer mehr der Verdacht, dass das Problem mit den Piraten gar nicht mal so sehr die Piraten sind. Eines mit der Realität ist es wohl schon eher.

Aber das haben wir alle. Das hat auch die CDU und die FDP erst recht. Und die Grünen erst.

Was die aber alle nicht so haben, ist ein Haufen Bessertwitterer mit noch größerem Realitätsverlust.

Es ist ja eine Sache, sich zu überlegen, das Glashaus kurz abzudunkeln und mit Gummisteinen um sich zu schmeißen – es ist eine völlig andere, von außen auf eben dieses Häuschen absichtlich nicht nur Dreck zu schmeißen. Also virtuell. Vom Rechner weg bewegen ist ja nicht mehr. Haben wir verlernt.

Besser machen schon mal gar nicht.

Ich bin auch ab und an so ein zeitlich begrenzter Bessertwitterer. Manchmal bin ich sogar schlimmer und schaffe mir meine eigenen Plattform. Auch wenn ich mir einbilden kann, dabei nie die armseligste Stufe verwendet zu haben – einreihen muss ich mich in die selbe Schublade.

Die Sache mit dem besser Machen ist nur so eine Sache. Auch wenn ich täglich drüber nachdenke, ich weiß, was ich kann und was ich lassen sollte. Und dann gibt es da noch ein viel grundsätzlicheres Problem:

Jede weitere Partei macht es noch schlimmer. Unweigerlich. Schaut mal ins europäische Nachbar- und Ausland. Ab drei/vier fangen die Probleme erst an. Allerdings könnte auch der Versuch, es anders machen zu müssen das größte Problem von allem gewesen sein.

Ein wenig besser wäre vermutlich die viel erfolgreichere Variante gewesen. Und die größere Leistung. Aber auch in Orange ist man nicht vor Hybris und Machtgier befreit. Bei Schwarz, Rot und Grün hat man halt nur mehr Erfahrung damit.

Orange ist gescheitert. Ja, ist es. Hört auf euch etwas vor zu machen. Wir haben dabei eine Menge gelernt. Und zwar alle.

Wäre schön, wenn wir dies dann jetzt auch mal umsetzen würden …

Hier ist eine Idee

Erst einmal: Legal und Anstand sind nicht das Selbe. Und schon gar nicht das Gleiche. Und dann: Könnte ich es mal so einfach, dann würde ich meine kläglichen Gewinne auch nach Irland, in die Niederlande und wohin auch immer verschiffen. Ihr übrigens auch.

Das macht es nicht besser. Auch nicht, dass alle (aber wirklich alle), die es können, auch tun. Nur können es nicht alle. Also du und ich und dein Nachbar und deine Mutter. Wir zahlen. Drauf.

Vorne und hinten. Staatlich gefördert.

Und diese ganze Aufregung ist auch nur eine Schlagzeile und eine noch größere Nebelbombe. Und dann war es das auch schon. Da kann man sich jetzt fein aufregen. Man kann es auch lassen.

Ich hätte eine bessere Idee:

Firmen zahlen überhaupt keine Steuern mehr. Nirgendwo auf dieser Welt.

Dann gibt es schon mal gar keinen Grund mehr zu tricksen. Dafür zahlen dann aber auch alle CEOs und CIOs und CESONSTWAS. Und wer mehr Arbeitsplätze schafft als abschafft und das noch im eigenen Land, der bekommt Steuererleichterungen für die Belegschaft. Und nur für die …

Die Sache mit der Bearbeitung

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Wo wir heute gerade bei dem Thema sind, gibt es gleich auch noch mal ein bisschen Eigensenf.

Es geht ja gerade mal wieder hoch her, was das World Press Photo Contest Siegerbild angeht. Da haben ein paar Menschen mit zuviel Langeweile und keiner eigenen kreativen oder gar lebensgefährlichen Arbeit also mal wieder ein Bild untersucht.

Und oh Wunder – es wurde bearbeitet. Nein so was aber auch. Das hätte ich euch auch ohne Software erzählen können. Und dies nicht nur, weil man es bei diesem (und in meinen Augen nicht wirklich guten Bild) auf Anhieb sehen kann – nein, es gibt einen viel, viel simpleren Grund:

Jedes Bild ist bearbeitet. Punkt.

Jedes jemals geschossene und entwickelte Bild ist bearbeitet. Schon immer. Und dies auch völlig unabhängig davon, ob es sich um eine alte und so was von analoge Silberplatte handelt, ein tolles Schwarz-Weiß-Bild auf einem guten ORWO Film oder ein völlig aus Einsen und Nullen bestehendes Bild im Web.

Schon mal was von Belichtung, Ausschnitt, Abwedeln und dergleichen gehört?

Ich habe meine ersten Bilder noch selber entwickelt. Ja, so alt bin ich. Und ich habe Unsummen verbraucht, bis ich mit meinen eigenen Rezepturen für die Entwicklerflüssigkeiten zufrieden war. Damit man Farben hatte, die so gar nicht waren. Für Stimmungen von denen die doofe Kamera aber auch so gar nichts wusste.

Nicht davon zu reden, wie viele Meter man vom guten Ilford Papier verschwenden musste, bis man mit dem Ergebnis zufrieden war.

Jedes dieser wichtigen Bilder, die sich in unser kollektives Gehirn gebrannt haben, ist bearbeitet. Damals waren die Mittel nur andere, dienten aber alle dem selben Zweck:

Man erzählt eine Geschichte. In aller Regel durch Verdichtung. Hervorhebung des Wichtigen, Ausblenden der Nebensächlichkeiten.

Der gefallene Soldat im Spanischen Bürgerkrieg? Bearbeitet!
Das Hissen der Sowjet-Flagge auf dem Brandenburger Tor? Bearbeitet!
Der Soldat, der in den Westen hüpft? Bearbeitet!
Das nackte, verbrannte vietnamesische Mädchen? Bearbeitet!

Die Mittel haben sich geändert und was heute mittels Digitalkameras und Aperture, Lightroom und Photoshop möglich ist – ist unglaublich, toll und besorgniserregend zugleich.

Alle, die nicht so alt sind wie ich, nehmen weitgehend unbearbeitete Bilder mittlerweile schon als ‘falsch’ und ‘künstlich’ war. So weit ist es schon.

Aber jetzt ein Fass aufzumachen, weil ein Fotograf/Reporter seinen Job gemacht hat und was von Realität oder Objektivität zu faseln ist genau so lächerlich, wie schon all die anderen Jahre davor.

Und wie im nächsten Jahr wieder.

Könnten wir bitte lieber mal darüber reden, wie ein so schlecht bearbeitetes Bild gewinnen konnte?

Wenn Stille gar nicht gut ist

Ich persönlich liebe Stille. Menschen, die die Klappe halten können, sind mir die liebsten. Ich weiß nicht, wie oft ich schon in meinem Leben umgezogen bin, weil mir die Nachbarn auf den Sack gegangen sind und wenn ich genug gespart habe, dann ziehe ich auf eine kleine schwedische Insel um; mit nur einem Haus drauf und ganz vielen Fischen für den Ollerum.

Aber manchmal, da ist Stille doch nichts Gutes. Wenn man gerade was gesagt hat und alle schauen nur betreten unter sich, zum Beispiel.

Oder wenn man der Technologie- und Innovationsbetrieb Nummer 1 der Welt ist und man hört nichts. Seit Wochen und Monaten.

Und nein, das hat nichts mit Geheimniskrämerei zu tun. Denn früher – also noch letztes Jahr – da haben wir die Stille mit Gerüchten und verwackelten Aufnahmen von langweiligen Elektroteilen aufgefüllt.

Und dieses Jahr so?

Mein Gott – wir verkaufen, kriegen verkauft und – um Himmelswillen – wir lesen sie auch noch, die Nachrichten über Windows 8 Verkaufszahlen und den Geschmack von Cola …

Nun, die Sache ist die …

Wer ein Werkzeug, ein Hilfsmittel mit einem Spielzeug verwechselt, der wacht eines Tages enttäuscht auf. Und wie es aussieht, da haben nicht wenige gerade so einen Tag.

Denn dieses ganze Getöse war aus und für die falschen Gründe. Egal wie schön (oder auch nicht) es aussehen mag, wie viele Menschen es besitzen oder besitzen wollen – im Endeffekt ist ein Smartphone oder ein Tablet doch auch nichts anderes als ein Werkzeug, ein Hilfsmittel.

Das Interesse an Spielzeugen verlieren wir sehr schnell. Werkzeuge, Hilfsmittel dagegen benutzen wir weiter. Drum wurden all diese iPhone 5 und iPads die ganze Zeit vielleicht einfach nur in der falschen Verpackung, im falschen Gang verkauft und wir sind alle nur zur falschen Stelle gelaufen. Es kann natürlich auch sein, dass die alle nur dort ausgestellt wurden, weil wir einfach immer nur an der falschen Stelle angefangen haben zu suchen.

Dies würde diese ganze allgemeine Ernüchterung erklären; und ich rede hier nicht über diese dämlichen Aktienwerte. Ich denke auch nicht, dass dies per se eine schlechte Sache ist oder sein muss. Aber man sollte einfach nicht weiter Werkzeuge, Hilfsmittel als Spielzeuge verkaufen. Menschen kapieren nun einmal so schlecht den Unterschied und mögen die Spielzeuge auch viel lieber. Oder denken zumindest, dass sie sie mehr (besser) lieben.

Henne, Ei, iPhone, Spielzeug, Werkzeug – wer weiß das immer schon so genau?

Ich bin ja ganz stark dafür, dass wir uns lieber mal die Salmonellen etwas intensiver anschauen sollten …

Wenn man Windows zu viel Bedeutung beimisst

Angeblich soll ja Windows 8 am Einsturz des PC Marktes schuld sein. Sagen zumindest Momentan alle; selbst SPON und dann muss es ja stimmen. Oder auch nicht.

Denn da haben alle wohl die letzten Jahre geschlafen. Der bricht schon seit Jahren. Der PC Markt, von dem sie alle reden, den gibt es nämlich schon seit Ewigkeiten nicht mehr.

Und nein, es ist auch nicht das böse iPad alleine.

Aber es ist doch auch immer schön, wenn man einen Schuldigen hat. Böses Windows aber auch. Hat es doch alle PC Hersteller mit der Peitsche gezwungen, jahrzehntelang nur zu schlafen und das gleiche bis selbe tote Pferd zu reiten.

Wer permanent nur hinterher rennt, wird irgendwann von sich selber eingeholt. Dann allerdings in noch schneller. Dies gilt übrigens genau so für alle Nutzer. Wer permanent nur abwartet und nur auf ein Pferd setzt, vergisst auch gerne mal, dessen Puls zu fühlen.

Und das hat nichts damit zu tun, dass alles immer neu und toll und noch neuer sein muss. Es bedeutet lediglich, dass alles nun einmal ein Ende hat. Auch wenn man das nur so ungern wahr haben möchte.

Und dann sind immer die anderen Schuld. Nicht, dass man nicht genug an Windows 8 rum meckern könnte – aber am Untergang des Abendlandes PC Marktes ist es nun wahrlich nicht Schuld.

Dieses Grab haben kollektiv eine Menge mehr Aussitzer geschaufelt …

Ich habe mal was Schlaues von mir gegeben

Open starts in your head, and only there. Closed begins and ends with your actions. The rest is just tools!

How to break the internet – or what open really means