10 Years of Making Apps

Alles aus der Kommentar Schublade



Wenn rechts ziemlich weit unten hängt

Sonntags früh, wenn die meisten von euch noch friedlich schlafen und der Ollerum mich wieder aus dem Bett geschmissen hat und das Wetter schön ist, dann hole ich mein Opa-Auto aus der Garage und mache Ausflug.

Ausflug macht nur Spaß, wenn man kilometerweit keinem begegnet und man nicht permanent jemanden vor der Nase hat, der auch alleine auf der Welt zu sein scheint.

Um also alleine auf der Welt zu sein, und wenn es nur für ein paar Stunden an einem Sonntag Morgen ist, muss man allen anderen, die auch alleine auf der Welt sind, aus dem Weg gehen.

Dies gelingt relativ einfach, wenn man süd-östlich aus Berlin heraus fährt und sich immer Richtung Polen hält und dabei die kleineren Straßen durch die noch kleineren Dörfer einschlägt.

Letzten Sonntag habe ich es geschafft, eine komplette Stunde lang bei Sonnenaufgang keiner Menschenseele zu begegnen; dafür standen unzählige Rehe nebst Nachwuchs in der Gegend und auf der Fahrbahn rum.

Das war richtig schön.

Was dagegen nie so schön ist, ist die Tatsache, dass man, je weiter man Richtung Polen kommt, die NPD und Co Wahlplakate anfangen immer tiefer zu hängen.

In Berlin würde so ein Schild keine Minute überleben. Zwanzig Kilometer weiter draußen hängen die auf Augenhöhe für Wochen.

Vierzig Kilometer weiter draußen gibt es dann mehr von der Sorte als von allen anderen Parteien zusammen.

Lachen muss man, wenn sich doch da doch tatsächlich eines von der FDP zwischen den zerbröckelnden Häuser und aufgegebenen Geschäften verirrt hat.

Wenn man dann in Polen angekommen ist, dann werden die Straßen auf einmal wieder besser, in kleinen Dörfern gibt es immer mindestens einen geöffneten Lebensmittelladen und selbst das mobile Internet ist schneller - aber das ist eine andere Geschichte für einen anderen Zeitpunkt.

Zurück zu den fast am Boden kratzenden und zum großen Teil menschenverachtenden Plakaten, die unbehelligt in der Mitte eines Dorfes in Deutschland hängen können; in der Mitte so verdammt vieler Dörfer in Deutschland.

Ich war schon lange nicht mehr in Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Co - aber man kann wohl erahnen, was dort für Schilder hängen könnten - und seien sie auch nur die Bretter vor den Köpfen so mancher Dorf- und auch Stadtbewohner.

Und da gibt es tatsächlich noch Menschen, die sich wundern, warum die Europa Wahl so ausgegangen ist.

Jetzt wartet mal, bis die Schilder in diesem Land weiter vor dringen und auch in größeren Städten wieder immer weiter unten hängen können.

Die AfD hat in manchen Regionen bei uns zehn Prozent und mehr erreicht. Und das nicht nur (aber natürlich auch) kurz vor Polen.

Selbst unsere Merkel ist jedes noch so ärmliche Mittel lieb; wenn in trüben Gewässern gefischt werden muss, dann macht auch sie sich braun dreckig.

Und in dem Farbbereich haben Logik, Fakten, Zahlen und Anstand nichts verloren.

Nun ist es ein Einfaches den digitalen, voll gefressenen, überheblichen Zeigefinger am Schreibtisch einer 20-Euro-Kaltmiete-Wohnung zu erheben und sich anschließend zurück zu lehnen.

Ich habe leider keine Zahlen gefunden - aber ich wette, die allermeisten, die gegen eine Bebauung des Tempelhofer Feldes waren, wohnen halbwegs gescheit, halbwegs mittig, halbwegs bezahlbar und fahren am Wochenende mit ihrem Auto dahin, um mal kurz etwas Sonne zu tanken und ungelenk auf den Rollerblades die anderen zu nerven.

Ja, das ist plump, das ist polemisch und dennoch wohl ziemlich nahe an der Realität und vor allem geht es um einen wichtigen Punkt:

Es gibt immer zwei Seiten und alles hängt zusammen.

Man hätte dort auch bezahlbare Wohnungen bauen können, so man das irgendwie in einen Volksentscheid gepackt hätte.

Als es darum ging, sich aus der Vattenfall-Klaue zu befreien, da waren die, die den Unterschied hätten machen können, nicht ‘betroffen’ genug.

Das folgende kann man jetzt missverstehen, so man denn will. Man muss es aber nicht. Es gilt aber genau so für andere Städte, Stadtteile und eben auch Länder.

Fahrt mal aus Mitte, dem Prenzlberg, Charlottenburg (der schöneren Ecke) heraus und stellt euch mal für ein paar Minuten im Wedding oder in Neukölln hin.

Die Menschen haben andere Sorgen als ich. Das kann man sehen, das kann man spüren, so man den will.

Das vergisst man nur so leicht und so schnell; daheim im Elfenbeintürmchen.

Und der Unterschied ist nicht harte Arbeit, Ehrgeiz, Faulheit oder was es da noch so an Schimpfworten gibt.

Der Unterschied ist ganz oft reines Glück und eben der Standort.

Auch das vergisst man so ganz schnell, wenn man Glück hatte und am richtigen Ort aufgewachsen ist und lebt.

Das führt dann dazu, dass man ein paar Kilometer hinter Berlin erst einmal geneigt ist, mit dem Kopf zu schütteln, ob der vielen (zu) tief hängenden rechten Plakate.

Automatisch; weil wir Menschen sind.

Nur die Plakate wurden auch nur von Menschen aufgehängt und andere Menschen lassen sie hängen.

Weniger Glück. Falscher Ort.

Nein, das ist natürlich keine Entschuldigung - aber eine Erklärung.

Und nein, ich habe keinen Zusammenhang zwischen diesen Orten, diesen Plakaten, Menschen und dem Wedding hergestellt und eine Verallgemeinerung getroffen; dies nur noch mal in aller Deutlichkeit.

Was ich allerdings deutlich machen wollte, ist die Tatsache, das ‘andere’ Orte oft nur ein paar Kilometer weit entfernt sein können.

Und das alles was wir tun Auswirkungen hat; Auswirkungen auf unsere Umgebung.

Ungläubig mit dem Kopf schüttelnd an Plakaten vorbei zu fahren dürfte nur nichts an ihnen ändern.

Notiz an mich selber: Sich eine Gotcha-Pistole für den nächsten Ausflug anzuschaffen mag zwar Spaß machen, helfen dürfte es auch eher wenig.

Sollte ich mich bis jetzt mit so mancher Aussage hier noch nicht unbeliebt genug gemacht haben, dann kann ich da jetzt noch einen drauf setzen:

Die Schuld an solch tief hängenden Plakaten und dem Ausgang der EU-Wahl, die Schuld tragen nicht die Personen, die die Plakate aufgehängt haben.

Die Schuld tragen wir, die wir die Plakate nicht direkt wieder herunter geholt haben und vor allem tragen wir die Schuld dafür, dass sie überhaupt erst aufgehängt wurden.

Wenn das einzige Lagerfeuer in 50 oder 100 Kilometer Umgebung, das du als Kind/Jugendlicher erlebt hast, mit ‘rechtem’ Gedankengut finanziert und organisiert wurde, dann hat das Auswirkungen.

Wenn das Glück nicht ganz so vorhanden und der Ort falsch, die Wut, die Ohnmacht und der Frust nur lange genug genährt wurden, dann ziehen irgendwann nur noch ganz simple Sprüche.

Es sind die ganz simplen Parolen, die dieses Mal überall in Europa ‘gewonnen’ haben und die Aussichten stehen schlecht, dass sich daran so schnell etwas ändert.

Und nicht die Menschen mit diesen Parolen müssen sich als erstes ändern.

Auch das vergessen ‘wir’ an unseren mit etwas mehr Glück behafteten Standorten - und den daraus für uns so selbstverständlich resultierenden Standpunkten - so gerne und so schnell.

Ja, so Dinge gehen einem durch den Kopf, während man an Bambis und NPD Plakaten der Sonne entgegen fährt. Vorbei an bröselnden Bushaltestellen, an denen Sonntags schon seit Jahren kein Bus mehr gehalten hat.

Sie sollten uns noch viel öfter durch den Kopf gehen …

Der aktuelle Stand der iOS und iPhone Alternativen

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Vorneweg: Ich mag den Ausdruck Alternativen nicht wirklich. Das klingt, gerade in so einem Zusammenhang, immer nach ‘Ich will ja eigentlich aber ich bin zu geizig oder muss immer dagegen sein’ und weniger nach wirklichen … na, Alternativen halt.

Dabei sind Alternativen so verdammt wichtig. Leider merken wir dies immer erst dann, wenn wir feststellen, dass wir eigentlich keine haben und selber auch eher wenig bis gar nichts dazu beigetragen habe, welche zu bekommen.

Und dies betrifft nicht nur die Ratlosigkeit vor der nächsten Wahlurne.

Natürlich ist das Gegenteil von Alternativlosigkeit auch eher mittelprächtig bis nervig. Und wenn man sich so in einem dieser O2, BASE und Telekomiker Shops verläuft, dann erschlägt eine das Angebot ja eher.

Wobei das mit dem Angebot jetzt rein auf die Menge bezogen ist und nicht auf die Qualität. Denn wenn man mal etwas genauer schaut, dann ist das Angebot ganz schnell keines mehr.

Dann besteht fast alles aus irgend etwas von Samsung mit einem von Samsung angepasstem 4.x Android.

Für all die Menschen, die Lesen mit dem Anspringen (sprich Lossabbern) auf drei oder vier Schlüsselwörter verwechseln, an dieser Stelle gleich mal ein Hinweis ohne absichtlich verwendeter Reizworte. Diese Aussage ist nicht gleichzusetzen mit:

Der Depp von Michael hat gesagt, dass Android keine Alternative ist und alle Teile von Samsung sind scheiße. Diesem bescheuerte Apple-Fanboy werde ich jetzt gleich mal in den Kommentaren die Meinung aber so etwas von geigen.

Ich habe es schon so oft gesagt und ich muss es leider immer wieder wiederholen, in der Hoffnung, dass es vielleicht irgendwann jeder Hundertste es dann doch mal verstanden hat:

Mir sind Marken so dermaßen scheißegal. Am liebsten sind mir Dinge, auf denen nichts drauf steht. Ich würde sogar mehr zahlen, wenn nichts drauf stünde. Im Ernst: Wenn auf so einem ollen ThinkPad nicht an jeder Ecke und in quer und hässlich ThinkPad und Lenovo stehen müsste, das wäre mir glatt einen Hunderter mehr wert.

Was bin ich so froh, dass man bei Autos mittlerweile dazu bestellen kann, dass nicht mehr fett drauf steht, was für ein Modell mit wie vielen Zylindern und Kompressoren das jetzt genau ist. Leider kann man immer noch nichts gegen diese ganzen nervigen S, Quattro und sonstigen Poser-Embleme tun.

Ich benutze etwas, weil es gut ist oder, zumindest in dem Bereich, den ich dafür gewillt bin auszugeben, alternativlos.

Und damit wären wir wieder zurück beim eigentlichen Thema:

Alternativen zu haben, zu kennen ist unersetzlich. Gerade bei Dingen, die man zur Arbeit benutzt oder die einem das Leben erleichtern sollen.

Ob diese Dinge nun tatsächlich auf eine Hosentaschentelefon zutreffen können oder überhaupt müssen, ist eine philosophische Frage, der ich hier eher nicht nachgehen will.

Sie sind nun mal da, wir benutzen sie und für viele sind sie unersetzlich oder gar das neue Statussymbol, gerade, wenn man noch zur Schule geht.

Was uns das Bonanza-Bike und der GameBoy - oder eher die ewige Diskussion ob nun Geha oder Pelikan - war, ist das heutige iOS oder Android Gefrage.

Ich konnte übrigens mit keinem davon gut schreiben, wobei das wohl eher mit meiner chronischen Unlust zu tun hatte. Dafür hab ich sowohl Benetton, als auch Esprit getragen und heute kriegt man beides bei Zalando hinterhergeschmissen. Und wenn wir heute zum Füllfederhalter greifen, dann hat der natürlich von Mont Blanc zu sein.

Es ändert sich also nicht wirklich etwas …

Drum können wir uns auch einfach der simplen Frage zuwenden, ob es denn nun mittlerweile eine Alternative zum iPhone und dem iOS gibt; ein wirklich richtig gute oder eine, auf die man hoffen kann, dass sie es bald mal wird.

Und nochmal: Mir geht es bei Alternativen nicht nur darum, Drei Euro Achtzig zu sparen oder weil ich als Kind nie mitspielen durfte grundsätzlich gegen alles zu sein, was die Benetton-Träger von damals heute zum Spielen benutzen. Wer sich bei der Suche nach Alternativen nur vom Geiz blenden lässt, bekommt in der Regel dann auch genau das, was er nicht bezahlt hat.

Es geht mir schlicht und einfach um die Frage nach dem Sinn und dem Nutzen. Und ja, Spaß an der Benutzung hat etwas mit Sinn zu tun.

Und was auch immer gerne übersehen wird ist die Frage nach dem Anwendungsgebiet. Nur weil ich etwas brauche, müsst ihr das nicht brauchen.

Diese Zeilen sind auf einem eher doofen, hässlichen, plastikumhüllten, für das Gesamtpaket überteuertem und für viele Dinge nicht geeignetem ThinPad geschrieben. Denn ich kann auf dem Teil wirklich besser tippen als auf einem MacBook und bin dank der Einschränkungen am Software-Angebot und dem eher unterirdischen Display viel seltener geneigt, mich selber abzulenken. Somit ist es eindeutig das bessere Werkzeug für den Job.

Die Tage erst habe ich irgendwo ein Interview gesehen, in dem der Autor von Game of Throns erzählt hat, dass er sich zum Schreiben an eine uralte gelblich-graue Kiste setzt und tatsächlich noch unter DOS tippt.

Was bei mir bei der ewigen Suche (sprich: Spieltrieb, Neugierde) grundsätzlich auch immer etwas mitschwingt, ist die Hoffnung auf einen neuen Underdog. Die Adoberisierung unserer Möglichkeiten, mittlerweile gerne auch Applerisierung oder Googlerisierung, ist mir ein Dorn im Auge. Noch nie, und damit meine ich wirklich nie, hat dies uns auf lange Sicht mehr Nutzen als Schaden gebracht.

Drum finde ich es persönlich falsch, solche Dinge, wie Ubuntu Phone oder Firefox OS, direkt nur müde zu belächeln und abzutun. Denn dann würde (oder eher müsste) ich diese Zeilen noch mit einem Gänsekiel verfassen oder gar mühsam in meine Höhlenwände ritzen. Und wer nicht mal mit einem Pelikan Füller leserlich schreiben kann …

Ja, ich weiß. Viele Geschwafel und immer noch nichts zum Stand der Dinge; also vermeintlich.

Denn eigentlich ist genau das der Stand der Dinge.

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Die Vergangenheit

Vor nicht allzu langer Zeit, da hatten wir (damit meine ich jetzt so alte Säcke und Säckinnen wie mich) genau ein Telefon. Und ‘wir’ waren eher unsere Eltern.

Wenn unsere Eltern Architekten oder Frauenarzt waren, dann hatten wir (jetzt sind wirklich wir gemeint) eventuell sogar ein eigenes im Kinder/Jugendzimmer zu stehen; in aller Regel aber an der selben Leitung/Nummer.

Diese Teile waren entweder grün, orange oder irgendetwas in undefinierbar gräulich; zum Teil noch mit Wählscheibe und erst viel später mit Tasten. Das Wort Wählscheibe kennt die Autokorrektur übrigens schon gar nicht mehr, wie ich gerade feststellen musste.

Den einzigen Kampf, den wir hätten auf dem Schulhof über unsere Telefone abhalten können, wäre die Frage nach der Farbe gewesen.

Auch gab es keine wirklichen Alternativen und wir (also jetzt wieder unsere Eltern) haben alle das selbe für so ein Teil ausgegeben. Die gab es bei der Post. Und nur dort. Wer ein längeres Kabel haben wollte, musste bis zu sechs Wochen warten und durfte es nicht selber anschließen, das war ein Straftatbestand!

Ich hatte meinen ersten Sex lange bevor ich meine erste SMS abgeschickt habe und damals waren die noch kostenlos.

Da stellte sich die Frage nach dem Nutzen, dem Einsatzgebiet nicht wirklich. Somit war die Frage nach Alternativen auch nicht wirklich notwendig.

Und heute wählt man die Menschen, denen man auf Twitter (in der Hosentasche) folgt, stellenweise danach aus, ob die nun ein iPhone oder etwas von Samsung benutzen.

Man, was haben wir es doch weit gebracht …

Die Gegenwart

Allerdings muss heute auch kein Siebenjähriger mit seiner Schwester darüber streiten, wann sie denn nun endlich die Leitung frei macht.

Dank LTE, vier bis acht Kernen bei 64 Bit, einer GPU, die unsere GameBoys zum Explodieren gebrachte hätte und der Bodenlosigkeit des Internets, da geht es schon lange nicht mehr darum zu telefonieren oder schnell mal eine SMS zu verschicken.

Wir ‘brauchen’ mehr als die Auswahl zwischen drei Farben und der Frage, ob die drei Meter Schnur nicht ausreicht, damit man nicht ewig warten muss.

Zumindest bilden wir uns das ein; oder lassen es uns nur zu gerne einbilden.

Und damit wären wir endlich bei der Ursprungsfrage nach der iPhone iOS Alternative. Dabei schwingt ja auch immer die Frage nach der Zukunft von Schreibtischrechnern gleich mit.

Ich habe mich die letzten Tage und Wochen intensiv damit beschäftigt. Sowohl am Desktop, als dann jetzt auch im mobilen Bereich.

Denn, auch wenn mancher es vielleicht nicht wahr haben will, es wird ein Zeit nach Apple geben. Es wird auch eine Zeit nach den ganzen ‘nativen’ Apps geben.

Ja, das aus dem Mund des Kerles, der native Apps mag, schreibt und alles mit Web eher doof findet; also alles mit Web-Apps.

Das liegt aber weniger am Web und dessen Technologien - sondern an den ganzen Firmen, die es können müssten und das nötige Geld hätten und uns dennoch so dermaßen schlechte Web-Apps vor die Füße schmeißen.

Selbst heute kann man schon sehr gute Web-Apps schreiben, so man denn will.

Und für diese brauchen wir die passenden Geräte und die passende Umgebung, im weiteren Sinne wohl schlicht als System zu bezeichnen.

Ja, ich rede von HTML5 und seinen Nachfolgern, so wie die Sache aussieht und sofern da jetzt nicht noch von irgend einer Ecke etwas kommt, dass noch keiner auf dem Radar hat; oder nur irgendwelche ganz nerdigen Nerds.

Aus dem Grund habe ich mir auch bewusst Dinge angeschaut, die dann eher noch in den Kinderschuhen stecken oder nur mitleidig belächelt werden können, wenn man seit Jahren iOS oder Android gewöhnt ist:

Ubuntu Phone

Seit ein paar Wochen gibt es eine als ‘relativ stabil’ bezeichnete Entwicklerversion, die auf einem Nexus 4 recht einfach installierbar ist. Das Nexus 4 Phone und das Nexus 7 von 2013 sind die Referenzgeräte. Es gibt Portierungen für andere Geräte, wie dem Galaxy 4 - aber die sind nicht offiziell unterstützt und bei denen funktioniert dann zum Teil noch weniger.

Und das mit dem Weniger ist schon eine Kunst. Ubuntu Phone hielt sich keine zwei Stunden auf dem extra dafür angeschafften Nexus.

Wenn es ein Flughafen wäre, dann wäre es der BER. Wäre es eine Philharmonie, dann stünde es an der Elbe.

Es gibt keine GUI für alles, was die SIM betrifft. Es gibt nicht mal einen gescheiten Lock-Screen, mit dem man sein teures Gerät und die Daten darauf wenigstens rudimentär absichern könnte.

Allerdings bräuchte man das dann wohl auch eher eh nicht zu tun, denn es stellt sich die Frage, woher diese Daten kommen sollten oder eher, worin man sie speichern oder eintragen sollte.

Es gibt (fast) nichts. Ja, es gibt ein Twitter-Web-App, man kann telefonieren und SMS verschicken. Das war es dann auch. Es gibt kein Email Programm, es sei denn man möchte Gmail benutzen; als nicht mal angepasstes Web-App.

Ich mag die Oberfläche, das, was da ist ist auch schon relativ stabil und flott; man kann ein klein wenig Potential erahnen.

Was man allerdings genauso erahnen bis spüren kann, ist wie viel Geld dahinter steckt; oder eher nicht. Die Jungs und Mädels bei Canonical müssen garantiert nicht verhungern, auch hocken die talentierte Leute - aber gegen Mozilla können die nicht anstinken. Von Google, Microsoft und Apple brauchen wir erst gar nicht reden.

Ubuntu hat mit/unter denen fast zehn Jahre gebraucht, um auf Platz drei der meistgenutzten Betriebssysteme zu krackseln.

Und Ubuntu Phone wird auch seine Zeit brauchen. Zehn Jahre werden es vermutlich nicht sein - aber ich habe beschlossen, dass ich frühstens in einem Jahr noch mal einen Blick drauf werfen werde. Vorher lohnt sich das nicht.

Was für Ubuntu spricht, ist, dass es auf dem Desktop bekannt ist, dass eine Menge Menschen weltweit - zum großen Teil in ihrer Freizeit - daran beteiligt sind und dass Apps, sofern es sie denn dann mal in funktionierend gibt, sowohl auf dem Desktop, als auch auf mobilen Geräten laufen werden und auf HTML, CSS und JavaScript basieren.

Noch ist das halt alles in den Kinderschuhen.

Deswegen ist es dann auch sofort wieder von dem LG Nexus Teil herunter geflogen …

Android, bzw. CyanogenMod

Und dieses Nexus Teil lag dann nun so rum und ich war kurz davor, dann da halt wieder das offizielle KitKat drauf zu packen - aber diese, gerade mal wieder hippe, Anti-Google-Haltung hielt mich zurück und ich habe stattdessen eine entgooglefizierte Version von CyanogenMod 11 mittels Terminal aufgespielt und die Standard Apps gegen Alternativen ausgetauscht; unter anderem gegen Firefox, CloudMagic und Cal.

Für die, die nur Hä? und WTF?! verstehen:

CyanogenMod basiert auf Android und dürfte für das ungeübte Auge auch genau so aussehen und sich genau so verhalten. Der ‘Vorteil’ ist, dass man sich nicht mit den, oft bescheuerten, Anpassungen und Änderungen von Samsung, Amazon und Co rumschlagen muss und man es sich eben auch komplett ‘googlefrei’ anpassen kann.

Von Haus aus sind die Google Apps bei der sehr leicht, mittels eigenem Windows Installer, zu installierenden Version mit dabei und wer sich Apps über den PlayStore - und nicht eher dubioseren Quellen - installieren möchte, der sollte auch zu dieser greifen und sich anschließend mittels spezieller Programme (wie zum Beispiel: Root App Delete) die Google Apps und Bestandteile deinstallieren oder zumindest deaktivieren.

Auf diese Art und Weise erhält man ein ausgereiftes, stabiles und gut funktionierendes System, mit dem man sich nicht zwingend an Google und Co binden muss.

Diese Freiheit ist natürlich mit etwas Aufwand und ein wenig vorausgesetztem, nötigem Grundwissen und Ausflügen ins Terminal verbunden.

Der, noch eher philosophische, Nachteil von Android ist, neben der breiten Angriffsfläche für Schadsoftware, dass es sich überwiegend um ‘geschlossene’ Apps handelt. So mancher Android Benutzer, der eben nicht das gängigste Modell verwendet, wird dies schon an der einen oder andern Ecke gemerkt haben, wenn Apps eben nicht angepasst sind.

Ein ‘Single-Page’ responive Web-App muss mittlerweile, wenn gut gemacht, von der Perfomance einem nativen App in keinster Weise nachstehen, ist aber relativ einfach für jedes Gerät und jedes System anpassbar.

Irgendwann werden wir (Entwickler) unsere Programme nur noch in einen ‘nativen’ Container packen und im Kern sind sie dann überall identische HTML5 (oder 6 oder 7 oder …) Apps. Und auch diese ‘Trägerhülle’ wird irgend wann vermutlich komplett weg fallen.

Da dies für den gemeinen Nutzer so etwas von nebensächlich und irgendwann eben nicht jetzt und hier ist, da kann diese Variante des Androids zusammen mit dem passenden Gerät sehr wohl eine gute Alternative darstellen.

Mit dieser ‘freien’ Lösung ist man nicht an einen Anbieter, einen Store, ein Format etc. gebunden.

Und von der Bedienung muss ich Android schon seit einiger Zeit nicht mehr verstecken, viele Dinge sind sogar besser gelöst als unter iOS.

Wenn, dann greift nicht zu einem ollen Samsung Teil, diese Nexus Dinger, gerade dieses Nexus 4 von LG, sind richtig gute Geräte und gebraucht günstig zu haben. Dann legt man noch mal 20 Euro für einen neuen Akku drauf und lässt sich den in einen dieser unzähligen Handy-Repair-Shops für ein Taschengeld austauschen.

Alles in allem habe ich jetzt, zusammen mit einem drahtlosem QI Ladegerät, keine 200 Euro ausgegeben und zwei Stunden für die Einrichtung benötigt.

Dafür besitze ich nun ein gutes, leicht zu bedienendes Smartphone mit gutem Bildschirm, einer guten Akkuleistung, auf dem alle Apps laufen, die ich so brauche und mit dem man nicht wirklich einem iPhone hinterher trauern muss.

Vor nicht mal zwei Jahren konnte man noch deutlich den Unterschied zwischen den meisten iOS und Android Apps erkennen; dem ist nicht mehr so.

Natürlich gibt es auch Ecken und Kanten, so ist zum Beispiel das Einrichten eines Kalenders, der nicht über Google läuft, ein Katastrophe und man muss mehr klicken, da die meisten Programme das mit den Gesten noch nicht wirklich kapiert haben.

Dafür funktioniert, zumindest auf diesem Nexus 4, das Tippen viel besser. Zum einen ist das Gerät breiter, was die Fehler reduziert und zum anderen, weil die virtuelle Tastatur viel durchdachter ist, wenn man sich mal dran gewöhnt hat.

Natürlich kann die nicht mit einem BlackBerry Q10 mithalten. Eine richtige Tastatur ist nicht zu übertreffen und vor allem funktioniert das mit der Autokorrektur und der Vorhersage des nächsten Wortes auf einem BB um Längen besser. Auf meinem Q10 muss ich auch nicht mal die Sprache wechseln und der lernt ständig dazu. Das haben die da schon gescheit gelöst und ich wünschte, Android und iOS würden das mal ganz schnell übernehmen.

Zurück zum Nexus und dem CyanogenMod, bzw. Android:

Momentan und mittlerweile ist das eine Alternative zum iPhone und iOS. Ich bin die ganze letzte Woche mit der Kombination in allen Lebenslagen unterwegs gewesen und ich habe das iPhone nicht vermisst. Die Tastatur meines BlackBerrys schon; aber die vermisse ich immer.

Wo wir gerade dabei sind:

BlackBerry

Es ist schade und ich werde weinen - aber ich (und wir) brauchen nicht mehr darüber reden. Mein Q10 ist ein tolles Stück Hardware und im System steckt eine Menge Hirnschmalz und gute Ideen. RIM wird nicht bald Geschichte sein, weil sie schlechte Smartphones hergestellt haben.

Der Akku hält drei Tage bei der selben Nutzung, bei der ein iPhone nach ein paar Stunden aufgibt, die Sprachqualität ist überragend und der Empfang ist um Längen besser als beim iPhone.

Leider gibt es nicht einen gescheiten Feed Reader dafür. Es gibt auch nicht ein gescheites Markdown Text App - und das, bei der grandiosen Tastatur. Damit ist dann schon alles gesagt. Zu allem Überfluss verhungert man oder bleibt mit leerem Tank irgendwo stehen, sollte man jemals versuchen, mit Hilfe des Teils von A nach B zu kommen.

Und das ist, neben dem Wecker und dem Ablichten des Abendessens, wohl mit das häufigste, was wir mit unseren Hosentaschentelefonen heutzutage so tun; zumindest, wenn man gerade Tourist ist.

Ich werde ihm dennoch lange, lange, lange nachtrauern und täglich beten, dass irgend jemand anders wieder kapiert, dass man eben manche Dinge nicht unter Glas packen sollte.

Ich werde vermutlich mit beiden Dingen ziemlich alleine dastehen.

Auch sind die wenigen vorhandenen Apps meistens aus der Reihe der ‘nativen’ Programme, was zusätzlich schon auf an ablaufendes Haltbarkeitsdatum hinweist.

Haken wir also mit einer Träne im Knopfloch RIM und BlackBerry ab.

Damit wären wir dann auch schon beim nächsten System, welches wir ganz schnell abhaken können:

Nokia Asha

Nokia war dann mal; also zumindest, was wir von Nokia kennen. Zuletzt hatten die Finnen, neben den Windows Phones, ja noch die Asha Plattform in Umlauf gebracht.

Asha Phones sind dann allerdings eher sogenannte ‘Featue Phones’ als ausgewachsene Smartphones.

Ich persönlich mag diese simplen, süßen kleinen Asha Phönchen mit ihrem kindlich naiven System und Design.

Der Akku bei so einem Asha 501 hält einen Monat oder mindestens zwei Wochen bei der üblichen Nutzung. Man hat Email, Twitter, WhatsApp und sogar OneDrive Anbindung nebst Zugriff auf die SD-Karte, von der man im Preis von 50 Euro sogar eine 4GB Variante ‘mit’ dazu bekommt.

Das war es dann allerdings auch schon. Keines der Geräte hat GPS, viele nur 2G und der Kalender synct mit gar nichts und der Browser ist dann doch eher schlecht bis grottig.

Man kann sich natürlich Opera Mini installieren - aber genau an dem sieht man dann das Hauptproblem: Java.

Das mag zwar noch leichter zu portieren sein - aber mit akzeptabler Performance, gerade auf eher schwachen Geräten, hat das dann sogar nichts zu tun.

So ein kleines süßes Nokia mag dann für einen Tuareg, der nur alle zwei Wochen mal eine SMS verschicken muss, wenn er gerade mal Empfang hat und als Höhepunkt mal ein Bild per Email verschicken möchte, genügen - für ‘uns’ reicht das nicht mehr als zu einem müden Lächeln oder einem ‘oh wie süß’ und dass war es dann schon.

Auch brauchen wir uns keine Gedanken darüber zu machen, ob Microsoft auch nur irgend einen Funken an Interesse hat, die Plattform weiter bestehen zu lassen.

Und schwupps sind wir dann auch schon bei der nächsten Möglichkeit angelangt:

Windows (Phone)

Wie man schon auf dem Photo erkennen kann, liegt bei mir kein Lumina rum und ich habe (und werde vermutlich nie) Windows (Phone) als Alternative in Betracht gezogen.

Ich habe sie natürlich schon in der Hand gehabt und mit rum gespielt und ich mag auch viele der Ansätz, die es mit sich bringt - aber das Gesamtpaket ist nichts, was ich haben wollte. Sorry, das mag unfair sein, ich ihnen Unrecht tun - aber ich noch nicht eine Person gesehen, die tatsächlich mit einem Windows Phone unterwegs ist und das Surface kenne ich nur aus einer dieser vielen Shows, die einen Arsch voll Geld dafür bekommen, dass es permanent und äußerst nervig ins Bild gehalten wird.

Ich finde, damit ist eigentlich auch alles gesagt. Was für Windows (Phone) spräche ist die Tatsache, dass sie in Redmond das mit den Web-Apps vermutlich erkannt haben. Wobei es natürlich auch darum ging/geht, wenigstens ein paar der wichtigsten Apps auf die Plattform zu bekommen und das geht nun mal relativ einfach mit einer ‘Hülle’ für Webseiten, um das mal so schlampig und unprofessionell auszudrücken.

Windows (Phone) jetzt generell abzuhaken, so wie den BlackBerry oder Nokias Asha Plattform, halte ich für falsch und wer weiß, vielleicht überraschen sie uns ja alle noch.

Dennoch betrachte ich es (momentan) nicht als wirkliche Alternative.

Und damit wären wir dann beim letzten System im Bunde angekommen, dem:

Firefox OS

Um es gleich mal vorweg zu nehmen, von allen (wenigen) Möglichkeiten, halte ich momentan FFOS für die am vielversprechendste; was nicht heißt, dass es jetzt schon eine für jedermann ist oder recht schnell sein wird.

Wenn man sich ein Smartphone mit Firefox OS bestellt, dann bekommt man momentan noch eher eines aus der billigeren Sorte - kann dann allerdings auch sofort loslegen und alles damit tun, was die allermeisten mit so einen Teil zu 99 Prozent eh nur benötigen.

Man telefoniert, man schickt SMS, man schreibt Emails, man trollt auf Facebook und Twitter rum und man spielt mal ein kleines Spielchen.

Das alles geht direkt und ohne Probleme, bis hin zum Einrichten eines DavCAL Kalenders in weniger als einer Minute.

Ja, es gibt noch Bugs, Copy and Paste ist noch in Arbeit und WhatsApp gibt es auch noch nicht. Das kann aber nur noch eine Frage der Zeit sein.

Natürlich ist das (noch) nicht auf dem Niveau eines gereiften Androids oder gar eines iOS - aber man merkt dem System an, dass da mehr Geld und somit mehr Personen dahinter stecken, als bei Ubuntu und wenn man sieht, was für riesige Schritte die alleine von Version 1.0 zu Version 1.3 gemacht haben.

Die Performance ist gut und wenn man das nicht nur auf einem eher billigen/schlechten Phone installiert, dann kommt so etwas wie Freude auf. Ich hatte das zwischenzeitlich mal kurz auf dem Nexus 4 und dann sah das schon ganz anders aus. Wenn die dann die Grafiken endlich auch mal für die besseren Bildschirme anpassen würden, könnte man richtig Spaß haben.

Aber selbst auf diesem billigen ZTE Open C Teil habe ich alles, was ich eigentlich brauche. Ich kann meine Mails beantworten, Termine anlegen und synchronisiern, twittern, Musik hören und es gibt sogar einen halbwegs gescheiten Feed Reader mit Feedly Anbindung. Auch kann ich selbst auf diesem Low-Budget-Phone einen Wifi-Hotspot einrichten und mich mit der Freisprecheinrichtung verbinden. Damit sind meine Bedürfnisse zu 99 Prozent abgedeckt; für 80 Euro.

Ja natürlich gibt es noch einige Bugs und natürlich sind so manche Ecken noch eher ungeschliffen und verbesserungswürdig, gerade, was das Design angeht - aber alles in allem war ich dann angenehm überrascht, gerade nach der Ubuntu Enttäuschung.

Und das Beste ist: Selbst das Kamera-App oder das Telefon-App (sowie all die anderen) sind eigentlich im Kern nichts anderes als ein bisschen HTML, CSS und JavaScript. Und dafür ist die Performance selbst auf einem eher bescheidenem Gerät erstaunlich gut.

Wer weiß, was er tut, hat sein bestehendes Web-App innerhalb weniger Stunden angepasst und verpackt.

Ich bin sogar so begeistert, dass ich mir vorgenommen habe die Tage ein Geekphone zu bestellen, um mich nicht permanent über den schlechten Bildschirm oder das grottige Plastik bei dem Billig-ZTE-Teil zu ärgern.

Denn dann kann ich sowohl das iPhone, als auch das Nexus oder den BlackBerry zu Hause liegen lassen; ich brauche nicht mehr von meinem Telefon.

Mozilla sollte sich nur selbst ganz schnell den Gefallen tun und sein gar nicht mal schlechtes System nur auf minderwertigen Phones auszuliefern. Ist der Ruf erst einmal ruiniert …

Ich bin dafür, dass auch ihr FFOS ruhig mal im Auge behalten solltet. Es würde mich nicht wundern, wenn die in ein paar Jahren Windows Phone locker überholt haben.

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Das Fazit

An Android und iOS kommt natürlich die nächste Zeit nichts vorbei und selbst Android ist immer noch hinter dem Gesamtpaket iPhone und iOS einzuordnen - aber die Lücken werden kleiner. Wer, aus welchen Gründen auch immer, kein iPhone, kein iOS möchte, der kann getrost zum neusten Android greifen, sollte aber an der Hardware nicht unbedingt zu viel sparen. Denn das trübt den Spaß schon recht schnell und mehr als das verwendete System.

Noch ist Firefox OS natürlich weit davon entfernt, als wirkliche Alternative betrachtet zu werden - aber ich würde mich nicht wundern, wenn es irgendwann die ‘Dritte Kraft’ im Bunde würde.

Wie immer und wie bei Allem wäre eine Kombination aus allen Möglichkeitsrosinen das Beste. Leider muss man es dann selber machen und das dürfte selbt in Zeiten von 3D-Druckern und GitHub eher schwer bis unmöglich werden.

Sollte also jemand ein paar Millionen bis ein paar hundert Millionen zu Hause unter der Matratze zu liegen haben - ich versuche mich da gerne dran.

Ich würde meinen Versuch auch offen und frei zugänglich machen. In der heutigen Zeit und gerade für die Zukunft ist (quell)offen und zugänglich wohl der sinnvollste Weg.

Wenn man sich ein wenig geschickt anstellt, muss man deswegen auch nicht unbedingt direkt verhungern.

Allerdings Bedarf es auch weiter ein paar Deppen, die täglich versuchen, etwas besser zu machen, nach Alternativen zu suchen und sich nicht mit Gegebenem abzufinden.

Dazu gehört auch, dass man jeden Anlauf, jeden Versuch auch nicht direkt hochnäsig abtut, sondern sich zumindest mal anschaut, selber ausprobiert und das Spiel alle paar Jahre mal wiederholt.

Ab und an wird man sogar mal überrascht, so wie ich von diesem Firefox OS.

Bis dahin bleibt mal bei eurem iPhone oder Nexus, noch ist man da besser aufgehoben und nein, noch gibt es selbst mit Android auch keine 100-prozentige Alternative zu der Kombination aus Apple, iPhone und iOS.

Allerdings muss es auch nicht mehr nur unbedingt ein iPhone sein. Wer ein wenig aufs Geld achten muss, der kauft sich so ein gebrauchtes Nexus, investiert ein wenig Zeit in die Installation und Anpassung von CyanogenMod und kann sich Besitzer eines richtig guten Smartphones mit einem gescheiten System und gescheiten Apps nennen.

Wer etwas abenteuerlustiger, nicht ganz so anspruchsvoll oder noch etwas klammer ist, der ist selbst jetzt schon mit so einem 80-Euro-ZTE-Teil mit Firefox OS recht gut bedient und kann dann später mal behaupten, dass es seiner Zeit immer schon voraus war …

Wenn das Die eigentlich ein Wir ist

Ja, ich weiß, wenn man mir so folgt - und das machen einige von euch ja schon verdammt lange - dann kann man sehr schnell zu dem Schluss kommen, dass ich hier nur herum hocke, der Katze den Bauch pinsle, mir ab und an einen runter hole und zwischendurch bei Langweile mal ein App klöpple.

So nah, wie das auch an der Realität ist - es gibt dann auch noch so ein paar Dinge, von denen ihr nicht wisst. Manche davon nicht, weil sie schlicht und einfach noch langweiliger sind und auch, weil ich das Plappern über ungelegte Eier eher doof finde oder mich ein NDA davon abhält.

Auch gab es ja vor dem Internet und der App-Klöppelei schon ein Leben, fern ab von der Tastatur, dafür mit viel Menschen, Wirtschaft und Politik.

Und die letzten Tage, Wochen, Monate musste ich vermehrt über die Erfahrungen nachdenken, denn - kaum zu glauben für ‘uns’ Internetversteher - Zusammenhänge passen selten in 140 Zeichen, noch entstehen sie da, sie können bei der Reizüberflutung dort auch nicht richtig wahrgenommen werden und vor allem lassen sie sich dort - entgegen unserer eigenen Wahrnehmung und Einbildung - leider auch nicht lösen.

Ich war vor Jahren mit einem Partner (Freund/Bekannten/WasAuchImmer) mal längere Zeit unterwegs in Deutschland, um ‘Risikokapital’ für eine grandiose Idee aufzutreiben. Für diese Idee haben wir umgerechnet beide bisher locker selber eigene 250.000 Euro verbraten; also Reisekosten, Prototypen, externe Entwickler, Brand-Berater und Strategen, Anwälte, Finanzexperten, eigene Arbeitszeit und was sich da halt alles noch so aufsummiert.

Die Idee ist zwar momentan auf Eis - aber noch nicht tot, drum bleibt es hier bei der doofen, wagen Bezeichnung Idee. Diese ‘Idee’ ist keine Kleinigkeit und auch nichts lapidares, ist gut durchdacht und ’spielt’ dann in einer etwas höheren Liga. Dies nur als kleiner Hinweis und auch nicht als Eigenbeweihräucherung, sondern um das Folgende in den richtigen Kontext bringen zu können.

Ich will also nur klar machen, dass es nicht um ein olles iPhone-Zubehör geht, welches wir locker für ein paar Hunderttausende hätten kickstartern können.

Mit dieser ‘Idee’ sind wir also durch deutsche Gefilde getingelt und haben Geldgeber gesucht.

Und es ist nicht so, dass es in Deutschland nicht genug Geld zum Verbraten gäbe. Da haben so manche 600 Millionen im Jahr von nur einer Person zur Verfügung gestellt bekommen, die sie unters ‘Gründervolk’ bringen müssen; wohl wissend, dass ungefähr sieben von zehn Ideen raus geschmissenes Geld sind und nur ein bis drei Ideen dann die Rendite bringen werden.

Und wenn hier von Rendite die Rede ist, dann meinen diese Menschen nicht die lächerlichen Sümmchen, die wir so darunter verstehen. Diese 600 Millionen Spielgeld einer einzigen Person pro Jahr, die kommen ja nicht von Ungefähr.

Natürlich tummeln sich da auch etwas bescheidenere Spieler herum, die nur ein paar Milliönchen oder sogar nur ein paar Hunderttausende in der Tasche haben, die nicht mehr in die Schweiz oder auf die Bahamas gepasst haben und ja, es gibt dort auch ein paar ‘Gutmenschen’ drunter, die ihr wirklich hart und fair erarbeitetes Geld eben nicht grau bis schwarz vermehren, sondern ernsthaft in gute Ideen investieren wollen und dies stellenweise dann sogar tun.

Was diese Menschen alle - aber auch alle - gemein haben, ist, dass sie ältere Herren mit, in aller Regel, altem Geld sind; also die Geldelite Deutschlands. Man könnte sie auch FDP-Wähler schimpfen, so man denn boshaft sein wollte.

Das will ich hier nur gar nicht. Ich will einen Zusammenhang jenseits unseres 140-Zeichen-Horizontes herstellen.

Was ich eigentlich also sagen will: Dieses ‘Geld’ benutzt sein iPhone wirklich noch zum Telefonieren und kennt den Unterschied zwischen einem Browser und einem Programm garantiert eher nicht.

Auch das ist nicht als plumpes Lästern zu verstehen, es ist eine Beobachtung und Erklärung zum besseren Verständnis.

Und Verständnis ist hier das Schlüsselwort. Oder eher das Fehlen dessen …

Die, die das Geld haben in die Zukunft zu investieren, die haben ihr Geld mit der Vergangenheit gemacht. Und mit genau diesem Satz kann man den Zustand Deutschlands vortrefflich beschreiben.

Bei unseren Nachbarn in Europa sieht es zum allergrößten Teil ähnlich aus.

Wir haben ‘unser’ Geld für unsere Idee nicht bekommen, weil die Idee scheiße, die Geschäftspläne unausgereift waren oder wir nicht wussten, wie man aufzutreten und zu präsentieren hat.

Der häufigste Kommentar war folgender:

Mit der Idee müsst ihr in die USA, die investieren in so etwas. Wir in Deutschland investieren nicht in solche Dinge.

Jetzt ratet mal, was man von einem Guy Kawasaki (ja, genau dem) in San Francisco zu hören bekommt?

Grandiose Idee - aber ich investiere aus gutem Grund nur in ‘amerikanische’ Ideen.

Genauer gesagt bevorzugt er sogar nur Startups aus der Bay Area; think local in Reinkultur halt.

Und Recht hat er und all die anderen …

Und so ging/geht es ja nicht nur uns, sondern auch all denen anderen, die in Deutschland, mit stellenweise grandiosen Ideen, durch die Gegend touren. Oft trifft man sich ja nach ein paar Wochen und Monaten wieder und tauscht sich natürlich aus.

Die Geschichte ist (fast) immer die Selbe. Die Zukunft trifft auf die Vergangenheit, auf Unverständnis.

Du kriegst in diesem Land sofort die Millionen hinterher geschmissen, wenn du irgend etwas mit Auto-Zulieferer machst; oder etwas, das sich im OBI geschickt an der Kasse platzieren lässt. Wenn du einen Smartphone-Kameralinse - noch vor iPhone Zeiten - erfunden hast, die nur 3 Millimeter dick ist und dennoch gescheit zoomen kann, dann gehst du in diesem Land irgendwann bei dem Versuch pleite, die einfach nur in Produktion bringen zu können.

Wenn du das Mittel gegen Karies gefunden hast, dann kauft dir das keiner ab, weil man dann ja kein Geld mehr mit Zahnpasta machen kann.

Es ist ja nicht so, dass wir hier in Deutschland nicht genug fähige, kreative Köpfe hätten. Wir kapieren es nur nicht.

Neulich stand gleich in mehreren Zeitungen, dass VW, Mercedes, Audi und Co mittlerweile mehr Gebrauchtwagen als Neuwagen verkaufen und dazu gab es dann nette Berichte und Bildchen, wie die extra Verkaufsräume für diese Gebrauchten hergerichtet sind und wo man das beste Schnäppchen machen kann.

In keiner, ich wiederhole: in keiner(!) Zeitung ist dazu die Alarmglocke geschrillt. Es hat keiner mal eine Sekunde innegehalten und darüber nachgedacht, was dies eigentlich bedeutet.

Unfassbar …

Wir haben in Deutschland nicht ein einziges Internetunternehmen, um den Begriff mal ganz allgemein zu fassen, das auch nur ansatzweise einer Randerwähnung wert wäre, wenn man Google, Facebook und Co nennt.

Netzwerk, Infrastruktur? Und nein, ich lasse die Fritzbox an dieser Stelle jetzt wahrlich nicht zu. Genauso wenig gelten diese Taxi-App-Macher als internationales Startup mit Einfluss.

Aber ‘Wir’ sitzen hier an unseren Bildschirmen und meckern über ‘Die’ Bösen dort drüben, denen wir hilflos ausgeliefert sind; darüber, dass ‘Die’ uns ja nicht ernst nehmen.

Warum sollten sie auch?

Natürlich sind die ‘böse’ und natürlich gehören die gestoppt. Die Frage ist doch nur womit?

Mit Besitzstandwahrung werden wir da nicht weit kommen!

Aber was haben wir denn dann noch als probate Mittel zur Verfügung? Mit einem Haufen gebrauchter A3 werden wir wahrlich auch nichts reißen können.

Es ist ja schön, dass da - zum Glück - vereinzelte Rufe nach europäischen, deutschen Lösungen hörbarer werden. Nur mit Rufen alleine schafft man keine Infrastruktur.

Und jetzt geht mal vor die Türe und schaut euch mal die Straßen mit den vielen Gebrauchtwagen drauf an. An denen, also an unserer Vorzeige-Infrastruktur, nagt schon der Verfall.

Wir leben in der Vergangenheit. Unser Geld lebt in der Vergangenheit, wenn ich den Bogen mal so überspannen kann.

Und es fehlt an jeder Ecke das Verständnis und der Wille.

Denn wäre der Wille da, dann könnten wir. Wir könnten eine eigene, gescheite Suchmaschine bauen und betreiben, die das mit dem Datenschutz halbwegs hin bekäme, ohne am Hungertuch zu nagen.

Ja, Milliarden würde man dann nicht scheffeln. Aber das mit der Gier ist ein anderes Thema, da stehen wir den USA in nichts nach. Die müssen wir nicht lernen.

Nur das mit dem Geiz. Da sieht das schon wieder anders aus. Denn dieses Risikokapital hat weniger mit wirklichem Risiko als mit Verständnis zu tun.

Unverständnis und Geiz ist halt nur eine verdammt schlechte Kombination.

Am Letzteren kann man - können wir - generell wenig machen. Dafür gibt es ein verdammt simples Gegenmittel zum Unverständnis: die Aufklärung.

Wenn wir unsere Energie mal auf mehr verwenden würden, als nur rumzusitzen und zu meckern, dann könnten wir lauter kleine Schritte in die richtige Richtung gehen.

Dann würden wir vielleicht auch mal ein paar Milliönchen an altem Geld in die Zukunft investieren und nicht nur der Vergangenheit hinterher schmeißen …

Warum keine Sau seine Emails verschlüsselt

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Vorneweg, bevor hier wieder unterstellt wird, ich hätte meine Tabletten nicht genommen: Ich bin eine Sau und vermute mal, dass die meisten Liegefahrradfahrer keine sind.

Neben dem Sau sein bin ich allerdings auch - zumindest ein wenig - technisch angehaucht und dennoch scheitere ich schon daran, selbst die simpelste Erklärung für Entropy zu verstehen, egal wie oft ich die Münzen auch werfen mag.

Was ich wiederum verstehen kann, ist, dass man so einen Rechenknecht von Zeit zu Zeit mit den ungewöhnlichsten Aktionen verarschen muss und sei es nur, dass man wie ein Bekloppter auf der Tastatur rumtippt, damit er das genaue Gegenteil von dem tut, wozu er eigentlich gebaut wurde: zufällig zu sein; also eben nicht etwas exakt auszurechnen.

Das muss für den armen Kerle bestimmt Hölle sein. Das ist für ihn vermutlich so, als ob ich auf einmal nett und diplomatisch sein müsste.

Hä? WTF? Wovon redet der Depp hier? Was hat das mit dem Thema zu tun?

Alles! Und das war noch der nette, spaßige, harmlose Teil. Sicherheit, Verschlüsselung und Co machen keinen Spaß und verkrampfen das Hirn.

Und genau deswegen benutzt es keine Sau oder lässt sich von kleinen grünen Schlössern blenden.

Alle schimpfen, vertrauen keinem (also angeblich, weil gerade in) und dann benutzen wir doch alle wieder Google, PayPal und Co.

Weil es funktioniert, weil es bequem ist, weil es nichts kostet.

Das mit dem Funktionieren lassen wir jetzt lieber mal dahingestellt; oder formulieren es anders: Für uns Säue funktioniert es.

Das mit den Kosten dagegen ist ein Ammenmärchen. Bis auf die Zeit kostet die tägliche Sicherheit, wenn man denn will und kann, rein gar nichts. Nicht-Sicherheit kostet dagegen, so das Kind denn dann mal in den Brunnen gefallen ist, nicht nur Zeit, sondern garantiert eine Menge Geld.

Das mit der Bequemlichkeit ist allerdings so eine Sache; leider die entscheidende …

Wenn man es richtig machen will, dann muss man wissen was man tut. Mal ein nettes Äppchen öffnen, einen süßen Button klicken und dann ist alles gut, das gibt es nicht.

Es ist auch nicht damit getan, sich mal drei Minuten Zeit zu nehmen, einen Blogeintrag zu lesen, drei Kommandos aus dem Web ins Terminal zu kopieren.

Ich habe mir gestern dabei ‘helfen’ lassen, mir gescheite OpenPGP Schlüssel zu erzeugen und diese unter Linux in Thunderbird einzubinden.

Das hat mal gedauert und ich habe zum größten Teil nur Bahnhof verstanden. Und das Booten unter Knoppix, das ständige Überprüfen von Fingerprints und die ewig langen Ausflüge in die Shell im Vollbildmodus (ja, im Vollbildmodus; ich hatte in meinem Leben noch nie das Terminal auch nur mehr als 1/5 meiner Bildschirmbreite geöffnet) muten im Zeitalter der Touchscreens mit süßen Icons auch ziemlich 80ger an.

Dafür habe ich jetzt gescheite Schlüssel und kenne genau drei Personen, bei denen deren Verwendung überhaupt Sinn macht. Obwohl Sinn auch schon falsch ist. Ich kenne genau drei Personen, die überhaupt damit etwas anfangen können und mit keiner davon tausche ich etwas aus, was nicht auch auf eine Postkarte könnte.

Und es ist ja nicht so, dass ich zu wenige Emails schreiben und beantworten würde. Auch kenne ich nicht nur Fotografen und Flamencotänzer.

Damit ist dann wohl alles gesagt; demnächst schon fast ein Jahr nach Snowden. Ja, irgendwann wird das auch so ein Zeitrechnungsdingsbums; ich bin der Zeit nur wieder einmal voraus; ich bin vor Göbel - oder so.

Wer braucht schon Jesus?

Und nein, die Frage war nicht rhetorisch gemeint. Denn Augen zu und beten ist genau das, was wir alle hier tun. Die Tragweite ist so groß, dass wir alle nur kollektiv die drei Affen spielen und uns selber unter den nächsten Teppich kehren können.

Eine kleine Rolle spielt natürlich auch die Tatsache, dass man ja selbst, wenn man wollte, mit großer Wahrscheinlichkeit an der Eigenerstellung und Installation guter Schlüssel scheitert oder sogar noch davor, denn GMX und Web.de sind doch jetzt sicher :-0

Aber das muss ja nicht sein. Wer zum Beispiel in Berlin und Umgebung wohnt, der kann sich Hilfe suchen:

Crypto für alle – kostenlose OpenPGP-Schulungen

und auch in anderen Städten gibt es ja solche, wenn auch dünn gesäte, Angebote.

Ich wage es zu bezweifeln - aber das Versenden von signierten und verschlüsselten Emails sollte eigentlich genau so selbstverständlich sein, wie das Anlegen eines Sicherheitsgurtes.

Aber genau da liegt das Problem. Im Internet hat man mehr als drei Leben; es tut nicht weh, es gibt (vermeintlich) keine Konsequenzen.

Bis zum ganz großen Knall und dann ist es, wie immer, zu spät und keiner hat es wissen und sehen können.

Komisch nur, dass es Menschen gibt, die freiwillig ihre Abende opfern, um uns Säuen gescheite Schlüssel zu generieren und einzurichten.

Ich würde euch wirklich gerne eine 1-Klicki-Bunti-Lösung für OS X klöppeln. Nur kann ich das weder mit meinem, mehr als beschränktem, Wissen, noch hätte das dann was mit gescheit oder einem sicheren System zu tun.

Drum nehmt doch bitte die Angebote, die es gibt, auch an.

Vielleicht kenne ich dann in zwei Jahren fünf Menschen mehr, mit denen ich verschlüsselte Katzenbilder austauschen könnte …

Von wegen Sport

Es ist früh, drum verzeiht mir bitte den wirklichen flachen Wortwitz am Morgen:

Es ist schön zu sehen, dass der Mensch, wenn es um die Wurst geht, oft doch noch weiß, ein Statement zu setzen; stellenweise sogar ein recht deutliches.

Man könnte fast ein bisschen stolz auf uns sein.

Zyniker werden wohl ihre ganz eigene Auffassung und Umdeutung der Gayropa Entscheidung noch heute Nacht angefangen haben und die, an die es adressiert war, an denen wird es weiter abperlen.

Was sollen sie auch anderes tun, als dann halt noch einen Tacken schriller zu werden …

Was ich ja am bezeichnendsten finde, ist die Tatsache, dass eine - gerne auch mal belächelte - Veranstaltung etwas schafft, was die die angeblich dafür besser geeignete Plattform nicht hinbekommt, ja sogar auf ganzer Linie hoch offiziell immer verhindert…

Der liebe Sport bekommt so etwas nicht gebacken. Weder Fußball, noch Olympia; im Gegenteil.

Gestern hat da eine gewaltige Menge von Menschen ‘für’ etwas gestimmt, was eine noch viel gewaltigere Menge an Menschen als ‘Feindbild’ permanent eingetrichtert bekommen hat und immer noch eingetrichtert bekommt.

Musikalisch wären da weit aus bessere Kandidaten und Kandidatinnen zu finden gewesen.

Ich behaupte mal, dass das noch einen Grund hat. Alles was mit Sport zu tun hat, hat automatisch mit Geld und Kommerz zu tun. Die gestrige Veranstaltung kostete auch eine Menge Geld und ein paar der Teilnehmer werden zwei/drei Platten mehr verkaufen im Anschluss - aber dieses Ausverkaufsbeigeschmäckle hat diese Veranstaltung zum Glück (noch?) nicht.

Dafür gibt es immer noch einen Hauch von Spaß und hinaufgesetzter Freude; dieses sich selber nicht ganz so ernst nehmen müssen.

Das ist etwas, was man anderswo vergebens sucht; was man anderswo schon längst verloren hat.

Ich glaube nur, dass man das allerdings auch Europa (im ganz weiten Sinne) wunderbar übertragen kann.

Man kann alles nur aus dem Blickwinkel eines Geldtresores betrachten - oder man kann einfach auf die Menschen schauen; verbunden mit etwas Spaß und Toleranz.

Europa (oder besser der Gedanke eines ‘vereinten’ Europas) hat weniger mit den Subventionen oder den oft verqueren Entscheidungen aus Brüssel zu tun - sondern schlicht und einfach mit der Feststellung, dass es da noch andere neben uns, mit uns gibt.

Geld, Kommerz, Macht auf der einen Seite und die Menschen mit Lebensfreude auf der anderen.

Eigentlich sollte so eine Feststellung selbstverständlich sein; eigentlich …

Um so schöner ist es zu sehen, dass es dann doch noch Tage gibt, an denen wir uns darauf zurück besinnen können.

Und alles, was es dazu braucht, ist ein Mann in Frauenklamotten und eher schnulzige Lieder.

Wenn das mal kein Grund zur Hoffnung ist, dann weiß ich es auch nicht …

Das verräterische Klatschen

Ich mag Menschen ja nicht so unbedingt – eher eher nur bedingt; vor allem die Ansammlung ganz vieler auf engem Raum. Mir sind die schnell zu anstrengend und vor allem sind die allermeisten schlicht einfach nur langweilig bis blöd.

Das schöne ist, das gilt ja auch andersrum. Ich bin auch ein gewaltig blöder Langweiler.

Darauf allerdings auf alle Menschen per se zu schließen wäre schlicht falsch und ist auch nicht als Generalkritik am Menschen als solches zu verstehen.

Denn eigentlich ist der Mensch ganz schön erstaunlich und vielseitig und vor allem kreativ und zu weil auch mitfühlend. Allerdings ist er auch ganz schnell so etwas von überfordert und alleine; schlicht und einfach, weil er im Grunde verdammt simpel gestrickt ist.

Ja, wir alle. Wir sind uns so verdammt ähnlich, es ist unfassbar. Auch in der Eigenschaft, dass wir genau das ja nie hören und nie wahrhaben wollen.

Ich bin anders, ich bin besser und schon gar kein Langweiler.

Bist du doch. Und ich auch.

Und sehr oft, da verraten wir uns so dermaßen dabei, wie wir eigentlich sind, wie wir eigentlich ticken. Besonders deutlich fällt dies immer auf, wenn wir zu Massen auf einem Haufen auftreten. Alle zusammen, doch jeder einzeln für sich und dann doch so etwas von gemeinsam und gleich.

Früher, so vor der NSA, da war alles lustiger, da waren wir lustiger. Auch die Rants vom Sascha Lobo. Dieses mal waren die ersten 40 Minuten so etwas von ruhig und das, wo so eine Bekassine ja nun wahrlich den einen oder anderen Lacher wert wäre.

Aber es war ruhig; betreten ruhig. Denn ein jeder war damit beschäftigt betreten unter sich sein iPhone zu schauen und sich ausreden auszudenken, warum er nicht angesprochen sein muss.

Selbiges dürfte auch für jeden gegolten haben, der sich die Aufzeichnung des Vortrages zu Hause oder im Büro vor seinem Rechner angeschaut hat.

40 Minuten lang Schweigen und kaum bis kein Applaus.

Wer sich die Rede zur Lage der Nation noch nicht angetan hat, der möge dies unbedingt tun. Und dann täglich wiederholen.

Bis dieses unsere Gesamtlinienversagen endlich mal als solches bei uns durchgesickert ist.

Und dann passiert etwas Erstaunliches in Minute 42. Es wird geklatscht. Es wird auf einmal verdammt laut und befreiend geklatscht.

Ich vermute mal, dass die wenigsten im Saal es überhaupt mitbekommen haben, aus der Nähe mitbekommen haben können. Aber aus der Ferne des gestreamten Internets betrachtet war es so ein richtiger Aha-Moment, der mal wieder Alles – aber auch Alles – über uns Menschen, unsere Natur ausgesagt hat.

Denn genau ab Minute 42 ist Sascha von der Eigenkritik an uns Internetverstehern (uns Versagern) auf die Kritik an Merkel und Co umgesprungen.

Nicht ich bin schuld und blöd, die anderen sind schuld und blöd.

Das verräterische Klatschen als kollektives Aufatmen.

Danach gab es wieder mehr Zwischenrufe, mehr Klatschen und mehr Gelächter, denn Papa Lobo hatte uns ja indirekt die Absolution erteilt; schließlich sind ja noch ganz andere Schuld und die Bösen.

Ach, was wäre das schön gewesen, wenn wir alle doch mal für die Eigenschelte Applaus gespendet hätten.

Wenn ich so zurück blicke und um mich schaue, bei den wenigen Menschen, die ich überhaupt mag und mit denen ich mich überhaupt umgebe, dann sind das ausschließlich solche, die einem auf den Kopp zusagen, dass man gerade mal wieder ein elender Versager war.

Man mag diese Person garantiert nicht in dem Augenblick und vielleicht auch noch nicht ein paar Monate oder gar Jahre später.

Aber irgendwann. Und dann wünscht man sich immer, man hätte eher Danke gesagt, eher applaudiert.

Drum sollten wir alle jetzt direkt noch einmal Saschas Schelte der Nation schauen und in den ersten 40 Minuten klatschen und dann beim Rest einfach mal demütig die Fresse halten.

Und wer das schon nicht kann, der spendet mal ganz schnell hier oder hier nicht nur ein paar Cent. Zum Ausgleich kann man dann auch noch was für die arme Bekassine überweisen.

Vielleicht reicht es dann ja im nächsten Jahr für einen schöneren Namen für das arme Viech und eine lächerliche dritte Vollzeitstelle zur Verteidigung unseres Netzes …

Nebelbomben im russischen Exil

Liebe Leute, können wir uns bitte mal darauf einigen, dass es vollkommen egal und unerheblich ist, wo ein Herr Snowden interviewt wird?

Es ist sogar vollkommen egal, ob er überhaupt irgend etwas gefragt wird.

Dieses Pseudo-Ausschüsschen könnte, so es denn wollte und dürfte, wunderbar ohne ihn klar kommen.

Es müsste auch keinerlei Angst vor irgendwelchen Drohungen haben - wobei ich dann doch schon noch mal gerne in ein paar Jahren einen Ausschuss dazu sehen würde, wie dreist man eigentlich sein kann - denn es müsste die NSA ja nicht mal zum Thema haben.

Noch ist das hier Deutschland, noch haben wir hier so etwas, wie eine Scheindemokratie auf Papier.

Es würde doch erst einmal vollkommen reichen, wenn sie sich auf das konzentrieren würden, was bei uns, auf unserem Boden und mit unseren Behörden passiert.

Damit wären sie dann erst einmal für die nächsten Jahre beschäftigt und könnten, so sie denn wollten und dürften, tatsächlich etwas bewegen und ans Licht befördern.

Aber nein, da werden Stellvertreterkriege an den völlig falschen Fronten, aus den völlig falschen Motiven, mit den völlig falschen Mitteln abgehalten.

Fleischgewordene Nebelbomben, die in Russland festsitzen, die angeblich von Putin missbraucht werden, dann selber zu missbrauchen, zeugt nicht gerade von politischem - oder sonstigem - Spürsinn.

Wie so oft, kann ich da nur nicht nur absolute Unfähigkeit drin erkennen. So grottig können nicht einmal deutsche Provinzpolitiker sein.

Nein, das ist Absicht und mit Plan.

Und wie immer, da funktioniert das hier. Denn die deutsche Internetprovinzeria fällt leider immer wieder und allzu leicht auf lustige Nebelbomben herein.

So Leid mir das für den armen Kerle tut - aber bei der Aufarbeitung ist die Person Snowden so etwas von egal. Sie ist sogar hinderlich.

Persönlich hoffe ich für ihn, dass er durch dieses Gezedere nicht anfängt, Hoffnung zu bekommen, eventuell doch noch in diesem seinem Leben Deutschland - oder ein vergleichbares Land - zu sehen.

Wir haben hier eine Menge, nur kein Rückgrat. Uns könnte man fast zutrauen, dass wir ihn, wenn es uns gerade passt, den Löwen zum Fraß vorwerfen.

Ach, wartet mal, das haben wir ja schon längst getan …

Bei allem Gemeckere

Bei allem (zum größten Teil berechtigtem) Gemeckere. Es gibt da auch ein paar Dinge, die ich mag.

Wie dieses Beispiel: Keine 24 Stunden und ein Fix für einen kritischen Bug ist draußen …

Wenn Mittlere Angestellte ihre Sekretärin in Kassel poppen

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Wenn Mittlere Angestellte ihre Sekretärin in Kassel poppen, dann haben sie mit verdammt großer Wahrscheinlichkeit ein ThinkPad in ihrer Leonhard Heyden Tasche in der Ecke zu stehen.

Ohne den Sekretärinnen jetzt zu Nahe treten zu wollen - aber ich bin mir relativ sicher, dass es sich bei denen auch nur um die fleischgewordene Mittelmäßigkeit handeln kann, schließlich findet das Ganze in einem Ibis statt; unter der Woche.

Doppelzimmer ab 65 Euro …

Falls ihr es noch nicht mitbekommen haben solltet, es handelt sich hier weder um eine Werbebroschüre für Kassel, noch um eine Anzeige für Low Budget Ibis Hotels - wobei ich das ja doch gerne mal sehen würde - und auch nicht um die neue Image Kampagene für Heyden Taschen.

Nein, wie es sich für eine drittklassiges Blog rund um alles Computer, Internet und Apple handelt - da kann es hier nur um Eines gehen.

Und nochmals nein, es ist auch nicht der silberfarbene Firmenwagen von Opel.

Richtig - es kann hier nur um dieses Lenovo Teil gehen.

Um dieses plastikgewordene Zeugnis der Mittelmäßigkeit, übersät mit Hautschuppen sein Dasein in einer nicht wirklich schönen und auch nur mäßig praktischen Tasche in einem Kassler 0815-Hotel sein ungeliebtes Dasein fristend.

An einem Dienstag Vormittag …

Und bevor ihr jetzt mit Polemik oder Einseitigkeit kommt und behauptet, dass dies ja genau so gut an einem Mittwoch Nachmittag in Braunschweig oder Frankfurt in einem Holiday-In Budget stattfinden könnte - dann habt ihr recht.

Allerdings ist eben genau dies der Punkt!
(Ha, heute keine Wort-, sondern Satzzeichenwitze)

Diese Beliebigkeit. Diese Lieblosigkeit. Dieser Einheitsbrei.

Wie wir alle wissen, bin ich mit Apple mehr oder minder groß geworden. Und wie wir auch alle wissen, da bin ich auch mit Meckern groß geworden.

Und jetzt, wo ich groß bin, da kombiniere ich diese beiden Dinge auch gerne mal. Das wissen wir auch alle.

Ich behaupte von mir ja auch immer, dass ich dies zurecht tue. Mit Anlass und mit guten Gründen …

Aber lasst euch Eines sagen. Wenn man mal ein paar Tage über den Tellerrand schaut, dann vergeht einem das Meckern relativ schnell.

Alle Jahre wieder schaue ich über den Tellerrand; meistens dann, wenn ich eigentlich etwas Gescheites arbeiten sollte und so gar keine Lust habe. Und mit Tellerrand meine ich nicht Windows.

Ich meine Linux in all seinen Formen und Varianten …

Ich mag den Gedanken von offen, frei, zugänglich - und nicht zuletzt - anpassbar.

Und alle paar Jahre wieder gebe ich es relativ schnell wieder auf. Da ich das ja vorher schon weiß, habe ich mich auch nie um neuere Hardware gekümmert, ein altes gebrauchtes ThinkPad hat es immer getan. Die stehen hier eh rum. Webseiten müssen getestet werden und vor allem so Dinge, wie CSV, Excel und DATEV Dateien.

Und so, wie es um diese unzähligen Distributionen in den letzten Jahren/Jahrzehnten bestellt war, da bin ich nie bis zu dem Punkt gekommen, mir um die Hardware wirklich Gedanken machen zu müssen.

Auch bin ich immer davon ausgegangen, dass es um die ‘neueren’ Modelle ja wohl um Längen besser bestellt sein muss.

Andernfalls müssten Lenovo und Co ja schon längst pleite sein.

Ja, ich weiß. Ich bin ein Naivling; persönlich finde ich die Bezeichnung putzig ja weitaus schöner …

Jetzt war es also wieder mal so weit; wichtige Arbeit stand an und ich hatte so gar keine Lust. Somit steht diese Arbeit immer noch aus - dafür bin ich aber um ein paar Erfahrungen reicher.

Da meine Tellerrand-Hardware dann aber doch nun schon zu betagt war, habe ich mir blauäugig (das mit dem naiv hatten wir eben schon) ein Mittelklasse Notebook von Lenovo angeschafft.

Bei Mittelklasse reden wir hier von knapp 900 Euro, dies nur mal so am Rande.

Dafür habe ich etwas bekommen, das so dick war, wie mein aller erstes PowerBook aus dem Jahre 1995 und eine Verarbeitungsqualität wie die iBooks zu ihren schlimmsten Zeiten.

Das, was mich aber am allermeisten entsetzt hat, war etwas Anderes: Die Geräuschkulisse. Im Jahre 2014 mit einem popeligem i5 (in der Sparbrötchen-Variante) und in Kombination mit einer noch mittelklassigeren On-Board Grafik.

Die Lüfter waren permanent an. Permanent. Und nicht in diesem ‘ich-dreh-mich-mal-ein-bischen-weil-dies-mein-Job-ist’ Bereich.

Nein - wir (oder eher ich) reden hier von ‘ich-muss-alles-geben-weil-meine-Ingeneure-keine-Ahnung-und-vor-allem-keine-Lust-hatten’ Bereich.

Dieser Bereich wurde dann kombiniert mit diesem unserem Mittleren Angestellten wohlvertrauten ‘Wir-haben-ein-Excel-Problem’ Bereich; uns auch als ’scheiß-auf-gescheit-hauptsache-billig’ Bereich bekannt.

Für diese 900 Euro bekommt man dann Plastik, das billigste 6bit Panel in Witz an Auflösung und Leuchtkraft, kombiniert mit einer höllenlauten herkömmlichen Festplatte und langsamen 4GB RAM.

Dazu gibt es ein Trackpad, welches den Namen nicht verdient und absolut nicht benutzbar ist.

Ja, die Tastatur ist wirklich gut und das i-Pünktchen leuchtet, wenn der Deckel zugeklappt ist.

Ernsthaft, aus diesen beiden Gründen bekommt so ein Teil vier bis fünf Sterne. Von mir bekam es nicht einen und wanderte am nächsten Tag direkt zurück.

Ich brauche jetzt ja nicht wirklich irgendwelche Worte über die Lenovo Teile zu verlieren, die für 600, 500 oder gar nur 300 Euro über den Ladentisch gehen.

Zum Vergleich: Für 100 Euro mehr bekäme man (mit etwas Glück) ein lautloses 13 Zoll MacBook Air mit besserer Auflösung, einer grandiosen Verarbeitung, einem um so dermaßen viele Längen besseren Bildschirm und einer flotten SSD.

Im schlimmsten Fall sind es 200 Euro mehr. Dafür fast 1 Kilo und drei Zentimeter weniger; vor allem in der Dicke.

Sagte ich schon etwas über lautlos?

Da ich ja so leicht nicht aufgebe und andere Hersteller eher nicht in Frage kommen, da (was durchaus positiv hervorzuheben ist) Lenovo noch relativ einfach und bezahlbar US Tastaturen auch in Deutschland auf seine Books schraubt, habe ich also wieder in die Tasche gegriffen, ein paar hundert Euro mehr investiert und habe jetzt hier das ‘Flaggschiff’ der Business Klasse zu stehen.

Es ist flacher, leiser (wenn auch weit entfernt von lautlos), etwas besser verbaut und das war es dann auch schon.

Für 100 bis 200 Euro mehr bekommt (oder besser: bekäme) man ein 15 Zoll Retina MacBook Pro.

Das wäre dann halb so dick, beim normalen Arbeiten lautlos, grandios verarbeitet, mit SSD und einem guten Display.

Dieses Lenovo-Plastik-Flagschiff für nicht wenig Geld hat Plastiknasen, die nicht sauber verarbeitet sind, Abschürfungen ab Werk, einen Witz an Display, welches in keinster Weise für die Bildbearbeitung geeignet ist und zudem auch noch ungeschützt und beschissen mit dem gakeligem Gehäuse verklebt ist, dass selbst die iBooks von vor zehn Jahren gut dagegen aussehen. Und die waren auch nur unmerklich dicker und schwerer.

Dafür steht man dann selbst im Jahre 2014 immer noch da und föhnt und feurzeugbenziniert vier beschissene Aufkleber von der anfälligen Plastikoberfläche.

Den fünften Stern bei den Bewertungen gibt es übrigens dafür, dass man bei den Teilen immer noch die Scharniere sehen muss. Ernsthaft, dies ist das herausragende Merkteil eines jeden Lenovo Teiles und der dazu passenden Kritik.

Stabile, hässliche Scharniere …

Und nein, dies ist kein Witz: Das Teil hat immer noch einen VGA Anschluss. Ernsthaft! Und damit wird auch noch ziemlich weit oben auf der Webseite geworben.

Von dem bescheuerten Trackpad mit fünf(!) eingebauten, gakeligen Tasten, welches dann auch noch so beschissen an der Tastatur sitzt, dass man sich selber ständig den Cursor beim Tippen verschiebt, selbst wenn eingestellt ist, dass es beim Tippen ignoriert werden soll - von dem rede ich lieber gar nicht. Von dessen Anmutung und Geräuschkulisse auch nicht.

Allerdings kann man einfach die Festplatte, den RAM und das Funkmodul wechseln. Das hat Vorteile, keine Frage.

Wobei dies ja auch immer weniger wird, bei den hunderten an Modellen, die die so im Angebot haben. Keine Wartung und immer noch laut und dick.

Immerhin kommt es ohne optisches Laufwerk daher …

Und im Vergleich zu früheren Modellen ist es auch schlichter. Keine 100 Zusatzknöppe und Blinkdinger mehr.

Und jetzt kommt der Hammer: Genau deswegen wird es von ganz vielen schlecht gemacht. Nicht wegen des Bildschirms, nicht wegen des Plastiks, nicht wegen der Verkleberei - nein, wegen der Schlichtheit und weil nichts mehr blinkt.

Mittlere Angestellte, ich muss euch nicht verstehen …

Und als ob dies alles noch nicht abschreckend genug wäre. Jetzt kommen wir ja erst zum Eigentlichen, dem Arbeiten mit so einem Teil.

Und damit zum System. Und es geht hier nicht um langweiliges Windows- oder was auch immer Bashing.

Ich hätte da nur eine Frage - oder eher Bitte:

Nennt mir mal einen gescheiten nativen Twitter Klienten für Windows. Einer, der ohne Air und Co daher- und auch nur ansatzweise einem Tweetbot nahe kommt. Oder einem Programm, wie Sketch, wie RapidWeaver und Co.

Ich habe erst die Wochen wieder für ein paar anderweitig begabte Menschen mit XP-Panik den Umstieg auf Windows 7 vollzogen.

Bis das halbwegs gescheit eingerichtet und aktualisiert ist, bis alle Drucker und Scanner funktionieren …

In der Zeit habe ich zehn Macs eingerichtet.

Ja, du Mittlerer Angestellter, es ist besser geworden. Das mag in deinem Job zu einem Wochenende mit der jüngeren Sekretärin in Hannover oder gar einer Beförderung reichen - hat aber noch lange nichts mit gut zu tun.

Shortcuts sind immer noch nicht wirklich durchdacht, Drag-and-Drop funktioniert immer noch nicht so, wie es sollte und was einem alleine Quick Look, Spracherkennung, systemweiten Wörterbuch und Co an Arbeit, Zeit und somit Geld sparen, das würde locker für einen Audi als Dienstwagen reichen. Für alle.

Alleine, wie man sich die Finger verrenken muss, um ein Programm zu beenden. alt+F4 - wirklich?

Und der Witz bei diesem Lenovo Teil ist, dadurch, dass die es tatsächlich mittlerweile geschafft haben, zwei bis drei Reihen unnötiger Knöppe auf der Tastatur einzusparen, da gehen die F-tasten wirklich nur noch mit Fn.

Man bricht sich also fast die drei Finger, nur um ein Programm zu schließen. Es soll Firmen geben, die angeblich ab und an mal selber testen, was sie da so verbocken.

Zu denen scheint Lenovo jetzt nicht unbedingt zu zählen …

Ja, ich weiß. Was sind schon Tastenkürzel, wenn man mühsam das Kreuzchen klicken kann.

Aber wie schon (mittlerweile ziemlich weit oben) erwähnt, ist mein Tellerrand nicht Windows - sondern Linux. Aus Gründen …

Und ich muss sagen: Linux - egal in welcher Geschmacksrichtung - ist grandios. Grandios, wenn man eine Menge Zeit mit eigentlich unnötigen Dingen verplempern will. Also alles tun will, nur nicht produktiv arbeiten.

Kann es sein, dass die Übersetzung für Geek (oder auch Nerd) schlicht und einfach nur Umstandskrämer ist?

Das Einrichten der Emails, der Adressen und des Kalenders unter OS X dauert genau drei Minuten; inklusive funktionierendem Sync.

Wenn man gut ist, dann schafft man das unter Windows in zehn.

Unter Linux geht das nicht unter einer Stunde oder eher zweien …

Und das war erst der Anfang. Das Problem ist (zum Glück) nicht mehr irgendwelche Hardware-Inkompatibilitäten, auch wenn es die natürlich auch noch zu genüge gibt - nein, es sind die Programme.

Die meisten sehen noch genau so aus, wie vor fünf, zehn Jahren und benutzen sich leider auch noch genau so. Also vollkommen umständlich und unlogisch. So sie denn überhaupt funktionieren.

Ich komme mir hier gerade mal wieder vor wie im Computer- und Internet Mittelalter. OS 9 und dessen Software ist stellenweise immer noch schicker, umfangreicher und besser benutzbar.

Ich rede hier nicht von irgendwelchen abgehobenen Dingen. Ich rede hier von so elementaren Dingen, wie einem Kalender mit CalDAV Anbindung, einem Email-Programm mit funktionierendem Drag-and-Drop für Anhänge. Von einem mit einem gemeinsamen Posteingang mal ganz abgesehen.

Von einem gescheiten, funktionierenden und mittlerweile nicht wieder eingestellten Twitter-Klienten will ich auch gar nicht erst anfangen.

Von so etwas, wie meinem Quick and Dirty, kann man nur träumen. Bis ich etwas gefunden habe, das TextExpander auch nur ansatzweise ersetzen kann. Ich bis ich es dann gescheit zum Laufen gebracht habe, weil es auch schon wieder seit Jahren nicht gepflegt wurde …

123 verschiedene Varianten, Desktop-Umgebungen und alle mit ihren ganz eigenen Lücken und Macken. Aber alle ohne gescheite, systemweite Autokorrektur und einem einzigen dazulernendem Wörterbuch.

Ja, das klingt alles trivial, für Vieles gibt es umständliche Notlösungen; meistens ohne GUI und wenn mit, dann aus Windows 95 Zeiten.

Aber das kann doch nicht sein? Das kann doch nicht mal Kummer gewöhnte Sekretärinnen befriedigen?

Ich mache mich ja gerne über die neuen Markdown Apps - also all die neuen Email Apps, die wie Pilze aus dem Boden sprießen, lustig - aber egal welche Variante man auch gerade ausprobiert: Ob mit K davor, einem L oder einem X oder eines mit Mintgeschmack, man landet immer wieder bei Thunderbird.

Und beim Firefox, der bis heute keine Webfonts anzeigen kann, Schriften nicht gescheit rendert und ansonsten auch nicht mehr so ganz auf der Höhe der Zeit ist.

Und das will was heißen …

Wo wir gerade von Markdown und Pilzen reden: Diese Zeilen wurden in einem Programm geschrieben, das 2008 zum letzten Mal aktualisiert wurde, keine Vorschau hat, nicht drucken kann, kein Wörterbuch, keine Korrektur, keine zuletzt benutzte Dokumente und schon gar nicht so etwas wie Versions oder Resume - aber das mit dem Vollbild halbwegs hinbekommt, dabei nicht abstürzt und ohne Probleme installierbar war.

Bis ich es gefunden habe, habe ich drei Stunden im Terminal verbracht, Pakete in- und deinstalliert.

Ich hätte vor Freude weinen können. Weinen über einen Witz von Programm, das nichts kann, nichts tut - aber die Lüfter aus welchen Gründen auch immer meint anschmeißen zu müssen.

Und jetzt überlegt euch mal, was für grandiosen Programmen ihr schon nur einen Stern gegeben habt, weil die Icons nicht ganz so toll waren, es mehr als 99 Cent gekostet hat oder was auch immer.

Der beste Feed Reader für Linux im Jahre 2014 ist schlechter als mein Futter, welches ich für 10.3 als eines meiner ersten Programme überhaupt vor fast zehn Jahren geschrieben habe.

Und ich habe mich gefreut wie ein Schneekönig, dass ich wenigstens meine Feeds lesen kann. Wie? Ihr fragt allen ernstes nach einer Sync-Integration? Man kann froh sein, wenn man eines mit eingebautem Witz an Browser findet, der auf einer uralt Mozilla Version basiert.

Quick-Look, gescheites Drag-and-Drop, gescheite Tastenkürzel, die ohne Monatsausflüge ins Terminal funktionieren, Gesten oder Icons nicht aus dem letzten Jahrzehnt?

Hey, ich bin schon froh, dass man endlich seinen Bildschirm unter Linux halbwegs gescheit kalibrieren und profilieren kann.

Dieses Profil dann aber in Gimp und Co mal so nebenbei einzubinden, eignet sich auch wieder hervorragend dazu, sich wochenlang vor der eigentlichen Arbeit zu drücken.

Mein popeliges, billiges Quick and Dirty macht das mit einem Klick.

Dieses Gimp ist eh so eine Sache. Da hat sich in zehn Jahren nichts - aber auch so gar nichts - an der grandios beschissenen Bedienung und Oberfläche getan.

So kann man doch nicht arbeiten! So kommt man doch nie aus Kassel raus!

Im Gegensatz (zumindest bei den allermeisten) zu eurem iPhone und eurem iPad - da ist so ein Computer ein Arbeitsgerät.

Also sollte das doch wohl auch ein Teil sein, mit dem man irgendwann dann auch mal zum Arbeiten kommt.

Ich schrubbe doch auch nicht mit der Zahnbürste die Küche. Ich streiche doch auch nicht mit einem Buntstift meine komplette Wohnung.

Aber bei Computern, da tun die meisten Menschen genau das. Und bezahlen dafür auch stellenweise nicht wenig Geld. Also in beiden Richtungen.

Für sich selber und für die Arbeit anderer.

Würdet ihr einen Elektriker, einen Installateur an eure Wohnung lassen, der mit einem Fisher-Price Werkzeugkasten daherkommt; aber einen Stundenlohn von 120 Euro ansetzt, weil das nun mal alles etwas länger dauert und anstrengender ist?

Also ich nicht. Ich würde allerdings ja auch nicht damit arbeiten wollen, wollen müssen …

Was ich dafür gerne würde, wäre diesem Linux-Trauerspiel mal etwas auf die Sprünge helfen.

Alternativen sind immer gut und Potential ist ja da. Nur müsste man mal diese Fisher-Price Mentalität ablegen und etwas Geld in die Hand nehmen und es gescheit machen.

Und das bedeutet, dass man sich mal um gescheite Entwickler-Werkzeuge kümmert. Ja, ich weiß – Eclipse hat jetzt ein Dark Theme und es gibt drei Beispiele für Qt. Bis der Scheiß halbwegs eingerichtet ist, hat Apple fünzig durchdachte Neuerungen in Xcode eingebaut. Und ich fluche täglich über Xcode. Und Apple, wenn Aktualisierungen mal länger als eine Woche brauchen.

Im Ubuntu Software Center dauert das schon mal Monate …

Gibt es eine Open-Source Lösung, wie man im Lotto gewinnt?

Glaubt mir, die Sekretärinnen Deutschlands würden es mir auf lange Sicht danken. Nur Kassel wäre damit vermutlich nicht wirklich gedient …

Geburtstag, hä?

Ich vergesse alles: Hochzeitstage, Wochentage und natürlich auch Geburtstage. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass heute nicht der Geburtstag des Internets oder Webs ist.

Wenn überhaupt, dann hat das ‘Web’ Geburtstag im Januar und man müsste von 1983 zurückrechnen; oder vor oder wie auch immer.

Ja, heute hat Tim Berners-Lee vor 25 Jahren einen Vorschlag unterbreitet und später den ersten Browser geklöppelt – aber das ‘Web’ bzw. das ‘Internet’ gab es schon. Im Januar 83 wurde nämlich das TCP/IP Protokoll ‘öffentlich’ und damit wurden die ersten Gebäude am MIT verbunden und diese später mit Harvard und dann ging es immer so weiter; bekannt unter dem Namen ARPANET.

Was wir heute als Web kennen, begann erst in den frühen 90igern und ja, zum Teil basieren auf Berners-Lees ‘Vorschlägen’ – dieses Word Dokument allerdings als Geburtsstunde zu bezeichnen, ist in meinen Augen falsch.

Wie so oft, brauchen wir es nur einfach: Tim Berners-Lee hat das Internet erfunden und es hat heute Geburtstag. Stimmt zwar beides nicht – aber feiern ist immer gut. Vor allem dann, wenn der größte Teil der Menschheit immer noch nicht den Unterscheid zwischen einem Browser, einer Webseite, dem Web, dem Internet und dem Facebook kennt.

Ob einem angesichts dessen, was wir – unabhängig von etwaigen Geburtsstunden – gerade mit dieser grandiosen Idee anstellen, wirklich zum Feiern zu Mute sein kann (oder gar sollte) muss ein jeder für sich entscheiden.

Ich persönlich finde, wir sollten es täglich feiern und uns dementsprechend auch aufführen …

Jetzt wisst ihr, was eure Gedanken wert sind

19 Milliarden für eines der beschissensten Apps des Jahrzehnts; inklusive gravierender Lücken. Nicht, dass ich nicht jedem Entwickler und Entwicklerteam Mondpreise gönne. Nur ging es hier nicht um irgend welche Zeilen Code. Es ging nicht mal um eine einzige Zeile Code.

Und ich wette, dass es nicht wenige gab, die sich gefreut haben, weil es dann 99 Cent billiger wird. Und dem ganz großen Rest wird es weiter am Arsch vorbei gehen.

19 Milliarden müssen irgendwann auch mal wieder reinkommen. Und die kommen aus eurem Adressbuch und aus eurem Kopf. Dazu noch ein paar Standorte und dann eure ganzen Gedanken und Worte.

Und wir kümmerlichen 0,0001 Prozent fragen uns immer noch, warum sich keiner über die NSA and Co so wirklich aufregen will.

Und nein, auch ich habe keine Lösung.

Allerdings gibt es auf Facebook nicht einen einzigen von Hand geschriebenen Eintrag von mir.

Und beschissene Software kommt mir nicht aufs iPhone (von manchen eigenen Test-Apps mal abgesehen) – schließlich geht es mir immer noch um Zeilen von Code.

Und ich bin mir relativ sicher, dass ich nicht beliebter (oder weniger unbeliebt) wäre, wenn ich all diese Instagrams und Pinterests der Welt fünf Stunden am Tag nutzen würde.

Ich habe nur im Laufe meines Lebens mühsam und oftmals schmerzhaft lernen müssen, dass sich alles rächt. Insbesondere dann, wenn man vorher schon gewusst hat, was man sich antut.

Und ich bin mir sicher, dass man dies 1:1 auf die gesamte Menschheit und komplette Generationen übertragen kann.

Spätestens, wenn Summen keinerlei Bezug mehr zu irgend etwas haben, sollte man doch hellhörig werden.

450 Millionen und täglich eine Millionen neue mehr, sprechen leider eine andere Sprache. Die meisten davon sind einfach zu jung, um die Sache mit Beta-Max und VHS mitbekommen zu haben.

Es ist ja nicht so, dass es nicht genug gescheite Alternativen gäbe, wenn man seine Gedanken an andere weitergeben möchte. Der Witz ist, es gibt da sogar genug ‘kostenlose’ darunter. Es kann also nicht nur eine Sache des Geizes sein.

Sorry – aber da bleibt für mich nur noch Dummheit oder Ignoranz über. Sollte jemand eine andere (bessere) Erklärung für mich haben, so nehme ich sie gerne. Denn – auch wenn es oft anders erscheint – ich glaube immer noch an das Gute im Menschen. Wir werden nicht dumm und ignorant geboren.

Vielleicht sind wir auch einfach nur kollektiv überfordert. Dinge, die gestern gültig waren, sind heute obsolet. So etwas hat sonst Jahrtausende oder Jahrhunderte gedauert.

Für jeden Scheiß braucht man die passenden Papiere und Belege. Nur Ficken und das Internet benutzen darf jeder einfach so.

Wenn ich mir die Meldungen von heute nach rund um diesen Deal so anschaue, dann bin ich eindeutig dafür, dass ihr euch bitte alle permanent gegenseitig bespringt und das Internet einfach ausgeschaltet lasst.

Das würde die Welt auf jeden Fall ausgeglichener machen und es käme keiner mehr auf die Idee, Mondpreise für eure Gedanken zu zahlen …

Wenn die Mutti scheißt, dann aber so richtig …

Und heute ist es dann mal auf die Mehrheit in diesem Land. Und mit Mehrheit meine ich nicht die vielen Menschen, die angeblich alle Mutti ganz toll finden und sie sogar noch gewählt haben und die keiner kennt.

Nein, mit Mehrheit meine ich wirkliche Mehrheit. Also ganz viele. So richtig viele. Und das hat in diesem Land ja schon Seltenheitswert.

Da dies ja dann demnächst greifbar ist, nicht so wie diese Totalüberwachung, könnte ja so etwas wie Hoffnung aufkommen. Wenn man es denn nicht besser wüsste.

Wie war das? Jedes Land bekommt die Regierung, die es verdient?

Aber bis sich dann doch herausstellt, dass das mit dem Genfutter keine so gute Idee ist, weil mit Gesundem Menschenverstand haben wir es ja nicht so, da ist die Mutti schon lange nicht mehr und die vielen Unsichtbaren und Unbekannten, die sie gewählt haben, können sich dann bestimmt nicht mehr erinnern oder sind alle an Krebs gestorben.

Und das dauert auch zu lange, als dass es sich lohnen würde, das Popcorn jetzt schon zu holen.

Obwohl, das gibt es dann ja demnächst direkt mit Zucker und vorgeploppt ab Feld. Das finden dann doch wieder alle toll …

Das wohl einsamste Mobile Gerät

Und jetzt mal alle die Hand hoch, die ihr iPad (oder sonstiges Tablet) tatsächlich tag-täglich dabei haben und wirklich benutzen.

Und mit benutzen meine ich jetzt nicht, auf dem Klo oder in der Badewanne schnell die Mails der Nacht vorsortieren oder, anstatt aus dem Fenster zu schauen, eines dieser 300 Wetter Apps zu öffnen.

Damit meine ich auch nicht abends im Wohnzimmer schnell noch mal auf Wikipedia nachzulesen, wo ‘die’ denn noch sie mitgespielt hat.

Ich wette, die allermeisten iPads und Tablets fristen ein ziemlich trauriges Dasein auf irgendwelchen Nacht- und sonstigen Beistelltischen; gewaltig unterfordert, wenn dann überhaupt mal hochgehoben.

Immer noch sind über 80 Prozent aller verkauften Tablets ‘Wi-Fi only’ Modelle. Mobil geht anders.

Ich glaube, wenn, dann sind nur noch einsamer die iPhone 5c Modelle in den App Stores dieser Welt.

Wie so oft kam nach dem Hype die Ernüchterung. Oder in anderen Worten: Konsum ist dann vielleicht doch nicht alles.

Und eigentlich braucht auch keiner neben dem Laptop und dem Smartphone noch ein drittes Gerät. Und nein, es braucht auch nicht wirklich jemand noch ein viertes am Handgelenk.

Natürlich haben sie ihren Nutzen. Als Erst- und Einzig-Gerät zum Beispiel. Aber das dritte Rad am Wagen ist nun einmal das einsamste – oder so ähnlich.

Vielleicht würde es helfen, wenn Apple endlich mal damit aufhören würde, das Teil künstlich zu beschneiden. So ein iPad Air könnte mehr; viel mehr.

Der Witz ist nur, dann würden es wieder weniger kaufen. Allerdings wäre es dann auch nicht mehr so einsam …