10 Years of Making Apps

Alles aus der Kommentar Schublade



Der onanierende Islamist in uns

Top-Secret Document Reveals NSA Spied On Porn Habits As Part Of Plan To Discredit ‘Radicalizers’

Na, da können wir ja aufatmen. So lange wir brave Christen sind, da können wir uns ungestört 123 Mal am Tag einen zu den komischten Dingen ‘runter holen. Wir haben ja nichts zu verbergen.

Passend dazu hat es ja die Vorratsdatenspeicherung in den Koalitionsvertrag geschafft. Und das ist ja nicht schlimm. Denn so etwas würden wir nie tun.

Wo hatte Hitler noch mal die ganzen Informationen zu den ‘bekannten’ Schwulen her?

Wenn ich heute im Lotto gewinnen würde, würde ich eine Aktion starten, die (mehr oder minder) wahllos Kameras und Mikrofone in Wohn- und Schlafzimmern installiert und den Feed live auf die Hauswand überträgt. 24 Stunden am Tag.

Bis der letzte Depp es kapiert hat.

Und ich wüsste auch schon, bei wem ich anfangen würde …

Hände weg von meiner Fußpflegerin!

Der größte Profiteur der Prostitution in Deutschland ist Frau Schwarzer, die auf Kosten von uns Sexarbeitern ihr Buch verkauft.

Carmen

Wer in Deutschland rund 500 Hühnern und Hähnen den Kopf in der Stunde abhackt – ja, ich weiß, das machen zum größten Teil Maschinen - aber auch dort sind noch eine Menge Menschen beteiligt und die Bolzen für die ganzen Schweine und Rinder sind noch nicht automatisiert – der verdient im Schnitt weniger als 4 Euro die Stunde. Diese Menschen kommen oft aus Polen, Ungarn, Bulgarien und Rumänien.

Was passiert mit deren Seele?

In den ersten Jahren als Chirurg im Notdienst, ständig übermüdet und permanent diesen Energien von offenen, sterbenden, verkrebsten Menschen ausgesetzt, verdient ein angehender Arzt weniger als die meisten Müllmänner.

Was passiert mit seiner Psyche?

Menschen, die Tag ein, Tag aus andere verstorbene Menschen entleeren, waschen und für die Beerdigung vorbereiten, haben früher einmal verdammt gut verdient. Diese Arbeit wird mittlerweile immer mehr automatisiert. Ja, es gibt Leichenwaschstraßen; nur ohne Unterbodenschutz. Wenn dies noch von Hand geschieht, dann wird diese Arbeit auch immer öfter von Aushilfskräften und Leiharbeitern übernommen. Und jetzt ratet mal, wo die her kommen und was die nur noch verdienen?

Was passiert mit deren Leidenschaft?

Dann ist da auch noch meine Fußpflegerin. Die macht einen verdammt wichtigen Job, den ich im Leben nicht machen könnte. Und meine Füße sind bei Weitem nicht das Schlimmste, was sie so täglich zu sehen bekommt und abarbeitet. Sie liebt ihren Job. Und es ist ein verdammt wichtiger Job.

Ich finde ja, im Leben läuft alles auf diese eine Frage hinaus:

Fußpflege oder Leichen waschen?

Und ich möchte und könnte beides nicht tun. Früher oder später wird ein jeder von uns mindestens eine dieser Dienstleistungen an Anspruch nehmen, nehmen müssen.

Und dann gibt es dann noch Menschen, oft Frauen, die der Sexarbeit nachgehen. Das ist anscheinend gerade mal wieder nicht OK. Das ist auch eine Arbeit, eine verdammt wichtige Arbeit und wenn ich so an die Hühner oder die Fersen von 60-jährigen Single-Männern denke … dann …

Ja, ich weiß. Äpfel, Birnen und überhaupt. Oder doch nicht. Ein Job ist ein Job. Für die einen beschissen, für die anderen ein Traum und für die allermeisten wohl eine Notwendigkeit. Für einige richtig gut bezahlt, für viele eher nicht.

Und wenn ich dann da noch an die ganzen Altenpfleger (wo kamen die alle noch mal her, die man sich hier noch leisten kann?) und Krankenschwestern und Ambulanzwagenfahrer und Polizisten denke, was die so tag-täglich sehen, erleben, wegmachen und verarbeiten müssen … da kann ich keine Linie, keine Grenze ziehen und vor allem will ich das auch gar nicht.

Ich bezahle einen Arsch voll Geld für Yoga. Das tue ich aus einem einzigen Grund. Ich will, dass es mir besser geht und das mir da jemand bei hilft. Wenn ich einsam bin und keinen Partner habe, dann kann ich auch genau so jemanden dafür bezahlen, dass es mir besser geht, dass er mir dabei hilft.

Das verdamme ich nicht, des kriminalisiere ich nicht. Da sage ich danke.

JA. Ich höre schon die ganzen Aufschreie. Menschenhandel. Zwangsprostitution und all das andere. Das gibt es. Aber eben nicht nur. Und jeder mit nur eineinhalb Gehirnzellen versteht eigentlich auch, dass er die Umstände und Zustände nur verschlimmert, wenn er ‘Schwedische Verhältnisse’ schafft.

Aber darum geht es ja mal wieder nicht. Wo kämen wir hin, wenn wir in Deutschland mal was mit Sinn und Verstand täten?

Dabei hatten wir doch mit dem Prostitutionsgesetzes zumindest in der Vergangenheit mal einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gewagt. Die ‘Zustände’ sind etwas besser geworden, der ‘Menschenhandel’ hat sogar etwas abgenommen. Zumindest hatte er das. Bis wir angefangen haben Geld in Banken zu pumpen und die Arbeitslosigkeit in Neu-EU-Ländern wieder hoch gegangen ist. Warum wissen wir alle.

Und was tun wir dagegen? Genau. Wir heben den moralischen Zeigefinger und wollen diese Einnahmemöglichkeit auch noch unter Strafe stellen.

Wir haben Gesetze gegen Menschenhandel, Zwangsarbeit und all die anderen Dinge. Und für Deutschland sind das gar nicht mal so schlechte Gesetze. Da haben wir schon weitaus Schlechteres verabschiedet. Man müsste sie nur einmal umsetzen. Das können wir hier nur wieder nicht.

Genau so wenig, wie auf schrille Debatten zu verzichten und entweder dafür oder dagegen zu sein zu müssen.

Wir können alles. Außer Vernunft.

Wenn jemand einen verdammt wichtigen Job macht, aus welchen Gründen (oder Nöten) auch immer, dann sollte dieser jemand dafür ordentlich bezahlt werden und diesen Job unter halbwegs gescheiten Bedingungen ausüben können.

Und dann nimmt man sich der Nöte an; anstatt diese zu negieren und diese Menschen zu stigmatisieren. Und dabei meine ich die Menschen auf beiden Seiten des Kondoms.

Dass es hierzulande Bordelle gibt, die mit einer Flat werben können und sich rühmen dürfen, die Billigsten zu sein – darüber wird wieder so gar nicht geredet. Das wäre ja auch mal ein sinniger, wenn auch kleiner, Anfang.

Nein, wir schauen lieber in die andere Richtung, wenn Menschen, die tatsächlich hierher ‘gehandelt’ worden sind, dann anschließend wieder direkt in ihr Heimatland abgeschoben werden.

Was passiert denn mit deren Seele?

Ich wette, darüber wird eine Frau Schwarzer wohl eher kein Buch schreiben. Auch keinen Leserbrief in einer Zeitung, die ja so bekannt ist für ihre Genderbestrebungen.

Wenn wir uns alle doch einfach mal ein wenig darauf konzentrieren würden, den Sex zu bekommen, den wir den anderen neiden, wenn wir uns doch alle nur ein wenig darauf konzentrieren würden, die Nöte all jener, die hierherkommen, damit sie ihre Familien ernährt bekommen, wirklich Ernst zu nehmen, dann hätten wir weder die Zeit, noch die Notwendigkeit die (falschen) Moralbürger zu spielen.

Dann käme uns vielleicht auch mal wieder in den Sinn, für eine gescheite Arbeit, für eine gescheite und vor allem für eine verdammt wichtige Dienstleistung ordentlich zu zahlen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob es um Hornhaut, Hühnersuppe oder Natursekt geht.

Diese ganze Debatte ist nämlich nicht anderes als ein weiterer übler Auswuchs unsere Geiz-ist-Geil-Haltung. Mit anschließendem schlechten Gewissen.

99 Cent für das Kilo Fleisch. 30 Euro für nen Arschfick. Und 60.000 für den neuen A6.

Willkommen in Deutschland, liebe EU Bürger von weiter südlich. Bitte blasen und Fresse halten. Zum Dank schicken wir euch die Polizei auf den Hals und anschließend wieder nach Hause.

Aber glaubt mal nicht, dass die ganzen Entscheider sich dann tatsächlich alle wieder selber einen runter holen würden …

Es gab mal Zeiten …

… da wäre das neue iPad und die Berichte darüber heute permanent auf Platz 1 in den Medien, die nicht eh nur Dinge über Apple berichten. Diese sind wohl eindeutig vorbei. Dort verkommet es zur Randnotiz während alle über das neue Nexus und KitKat schreiben.

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich mich darüber freuen oder sorgen sollte …

Die Mär von der Sicherheit

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Ich verkaufe Software. Ich verkaufe also Code, den ihr auf euren Rechnern, iPhönern und iPads laufen lasst. In aller Regel klickt ihr auf Download und dann Doppelklickt ihr das Programm. Wenn es nicht tut, was es soll, dann meckert ihr und ansonsten klickt ihr auf den nächsten Link und tackert eure Kreditkartendaten ein.

Und das tun die allermeisten ohne auch nur nachzufragen, was sie da tun. Ein paar gibt es, die Fragen nach, wenn sie etwas, wie hier oben, sehen.

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Keiner fragt nach, wenn er so etwas sieht. Es ist die selbe URL, die selbe Webseite, der identische Bezahldienstleister. Sobald da nur ein kleines Bildchen, ein kleines grünes Schloss ist, dann tackert ihr eure Daten ein. Inklusive eurer richtigen Adresse und Telefonnummer.

Und wenn dann der Registrierungscode nicht sofort automatisch vom Server kommt, dann meckert ihr wieder. Dass dies bedeutet, dass ich eure Daten zusätzlich zu MasterCard, zusätzlich zu FastSpring, zusätzlich zu den anderen an dem Prozess beteiligten Unternehmen auch noch einmal auf meinem Server ablegen müsste, das geht den allermeisten am Arsch vorbei.

Mir übrigens nicht.

Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass ihr nicht wissen könnt, was sich so alles in meinen Programmen versteckt. Es wird angetatscht, angeklickt und ausgeführt. Ihr könnt dies auch bei all den anderen hunderttausend Entwicklern nicht wissen. Nein, auch nicht auf dem iPhone oder iPad.

Und dann laufen da momentan fünf bis zehn Anfragen pro Tag zu meinem neuen SecureTexts ein. Ich möge doch bitte bis ins Kleinste erklären, was für eine Art der Verschlüsselung ich verwende, wie die Passwörter ‘verhärtet’ werden usw …

Und jedes Mal, wenn ich meine Standardantwort rausschicke, dass ich dies natürlich nicht preisgebe, da werden mir die absonderlichsten Dinge unterstellt und die besonders Schlauen faseln was von Open Design und Open Source. Bei einer Anfrage zu einem ‘geschlossenem’ App, wohlgemerkt.

Keiner dieser Anfrager würde jemals SecureTexts kaufen, nachdem er diese Antwort von mir bekommt.

Und jetzt ratet mal, was passieren würde, wenn ich doch nur die richtige Antwort gäbe, also was von Trilliarden Bits, noch mehr Durchläufen und PBKDF2 faseln würde? Also schlicht nichts anderes täte, als ein kleines grünes Schloss-Icon dranzuklatschen?

Genau – die allermeisten (und damit meine ich fast alle) würden beruhigt schlafen und ich wäre ein paar Dollar reicher.

Komisch, dass ich noch nie ein Antwort darauf bekommen habe, wenn ich all diesen Fragestellern dies auch genau so sage. Nein, Dollars bekomme ich von denen dann trotzdem nicht :–)

So etwas wie Sicherheit, so etwas wie sicher gibt es nicht. Nichts ist sicher. Eigentlich wissen wir das auch. Nur können wir mit diesem Gefühl, mit diesem Wissen nicht umgehen. Drum halten wir uns kleine grüne Bildchen von Schlössern vor die Augen. Noch schlimmer: wir lassen sie uns auch nur allzu gerne von anderen davor halten.

Wir machen das alle. Wir sind Menschen. Wir sind für Unsicherheiten nicht ausgerüstet.

Drum klappt das mit dem Lügen und Betrügen auch so gut. Wir lassen uns mit offenen Augen die tollsten Lügen aufbinden, nur damit wir sie nachts beruhigt schließen können.

Könnt ihr mir bitte alle den Gefallen tun und einfach ein wenig vorsichtiger durch das Leben gehen und das Gehirn kurz einschalten, bevor ihr irgend etwas nachbappelt, nur weil das auf Heise stand. Wobei das mit dem Stehen ja auch so eine Sache ist.

Schließlich lesen und verstehen wir ja auch nur das, was wir wollen. Sich Bahnhof einzugestehen können wir nämlich genau so wenig. Für die meisten Dinge sind wir nämlich viel zu doof. Wir brauchen es einfach.

Und einfach und (halbwegs) sicher schließen sich aus. Wissen wir eigentlich auch alle, wollen wir nur nicht wahrhaben. iCloud, Dropbox und Co sind doch so schön praktisch.

Den Gedankensprung, dass dies dann gar nicht ‘sicher’ sein kann, den machen nur die wenigsten. Manchmal sieht man das Problem vor lauter grünen Schlössern nämlich gar nicht mehr.

Sicherheit ist immer eine Abwägungssache. Auf Seiten des Entwicklers und auf eurer Seite.

Mache ich es möglichen Arschlöchern einfacher, nur damit ein paar besonders Kluge besser schlafen können oder verkaufe ich weniger und mache es allen Arschlöchern schwerer?

Wollt ihr von mir angelogen werden oder mir lieber ein wenig Vertrauen entgegen bringen?

Ja, die Grenzen dabei sind mehr als fließend. Ich weiß.

Aber im Ende müssen wir alle abends in der Lage sein, schlafen zu können. Ich kann besser schlafen, wenn ich weiß, dass ich niemals nicht (wie Adobe und Co.) eine Massenmail rausschicken und euch beibringen muss, dass all euere sensiblen Daten von meinem Server geklaut wurden und wenn ich abends sagen kann, dass ich keine grünen Schlösser Lügen verbreitet habe, nur um ein paar Kröten mehr gemacht zu haben.

Und ihr so?

Es wird flacher!

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Nein, ich rede nicht unbedingt vom Niveau hier. Ich rede von OS X. Noch sind in Mavericks ganz viele Aqua Elemente zu finden. Aber stellt euch darauf ein, dass diese Aussterben werden. Von den ersten Aqua-Buttons zu deren jetzigen Nachkömmlingen sind 12 Jahre vergangen und wir sind bei fast flachen Knöpfen angelangt.

Wer seine Apps nur für Mavericks schreibt, hätte die Möglichkeit alle Fenster auf ‘Light Content’ zu stellen und dann wäre alles fast flach. Nicht ganz, wie in OS 7 – aber schon verdammt.

Nichts wäre mehr mit blau, blinkend und schattiert.

Das kann man finden, wie man will – ändern werden wir es nicht können und so lange Knöpfe noch als solche zu erkennen sind und nicht auch noch zu reinen Wörtern verkommen, kann ich damit Leben; schließlich mochte und mag ich das klassische OS immer noch am liebsten.

Für uns, die wir mit den Systemen und Knöpfen alt geworden sind, stellt das auch weniger ein Problem dar. Ich frage mich, wie das mit Neulingen ist. Machen wir es denen einfacher oder schwerer? Allerdings kennen wir noch eine Welt ohne Rechner und virtuelle Schaltflächen.

Vielleicht sind diese Metaphern mittlerweile wirklich überholt und nur wir alten Säcke hängen der Druckpresse nach …

Ein Oldtimer für 400 Kröten

Alles wie erwartet, also. Und wieder kein 27 Zoll Display für den Michael. Das mit dem iPad mini ist fein. Das mit fast drei Jahre altem iPad 2 eher ein Witz. Aber Apple weiß in der Regel, was es tut. Die Käufer sind auch eindeutig nicht wir. Ob die ganzen Käufer da allerdings wissen, was sie tun, lassen wir lieber mal dahingestellt.

Für euch alle gut, für die Zunft der App-Klöpper bedenklich, ist dieses alles gratis. Ist zwar so gar nicht gratis. Ist im Hardware-Preis dreifach mit drin, nur die meisten verstehen das ja nicht. Aber Verblendung hat schon immer funktioniert.

Ihr bekommt ein fast fünf Jahre altes iWork mit ein paar neuen Icons für 50 Dollar, die man euch umgerechnet auf alle die Hardware aufgeschlagen hat. Da kann man dann schon erwarten, dass niegelnagelneue neue Apps von Einzelkämpfern natürlich für wirklich kostenlos kommen.

Vielleicht sollten wir anfangen, euch zu den Apps kostenlos die Hardware zu geben :–)

To Retina or not to Retina

Morgen ist ja schon fast so etwas wie Weihnachten. Nicht nur für uns. Wie Apples Weihnachtsgeschäft laufen wird, das zeigt sich schon morgen. Während nur für eine Handvoll die Frage(n) nach dem Pro wirkliche wichtig sind und auch wenn das Teil Unsummen kosten wird, viel Geld spült es Apple nicht in die Kasse.

Da sind die iPads schon wichtiger. Und bei denen das mini. Marketing hin oder her. Das mini ist das iPad, wie das erste schon hätte sein sollen. Ging damals nur nicht.

Und während das Fehlen eines Retina Displays bei der ersten Version nur all jene nervte, die schon eines gewöhnt waren, da ist es jetzt mit iOS 7 auch für all die anderen nichts wirklich prickelnd.

Dann kommt da noch etwas anderes hinzu. Mit iOS 7 gibt es noch noch Retina-iPhöner. Bei den iPads ist das immer noch gemischt.

Ja, natürlich ist da auch Eigenwunsch mit ein Grund – aber ich bin mir relativ sicher, dass wir morgen ein iPad mini mit Retina Display zu sehen bekommen und dank neuem A7, der auch verbaut sein wird, wird es auch nicht dicker. Stromsparen in der CPU schon eingebaut.

Dies vergessen wir nämlich immer so gerne, bei all unserem Gemeckere und der Fokussierung auf den Augenzucker. Was Apple auf der Hardware (unter der Haube) Seite da so macht ist schon nicht schlecht.

Ich denke, wenn das sparen sie eher an dem Fingerabdrucksensor. Der wird zur Abgrenzung nur dem großen Bruder vorbehalten sein.

Bliebe dann doch noch die Frage nach dem Pro. Aber nur aus einem Grund: Kommt der mit passendem Retina Display oder nicht. Technisch sollte Thunderbolt 2 ja in der Lage sein. Produziert werden können größere Retina-Displays mittlerweile auch; natürlich zu einem Preis.

Ich hoffe es wirklich, so sicher wie bei dem iPad mini bin ich mir da aber leider nicht.

Ich persönlich wäre morgen schon zufrieden, wenn das mit dem iPad mini in Retina stimmt. Auf das große schwere kann ich gerne verzichten.

Auf einzelne Pixel auch …

Ein Erklärungsversuch

Wenn wir jetzt mal die Zahlen so nehmen, wie wir sie präsentiert bekommen und nicht um die über 35 Prozent Nichtwähler bereinigen – dann wollen knapp 50 Prozent aller Wähler in Bayern von Menschen regiert werden, die nur auf Polemik ohne Sinn und Verstand und Vetternwirtschaft setzen (um Mal bei der Polemik zu bleiben).

So doof und geblendet sind die nicht mal in Bayern. Und mögen wir auch nicht vergessen, dass es Bayern um ein Vielfaches besser geht als den meisten anderen Ländern; so wirtschaftlich gesehen. Somit sollte die FDP da doch wenigstens über fünf Prozent kommen.

Da sind also gerade zwei Dinge passiert, die ja gar nicht sein können. Und die Menschen wie ich und du, der hier liest, ja so gar nicht verstehen können.

Oder wollen.

Ich mache jetzt mal etwas, was mit immer sehr schwer fällt und mir zu Zeiten auch richtige Schmerzen bereitet.

Ich versuche das Ganze positiv zu sehen. Ja, mit dem Kopf schütteln macht mehr Spaß und braucht weniger Resthirn – ich weiß. Ich bin darin Meister. Man kommt nur nicht immer sehr weit mit.

Und hier geht es um die Bayern. Die zu verstehen braucht eine Menge Anstrengung.

(Randnotiz: Flachen Wortwitz für heute untergebracht)

Man kann über Seehofer eine Menge sagen. Eine Menge Negatives auch, so man denn will. Meister der sinnentleerten Worthülsen, Nichtaussagen und Nichtfestlegungen ist er allerdings wahrlich nicht. Er kann den Stinkefinger auch ohne Zuruf und als Fähnchen im Wind würde ich ihn jetzt auch nicht unbedingt bezeichnen. Wenn der Sich mal verrannt hat, dann hält der daran fest. Seine schwachsinnige Maut wird keine 20 Millionen im Jahr bringen, erst mal 100 kosten und uns fehlen locker 200 Milliarden in der Infrastruktur.

Aber Seehofer schwätzt auch noch morgen sein Geschwätz von gestern.

Man könnte es fast Charakter nennen. Auf jeden Fall ist es (er) ein besserer Gegenentwurf zu unserer hohlen Raute der Nation als der gute Peer jemals sein wird, selbst wenn er sich jetzt auch noch für den Playboy ausziehen würde.

49 Prozent aller Bayern, die zur Urne gegangen sind, sehnen sich nach jemandem mit Ecken und Kanten, sehnen sich nach jemandem mit Charakter. Denen ist ein wenig und oft falscher Inhalt lieber als gar keiner.

Man kann das positiv sehen.

Die selben Menschen strafen die Hampelmänner in gelb ab; grandios ab. Menschen, die eigentlich zur Kerngruppe, zur Zielgruppe der FPD gehören müssten.

Das kann man nicht nur positiv sehen. Das muss man positiv sehen.

Und jetzt mal im Ernst. Bitte was sollen die, was sollen wir denn nun wirklich noch wählen? Um es mit den Worten von Titus Maccius Plautus zu sagen:

Behalte, was du hast. Das Übel, das man kennt, ist das erträglichste.

Oder um es mit meinen Worten zu sagen:

Wenn man wollte, da könnte man ein wenig Hoffnung bekommen. Selbst in Deutschland hat absolute Inhaltsleere ein wohl ein (wenn auch langes) Verfallsdatum.

Undankbares Pack

Ja, es ist doof so einen Kommentar mit Steve Jobs anzufangen. Aber genau das ist das Problem.

Weil dann nämlich jeder sofort wieder denkt und seine eigenen Gedanken vom Verstehen und Lesen ablenken. Und Gedanken kann man dann auch direkt mit Vorurteilen gleichsetzen.

Das machen wir alle. Einzeln, in der Gruppe und als Gruppe. Mehr oder minder absichtlich; mehr oder minder bewusst.

Und genau so sehen wir Keynotes, lesen Artikel und betrachten neue Dinge.

Am wichtigsten ist die jeweilige Verfassung. Bin ich eh schon schlecht gelaunt, dann wird meine Einschätzung auch dementsprechend ausfallen. Warte ich seit 2007 darauf, mir auch endlich mal ein iPhone leisten zu können (und dabei ist eher nebensächlich ob ich jeden Cent umdrehen muss oder ob ich ein erbärmlicher Geizkragen bin) oder bin ich nur im Besitz von Apple-Aktien, weil ich Dagobert der Dritte bin; keine Ahnung von Technik aber immer auf der Suche irgendwo noch drei Cent mit zu nehmen.

Es macht kaum einen Unterschied. Ich sehe mit der jeweiligen selbst aufgesetzten Brille, Höre nur, was ich will und vor allem Bewerte ich die Dinge nur so, wie ich kann; wie ich es mir selber erlaube.

Drum ist es wirklich nie gut so einen Artikel mit Steve Jobs anzufangen. Und eigentlich habe ich das. Und ich werde ihn auch mit ihm beenden – wie schlimm ist das erst? Und so unkreativ.

Aber genau das muss ich. Und ihr müsst mal ganz kurz eure eigene Kurzsichtigkeit, eure eigene Schwerhörigkeit und vor allem eure eigene Verdrehung der Dinge ein wenig unterdrücken.

Ich weiß, das ist schwer. So richtig schwer. Denn da ist dieses Stimmchen:

Ach nö, nicht schon wieder der Michael. Was bildet der sich wieder ein? Ich bin schlauer als der. Ich habe mehr Ahnung und vor allem habe ich Recht und nicht der Depp.

Ich bin da vollkommen bei euch! Alle doof außer ich!

Bis ich dann mal wieder feststellen muss, dass dem nicht so ist. Das passiert mir zehn Mal oder gar hundert Mal am Tag. Das würde ich aber nie laut zugeben. Wo kämen wir denn dahin :–)

Der Trick ist nämlich nicht, Recht zu haben. Der Trick ist einfach, euch etwas vor zu setzen, dass eure eigenen Stimmchen so leise wie möglich sind. Der Trick ist, euch etwas so vorzusetzen, dass euere Rückenmärker, ohne euch vorher zu fragen, den Kopfnickbefehl nach oben weiter geben.

In kurz: Der Trick ist, etwas gut zu verkaufen.

Und damit wären wir dann auch endlich bei Steve Jobs angelangt. Und ja, ihr wisst jetzt schon wieder ganz genau, worauf das hier hinauslaufen wird. Ja, ihr seid so etwas von schlau und toll.

Komisch nur, dass dies – zumindest so im Kollektiv – mal wieder nicht geklappt hat.

Zu teuer, zu billig, zu bunt, zuviel Fingerabdrucksensor, zu wenig China und vor allem eine ganze Menge von zu überhaupt.

Mal von den Bedenken abgesehen – die Technik hinter diesem Sensor ist enorm. Mal abgesehen von diesem (gar nicht mal so schlechtem) güldenem Gewand – die Technik im neuen iPhone ist der Hammer. Das mit den 64 Bit hat nämlich weniger mit Geschwindigkeit beim Abrufen von Emails zu tun als mit der Tatsache, dass das iPhone Dinge kann, die kein anderes kann.

Zum Beispiel noch bessere Bilder zu produzieren als alle anderen Intelligenzphöner und die meisten DSLRs zusammen. Und wozu benutzen wir alle unsere Taschenrechner am häufigsten? Genau. 600/700 Euro um Essen und Füße zu fotografieren.

Im Gegensatz zu Samsung und Co ein Plastikteil auf den Markt zu bringen, dass eben nicht nach Plastik aussieht und vor allem sich auch nicht so anfühlt? Das ist eine Leistung und dazu gehört eine Menge Wissen und Fähigkeit.

Aber das Alles nützt nicht. Wir sind nachher einfach enttäuscht. Weil wir vorher alles schon wussten. Weil unsere Rückenmärker nicht angesprochen wurden. Weil wir Zeit und Gelegenheit hatten auf unsere eigenen komischen Stimmchen zu hören. Weil wir überall zu lesen bekommen haben, was unsere eigene vermeintliche Meinung bestätigt.

Weil wir nicht mal zwei Sekunden innehalten. Weil alle doof außer ich. Komisch nur, dass wir dieses Spielchen jedes Mal haben.

Und genau da, da fehlt er dann doch. Der Steve. Der wusste etwas besser mit unseren Rückenmärkern umzugehen. Wir haben zwar immer schon nach nur einem Jahr nicht ein komplett neues Teil dahingestellt bekommen. Es wurde immer schon genau so gemeckert und dann haben sich die Teile verkauft, besser als jedes andere davor.

Aber das Alles ist in einem Jahr auch wieder vergessen. Denn wir müssen unserer Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Und dazu gehört auch, dass wir so schnell, so schnell gelangweilt sind. iPhöner sind langweilig. Selbst in bunt. Was weiß Apple schon? Schließlich bin ich schlauer als die Deppen.

Ach, wir wandelnden Rückenmärker haben es aber auch schwer. Und vor allem muss unserer Leben schon ganz schön gewaltig langweilig und oberflächlich sein, wenn wir uns von so etwas enttäuschen lassen.

Es geht um ein Stück Technik. Eines, das kaum einer von uns wirklich braucht. Vielleicht sollten wir es auch so behandeln.

Ich weiß, dies fällt uns schwer. Schließlich war der Steve recht gut daran unseren Rückenmärkern ein anderes Gefühl vorzugaukeln.

Die Geräte, die Technik, die Apple ohne Steve vorstellt sind nicht schlechter. Im Gegenteil. Die werden immer besser. Nur hat das wieder kaum einer gesehen. Sehen wollen und vor allem können.

Apple täte (meiner Meinung nach) gut daran nicht vorher alles schon durchsickern zu lassen. Wir Menschen sind doof. Wir wollen es nicht anders.

Auch wenn so mancher Schreihals das Gegenteil behauptet, wir wollen kein 99 Dollar iPhone. Wir wollen Überraschung und Show und wir wollen uns besser fühlen. Besser als andere.

Das billige Plastik iPhone ist nicht wirklich billig. Weder im Preis noch in der Qualität. Warum dann wird es bei manchem (ja, ich rede auch von mir) so wahrgenommen?

Weil es keine Überraschung ist. Weil es mich nicht besser macht; also vermeintlich. Weil ich undankbar bin. Und gelangweilt.

Und damit bin ich nicht alleine. Ich bin nur froh, dass ich mir nicht selber ein Werkzeug verkaufen muss, dass ich fälschlicherweise für ein Spielzeug halte und bei dem ich alles meine besser zu wissen.

Und damit wären wir wieder bei Steve. Aufhören sollte man mit ihm auch nicht. Denn dann macht man sich wieder alles kaputt, was man vorher mühsam versucht und aufgebaut hat …

Nokia 2110 - oder der kleine Nachruf

Microsoft has bought Nokia obviously to double down on irrelevancy.

blenderhead

Mein erstes Telefon für die Hosentasche – wobei die riesig groß sein mussten – war ein Nokia. Ein gebrauchtes Nokia. Ein gebrauchtes 2110. Denn über 2000 DM waren damals ein halber bis ganzer Sommer beschissene Arbeit auf der Baustelle.

Ich hatte es fast 7 Jahre lang. Und auch das Handy danach war von Nokia. Und das danach. Dann hatte ich ganz kurz eines von Siemens, da ich damals noch nicht wusste, was die so alles fieses anstellen. Die hielten alle nicht mehr so lange. Dafür kosteten sie auch nur noch ein Bruchteil.

Zurück zu Nokia. Mein erstes konnte sich 10 Nummern merken und SMS versenden. Damals gab es die noch kostenlos und man hatte nur 160 Zeichen. Twitter DMs in schwarz auf grünlich. Ohne Vorratsspeicherung. Drogen organisieren in kostenlos und unauffällig. Und der Akku hielt.

Ich mochte die Teile. Allerdings war die Überflutung ja auch eher gering. Siemens oder Nokia. Und Nokia hatte die schöneren Töne und Farben. Und die besseren Standby Zeiten.

Nix mit Kamera, Browser, Apps, Email, Prozessoren. Dafür mit Tasten und in übersichtlich und verständlich. Über 12 Jahre lang die selbe Marke. Fast ohne darüber nachzudenken. Davon kann ein jeder heute nur träumen. Egal ob Hersteller oder Benutzer.

Ich habe keine Zahlen. Aber gefühlt hat um 2000 herum jeder zweite Mensch der Welt ein Teil von Nokia mit sich herum getragen. Was äußerst praktisch war. Man musste nie ans eigene Ladegerät denken.

Und dann ging es ganz schnell. Email, baby! Ich hätte ja gerne ein Telefon von Palm gehabt. Die waren hübscher als die damals hässlichen BlackBerrys. Und dann ging es noch schneller. Nokia 20 Jahre. RIM ungefähr 10.

Mittlerweile braucht man nicht mehr so lange, um wieder in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Oder von MS aufgekauft zu werden; was vermutlich deckungsgleich ist.

Und jetzt mal alle die Hand hoch, die sich diese einfachen Zeiten, gänzlich ohne Sync-Konflikte zurückwünschen?

Tja, dachte ich mir. Wir beide werden Nokia wohl nicht mehr retten. Dabei überlege ich ernsthaft, mir so eines anzuschaffen. Aber so ist die Welt. Erst erobert man sie und dann wird man von ihr aufgefressen. Oder noch viel schlimmer: vergessen.

Ich denke, das wir mir mit meinem ersten Handy eher nicht passieren. Für mich hat es ein wenig Freiheit bedeutet. Alles danach sind nur noch Selbstverständlichkeiten. Die vergisst man schneller …

Bye Bye Telekomiker

Ich war lange bei den Telekomikern. Nicht nur, wegen des iPhones – sondern auch weil sie von allen schlechten Möglichkeiten, die noch am wenigsten grottigsten waren. In der Regel hat man nach ein paar Minuten immerhin einen echten Menschen an der Strippe, der des Deutschen mächtig ist.

Billig war das ganze nie. Besser wurde es auch nicht. Und nach den jüngsten Eskapaden habe ich dann gekündigt. Das wird denen zwar am Arsch vorbei gehen, auch weil nicht wirklich viele nach dem Gemeckere auch Taten haben folgen lassen und die das auch ganz genau wissen – aber ich will das Recht zum Meckern behalten.

Ich tue das doch so gerne …

Und die letzen Wochen war ich dann auf der Suche. Man, ist das schwierig und nervig. Für das VDSL zu Hause (Festnetz brauche ich eh nicht) habe ich immer noch nichts gefunden. Ich weiß nur, dass ich garantiert nicht Kabel Deutschland nehmen werde. Bei den Telekomikern hatte ich kaum Ausfälle und in allen Städten bisher auch halbwegs die Geschwindigkeit, die ich bezahlt habe. Auch abends um acht.

Ich vermute mal, dass können höchstens 0,2 Prozent aller Kabel Deutschland Kunden behaupten.

Wer also da einen Tip für Berlin, Prenzlberg hat – da geht es nicht darum, drei Cent zu sparen. Ich brauche Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit. Das darf etwas kosten.

Im mobilen Bereich sieht es anders aus. Halbwegs LTE gibt es eh nur bei den Telekomikern. Das lassen die sich auch teuer bezahlen. Das Ganze ist aber eh eher witzlos. LTE gibt es am Prenzlberg, ein bisschen in Mitte und an manchen Orten in Charlottenburg. Kaum ist man im Wedding, kann man froh sein, wenn man 3G bekommt und nicht nur Edge.

Und jetzt mal im Ernst: Unterwegs lese ich Emails, ein paar Feeds und google etwas. Das geht mit 3G wunderbar.

Was mich viel gewaltiger nervt, ist dieses bescheurte Gedrosselt. 6.0001 MB verbraucht? Dann ab ins Mittelalter. Ist auch scheiß egal, dass du die Monate vorher keine 500 MB benötigt hast.

Die 10 Euro extra für LTE zahlst du trotzdem. Zusätzlich zu den fast 70 anderen. Und da, wo du es gebrauchen könntest, da gibt es eh nur Edge. Auch bei den Telekomikern.

Nur finde mal eine halbwegs gescheite Alternative. Ich klöpple Apps. Ich sollte doch wohl Dinge verstehen, die etwas komplexer sind. Tarife zum Beispiel. Tue ich nicht. Ist wohl auch so gedacht.

Ich bin jetzt bei Base/-E-Plus. Deren Tarife für Selbständige sind gar nicht verkehrt. Aber der ausschlaggebende Grund für mich war, dass ich bei denen natürlich auch gedrosselt werde, wenn ich auf 5.0001 MB komme – allerdings drosseln die auf benutzbare 7,2 Mbit/s. Das erreicht man im Wedding nicht mit Telekomiker LTE und Schießmichtot Vertrag.

In BASE und E-Plus laden, da können sie einen auch halbwegs gescheit beraten und an der Hotline habe ich weniger als eine Minute gewartet und man hat mich verstanden. Und ich zahle jetzt nur noch ⅓ für halbwegs vergleichbare Leistungen. Sagte ich schon, dass man bei denen selbst bei Drosselung noch arbeiten kann?

Ja, ich weiß – es gibt noch andere Anbieter und auf dem Land sähe es auch schon wieder ganz anders aus. In der Regel halte mich eh nur in Gebieten auf, in denen es mehr als 20 McDonalds pro 1.000 Einwohner gibt.

Und zu Vodafone gehe ich garantiert nicht. Und ihr solltet das auch nicht. Und o2 weiß bis heute nicht, dass es auch Macs gibt. Die liefern immer noch Router und sonstige Hardware aus, die unter OS X/iOS nur zickt.

Hoffen wir mal, dass ich morgen nicht einen Bye Bye E-Plus Artikel schreiben muss …

Der Protest in Zeiten des Hashtags

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Es gibt Schätzungen, dass 20 Prozent aller Bundesbürger noch nie ‘im’ Internet waren. Von den restlichen 80 denken 95, das Internet sei, wenn sie auf Facebook etwas liken, sich bei YouPorn einen runterholen oder nach Cupcake Rezepten googlen.

Die kümmerlichen 5 Prozent, die vielleicht übrig bleiben, die einen Hauch von Ahnung haben, was man mit dem Internet so anstellen könnte und wie es grob funktioniert – was machen die bei Problemen?

Genau! Wir erfinden einen Hashtag. Und dann den nächsten. Und den nächsten.

Und dann wundern wir uns, warum 17.456 Tweets mit dem selben Hashtag keine sofortige Änderung bewirken.

Nur mal so spaßeshalber und als ganz einfaches und unbedeutendes Beispiel: Wie viele von euch haben wirklich den Telekomikern eine Kündigung mit Begründung vor den Latz geknallt und wechseln?

Genau. Dachte ich mir.

Ursache und Wirkung ist nicht so unsere Stärke. Genau wie beim Ollerum. Der ist auch immer ganz verwundert, wenn sein eigener Schwanz Gläser vom Tisch fegt.

Mich schaut er dann fragend bis vorwurfsvoll an.

Und wir starren derweil gebannt weiter auf die Timeline und sind ganz verwundert, warum eine Nichtschwanzwedeln keine Gläser aus der Bahn wirft …

Wenn die Geier kreisen

Ach, was waren die Zeiten schön, als man noch darüber schreiben konnte, dass früher alles besser war. Heute erinnert sich da ja keiner mehr dran. Damals. Als man seinen G3 noch nach fünf Stunden Photoshop besser mal neu gestartet hat. Als wir Mac Nutzer noch unter uns waren. Als Onkel Steve gerader erst zurück gekommen war.

Da ging es noch um richtig wichtige Dinge. Um Produkte. Um Verbesserungen. Um Visionen.

Jetzt geht es um Marktdurchdrängung und wer Mehr beim noch Mehr verkaufen verdient.

Da passt die Nachricht, dass Carl Icahn jetzt bei Apple-Großaktionär wird ja gut. Wer muss schon besser werden oder etwas Neues bringen, wenn die Rendite stimmt und man aus goldenen iPhönern noch Scheiße machen kann – oder so …

The Verge Artikel