Alles aus der Kommentar Schublade



Nein, ich werde mir keinen Apple-Klotz ans Arm binden

Mittlerweile dürfte es ja der letzte mitbekommen haben, wenn die Gerüchte stimmen, denn dürfen wir uns demnächst einen Apple-Klotz ans Bein Arm binden.

Einen funkenden Klotz, der sich entweder direkt mit unserem iPhone, welches wir neben unseren Säcken (oder anderen Körperteilen) in unserer Hosentasche (oder anderen körpernahen Regionen) aufbewahren, austauscht – oder gar direkt mit dem nächsten Funkmasten verbindet.

Damit wir noch erreichbarer sind. Und noch abgelenkter. Und noch unkonzentrierter. Dafür passt das Glas sich angeblich unseren Handgelenken an. Anschmiegsame Fessln mit nem Apfel drauf. Wer wollte das nicht schon immer mal haben.

Logisch ist der Schritt. Danach kommt dann nur noch ein Knopf ins Ohr und die GUI fällt komplett weg. Vorausgesetzt natürlich, die Siri-Trulla versteht einen.

Vielleicht will man ja auch eines Tages einfach nicht mehr verstanden werden. Schließlich muss man sich die Fesseln ja nicht auch noch freiwillig anlegen …

Die Sache mit den Gerüchten

Früher, als alles noch besser, die Macs noch zum Arbeiten benutzt wurden und die Telefone in die Hand passten – also alles besser war – da waren Gerüchte etwas tolles. Man konnte sich auf sie freuen, austauschen und diskutieren und vor allem gespannt bleiben.

Heute, da machen sie mir zum Teil nur noch Angst.

Großes 5 Zoll iPhone 6 kommt noch in 2013

Das schlimme daran ist, mit großer Wahrscheinlichkeit ist es wahr und wir sehen in ein paar Tagen die ersten Bilder und in ein paar Wochen wissen wir dann schon alles.

Das ist, wie vor Weihnachten ins elterliche Schlafzimmer geschlichen zu werden und sehen zu müssen, dass man schon wieder etwas geschenkt bekommt, das man sich doch gar nicht gewünscht hatte und auch noch weniger haben will.

Das ist wie mit dem Schämen. Fremdschämen ist noch schlimmer, als sich nur für sich selber und es ist eine Sache, wenn man selber ins Schlafzimmer schleicht und die Verpackung am Rand aufpopelt – aber die Vorfreude von anderen ungefragt ruiniert zu bekommen …

Verpasste Chancen

Ach RIM BlackBerry – das wäre deine Chance gewesen. Stell dir doch nur mal vor, du wärest die erste Firma gewesen, die gesagt hätte:

Wir brauchen nicht 70.000 oder 3 Millionen doofe, langweile und vor allem immer wieder die selben Apps. Wir brauchen nur 25 richtig gute. Und die kommen mit jedem BlackBerry frei Haus. Und zwar in richtig gut. So gut, dass es überhaupt gar keinen Bedarf gibt, nach etwas anderem zu suchen. Natürlich gibt’s auch weitere zu kaufen - aber nur dann, wenn sie richtig gut und vor allem einzigartig sind.

Kinderkrankheiten, wie die Probleme mit dem Akku, die bekommt ihr in den Griff. Dass ihr Deppen dem Keyboard-Teil die fünf anderen Knöpfe geklaut hat und jetzt alle, die mit TASTEN arbeiten wollen zum Rumtatschen und Befetten zwingt, das werdet ihr noch bereuen – und das ist nicht als Drohung gemeint, nein – da werdet ihr noch von alleine drauf kommen. Vermutlich wohl, wenn es zu spät ist.

Aber das mit den Apps, da habt ihr euch wirklich ins Knie geschossen. Zu spät, viel zu spät den selben Scheiß machen hat noch Keinem geholfen. Eier dagegen, richtige Eier und das doofe Spiel eben nicht mitspielen – ach, das wäre was gewesen …

1000 Euro für ein Tablet?

Ich bin ja jetzt nicht unbedingt der Pfennigfuchser. Auch kosten gute Dinge. Aber ernsthaft? Wer von euch würde fast 1000 Euro für ein Tablet ausgeben?

Man bekommt ein MacBook Air für weniger. OK – mit dem kann man dann nicht direkt ins Internet. Dafür aber richtig arbeiten.

Auch frage ich mich, was man denn alles auf seinem Tablet so speichert, um die 128 GB voll zu bekommen. Heute, wo eh alles gestreamt wird.

Aber wie so oft, werde wahrscheinlich nur ich mich wundern und alle anderen haben jetzt schon die Kreditkarte gezückt …

Ich bin dein Kunde, es geht mir am Arsch vorbei

Ich bin dein Kunde. Ich habe etwas gekauft, dass du kreiert, geschrieben, gebaut, was auch immer hast.

Ich habe dafür gezahlt.

Es kümmert mich nicht, wie lange du gebraucht hast, es zu kreieren, zu schreiben, zu bauen oder was auch immer. Es ist mir auch egal, wie viel Geld du investiert hast.

Auch interessiert mich nicht, dass es für alle anderen funktioniert, dass der Code ganz toll ist, wie viel es eigentlich kosten sollte und wie viel Support du zu geben hast.

Ich will nicht hören, dass das Problem auf meiner Seite ist, das etwas komisch ist oder dass du dir nicht erklären kannst, warum es nur bei mir abstürzt.

In dem Moment, in dem ich zu einer Anleitung greifen muss, stehen die Chancen hoch, dass ich dein Produkt (App) direkt in die Tonne kloppe, darüber im App Store lästere und mein Geld zurück verlange.

Es geht mir am Arsch vorbei, wessen Schuld es ist, wie toll es mit der nächsten Aktualisierung wird und was du meinst, was ich damit tun sollte.

Das einzige, was mich eventuell interessiert ist, wie hübsch das Icon ist und wie wenig Geld ich dafür ausgegeben habe.

Dies ist mein tägliches Mantra. Ich versuche es beim Klöppeln und vor allem beim Support zu beherzigen, schließlich sind wir alle nicht davon befreit. Und auch wenn man es in meinen Apps wiederfindet, beim letzteren versage ich dann doch immer noch das ein oder andere Mal.

Aber hey, morgen ist ein neuer Tag …

Die alten Säcke sind noch zu jung - oder unser Digitales Mittelalter

Ja, ich war versucht es erst Steinzeit zu nennen – dies wäre aber dann doch zu übertrieben. So wie auch in Paris oder London im dunklen Zeitalter ab und an ein Lichtstrahl durch die vollgeschissenen Gassen blitzte – so erhascht man auch hierzulande ab und an einen Hauch von digitaler Neuzeit.

Dies dann aber auch nur, wenn weder Politik, noch alteingesessene Medien oder geerbtes Geld mit von der Partie sind.

Die häufen weiter den Unrat in künstlich beengten Leitungen Gassen auf.

Ich bin im Herzen und manchmal auch in der Seele alt. Ich putze meine Schuhe noch selber, ich mag das Geräusch einer Schreibmaschine und Möbel müssen noch aus Holz sein. Ohne Schrauben.

Der Vorteil von einem Handy ist es, dass man eben nicht dran gehen muss und auch wenn ich täglich ungefragt Dinge absondere und Katzenbilder poste – ihr werdet von mir im Internet nur Dinge finden, die ich da auch haben wollte.

Jawoll – Internet. Diese mittlerweile auch schon wieder 30 Jahre alte Erfindung. Dieser gar nicht mehr so neumodische Kram.

Ich alte Seele benutze es. Ich ewig Gestriger zahle Unsummen für VDSL und LTE. Und ich habe doppelt Glück gehabt. Ich wohne so, dass ich überhaupt zu den nicht mal zehn Prozent derjenigen gehöre, die dies in unserem Land überhaupt angeboten bekommen. Ihr wisst, schon – die Sache mit den Leitungen und dem Ausbau.

Und dann muss man sich den Spaß ja auch erst mal leisten können. In einem Land, das immer weiter den Anschluss verliert – im blödesten sprichwörtlichen Sinne.

Kein Anschluss unter diesem Land.

Der einzige Grund, warum es Deutschland nach dem Krieg überhaupt geschafft hat, ist unserer Infrastruktur zu verdanken. Autobahnen, Gleise, Flüsse, Häfen usw. Unsere heutige Position, von der wir jetzt schon seit Jahrzehnten zehren, verdanken wir also eigentlich Adolf.

Nur eine gescheite Infrastruktur heute hat nicht mehr ausschließlich mit Teer, Asphalt und Stahl zu tun. Und schon gar nicht in einem Land, in dem wir all das fast vollständig abgeschafft haben.

Wir haben nur seit Jahrzehnten an keiner neuen, an keinem Ersatz gearbeitet. Geschweige denn, in eine investiert.

Überlegt euch mal, was man mit den Milliarden aus der Abwrackprämie hätte anstellen können.

Wie haben mir den selben alten Ideen unsere Gassen weiter zugeschissen. Naja – eigentlich haben wir zuscheißen lassen und tatenlos daneben gestanden.

Und die, auf die wir ein klein wenig Hoffnung gesetzt hatten, dass sie vielleicht ein klein wenig daran ändern können, die sind gerade mit anderen Sandkastenstreitereien beschäftigt.

Und die andern alten Säcke, an denen es hängt, die sind leider noch zu jung. Die treten alle noch nicht so schnell ab oder fallen um. Oder sind mit anderen Dirndln beschäftigt.

Und nein, bevor ihr euch jetzt gemütlich zurück lehnt, ob der ewig selben Leier und weil ja grundsätzlich alle anderen – überwiegend ‘da oben’ angesiedelt – schuld sind, hier ein kleiner Exkurs in die analoge Vergangenheit:

Gassen hören nicht einfach auf einmal auf zu stinken und der Unrat Alteingesessener räumt sich auch nicht von alleine weg.

Das hat es noch nie und wird es auch nie.

Die Aufklärung ist nicht einfach so über nacht vom Himmel gefallen und hat alles in güldenes Licht getaucht und nach Rosen duften lassen.

Es bedurfte Menschen, die das als gottgegebene, in Stein Gehauene hinterfragt und widerlegt haben.

Ein einzelnes kümmerliches netzpolitik.org alleine bringt eventuell ab und an einen kleinen Sonnenstrahl in die Gassen all jener, die schon selber eine Schaufel oder einen Besen in der Hand haben.

In den Gassen all jener, die schon lange keine Licht mehr gesehen haben – oder gar noch nie – bleibt es aber weiter dunkel und muffig.

Auch muss es ja noch nicht mal hochtrabend politisch und sozial so was von relevant sein.

Aber wo sind sie denn, die kleinen Brötchen? Wo ist sie, die gute Tech-affine Seite für alle? Ja verdammt noch mal – wo ist denn überhaupt die gescheite Online-Zeitung für alle Deutschen? Und jetzt kommt mir nicht mit SPON!

Wo sind sie denn, die Ideen, die Webseiten, die Startups – die global eine Rolle spielen und ihren Ursprung in Deutschland haben? Und jetzt kommt mir nicht mit YouPorn!

Wo sind sie denn, die Investoren, die einem nicht gleich sagen, dass man für so etwas dann doch lieber direkt Geld aus den USA beschaffen gehen soll?

Wisst ihr was gute Investoren aus den USA antworten?

Ich mag eure Idee – aber ich investiere nur in Dinge, die aus meinem Land oder gar nur aus meiner Stadt kommen. Warum soll ich in ein anderes Land investieren, wenn es bei mir zu Hause doch viel besser aufgehoben ist?

Aber wir – wir Deutsche – wir investieren in Teer, Asphalt und Stahl in allen anderen Ländern. Die könnten ja drei deutsche Autos mehr kaufen.

Ach Berlin sagt ihr? Da gibt es doch ganz viele Startups? Da wird doch alles besser. Da ist doch auch Geld, die machen doch was, das wird schon.

OK – dann zeigt mir mal ein deutsches, sinnvolles Startup (es muss nicht mal aus Berlin sein) das mit ‘deutschen’ Geld so etwas wie Erfolg vorzuweisen hat. Nur eines. Ich lasse mich gerne eines Bessern belehren.

Mittelalter findet im Kopf statt. Sich auf seiner 16.000er Leitung für 19,99 auszuruhen ist nicht genug. Aber wohl der nicht erklärte Konsens.

Naja, das nächste iPhone kommt vermutlich auch in blau und rot und gelb …

Keine Brüderle im Geiste

Vorneweg: Ich kenne den Brüderle nicht. Ich mag ihn auch nicht. Das hat mit dem ersten zu tun und vor allem dem Parteibuch. Würde ich ihn kennen, würde ich ihn vielleicht sogar mögen. Oder eher nicht. Weiß man nicht. Also ich.

Was ich allerdings weiß – oder eher kenne – und auch für verdammt notwendig halte, ist eines dieser wichtigen Grundprinzipien guten Journalismus. Der Schreiberling macht sich nicht zum Mittelpunkt des Geschehens – um es mal salopp zu formulieren. Er macht sich nicht mal zur Randfigur. Erst recht nicht bei so einem Thema. Oder anders formuliert:

Sich gemein machen, macht man gemein hin nicht.

Und schon gar nicht Monate später, zu einem ‘ungünstigen’ Zeitpunkt und vor allem, wenn man das ‘Interview’ nachts an einer Bar ‘geführt’ hat.

Und bevor jetzt einige direkt wieder anfangen, ihre BHs zu verbrennen, die Termine fürs Waxing abzusagen oder auf was noch für Ideen man frau noch so kommen kann – es geht hier nicht um das Verhalten oder Unverhalten eines Mannes. Noch nicht.

Hier geht es um Journalismus.

Der Stern behauptet, die ‘Diskussion’ zeige, dass sie das Richtige getan hat. In meinen Augen hat sie das nicht. Oder zumindest nicht das Bessere. Denn das hätte man eindeutig tun können. Und zwar so, dass man jetzt erst gar nicht der ‘Kritik’ ein weites Tor geöffnet hat.

Das nennt man dann Journalismus. Guten Journalismus. Aber was weiß ich schon. Ich bin Blogger.

Dies gesagt – kommen wir doch jetzt mal zu den wirklich wichtigen Dingen. Dem Busen. Oder besser, den Brüsten. Wir starren nämlich eher auf die Brüste, als auf den Busen. Es gibt nämlich mehr Brüste als Busen und vor allem gibt es nur wenige schöne Busen. Aber ich denke, das ist ein anderes Thema.

Kommen wir mal zurück zum wandernden Blick. Und dieser leider wohl nie vernünftig und entspannt zu führende Diskussion darüber.

Wandernde Blicke sichern unser Überleben, bzw. den Fortbestand der Spezies Mensch. Das machen wir – und zwar völlig unabhängig vom Geschlecht – erst einmal unbewusst. Und wer behauptet, er tue das nicht, der lügt. Keiner kann sein Lymbisches System steuern. Daran ist auch nichts verwerflich. Geschlechtsbedingt wandern unsere Blicke auf unterschiedliche Ziele, bzw. Körperteile. Und dies übrigens auch unabhängig von unseren sexuellen Vorlieben.

Das, was danach passiert, das können wir steuern. Und dies unterscheidet sich nicht nur nach Geschlecht und den Neigungen – sondern vor allem nach der Kinderstube. Und Kinderstube ist nichts anderes als eine Multiplikation der unbehelligten Versuche.

Wenn ich permanent mit meinem Verhalten durchkomme, warum soll ich es denn dann ändern?

Erschwerend kommt hinzu, dass in der Regel der zweite, bewusste Blick bei Männern immer noch bei den üblichen Körperteilen weilt und viele von uns dabei auch nicht gerade dezent vorgehen. Dezent hat auch etwas mit Dauer zu tun. Und dem Gesichtsausdruck.

Ich mag schöne Brüste. Übrigens auch schöne Busen. Ich mag auch schöne Ärsche. Und Beine. Und Arme. Und Hälse. Und was es da noch so gibt. Ich mag auch schöne Männer und schöne Häuser und schöne Autos und vor allem mag ich schöne Katzen. Die schaue ich mir alle gerne an. Manches davon auch gerne mal länger.

Was ich in manchen Situationen allerdings versuche zu vermeiden, ist dabei zu sabbern anzufangen. Erst recht, wenn ich schon ein paar Bier getrunken habe. Das könnte allerdings schlicht und einfach nur an meiner Kinderstube liegen. Ich war in den entscheidenden Jahren viel unter Frauen (nein, kein Wortwitz) und habe es gelernt. So mit strafenden Blicken und klaren Worten.

Das hat mir nicht geschadet.
Im Gegenteil.

Die feine Balance zu halten – oder es zumindest zu versuchen – hat nämlich mehr Vor- als Nachteile. Das gilt übrigens auch für euch Damen; nur mal so am Rande.

Auch hilft es gewaltig bei einer durchaus wichtigen und nützlichen Diskussion über solche Dinge, wenn man überhaupt erst einmal die Berechtigung dazu vorweisen kann. Dazu zählt, dass man weiß was man ist, was für Fehler man von Natur aus hat und wie man ein wenig damit umgehen kann. Und wenn man die andere Seite kennt und wertschätzt.

Alle anderen halten an dieser Stelle bitte einfach lieber mal die Fresse und mit Angriffen disqualifiziert man sich auch direkt. Die sind mit Sabbern gleichzusetzen. Oder mit billig. Beides führt auch hier (und dort) seltenst zum Ziel.

Die Balance halten können – auch nach sieben Bieren – das macht einen Mann aus. Oder die Frau. Und manchmal ist es besser, Abstand zu wahren. Nicht nur an der Bar.

Beim Journalismus ist dies allerdings nicht nur manchmal besser – sondern immer …

Nehme nichts zurück und behaupte nicht mal das Gegenteil

Ja, auch ich hatte der Meldung über sinkende Verkaufszahlen des iPhone 5 Gehör geschenkt. Zwischen Wissen und Vermuten und vor allem glauben Wollen besteht nun einmal ein gewaltiger Unterschied.

Und Wissen tun wir, wenn es um Apple geht, alle nichts bis noch weniger. Bleiben also Vermuten und die Sache mit dem Glauben übrig. Beide nicht toll – ich würde aber jederzeit das Vermuten vorziehen, da kann man dem Vermuter wenigstens noch ein paar Gedankengänge, Beobachtungen und 0,3 Gramm Erfahrung wohlwollend unterstellen.

Beim Glauben geht es eher bis ausschließlich darum, sich die Dinge so zurecht zu legen, wie man sie gerne hätte. Millionen von Chinesen, die das iPhone 5 in Unmengen erworben haben, sehen die Dinge eindeutig anders als ich.

Ich stehe dennoch zu der Behauptung, dass Apple schon wahrlich bessere und ausgereiftere Gerätschaften auf den Markt geworfen hat und ihnen ein Dämpfer nicht schadet. Ich stehe vielleicht nur etwas alleiner (ich weiß, ist kein Wort, sollte aber mal dringend eines werden) da.

Allerdings zeigt es mal wieder, noch genauer zu schauen, wenn da jemand etwas schreibt und selbst wenn es das WSJ ist. Oder andersherum:

Glauben ist gut – Kontrolle ist besser …

Des einen Porno ist des anderen Urlaubsfoto

Das Problem mit dem Vorauseilenden Gehorsam ist, das mangelnde Nachdenken. Es kann mir doch keiner erzählen, dass es bei 500px ein – nennen wir es mal: bedenkliches – Bild länger als 0,3 Sekunden online wäre.

Die Seite wird ein paar hunderttausend Mal am Tag angeklickt, die haben gute Filter und noch bessere Nutzer.

Auch konnte man im App selber nicht die drei Nippel, die es bei 500px natürlich auch zu sehen gibt, aufrufen, ohne vorher das App zu verlassen, sich auf der Webseite einzuloggen und die Arschbacken freizuschalten.

Aber im Amiland zieht man trotzdem direkt auf ein paar Beschwerden aufgeregter Menschen hin, die garantiert zu wenig Sex haben, das App aus dem Verkehr, weil (vermutlich) ein Kind im Sonnenuntergang planschte.

Ein Wunder, dass Kinder überhaupt noch ins Meer dürfen. Kann wohl nicht mehr lange dauern, bis irgend jemand im Vorauseilenden Gehorsamsrausch ganze Strände vorsorglich absperrt …

AllThingsD Artikel

Erschießt den Boten, nicht die Botschaft

Nachdem es eigentlich so aussah, als wäre das Thema durch, da schwappt es gerade wieder einmal hoch. Diese Sache mit den Rundfunkbeiträgen.

Angeblich wird sich empört, weil jetzt die 0,03 Prozent aller Deutschen, die weder Radio, noch Fernseher, noch Computer und auch kein Auto besitzen, auch zur Kasse gebeten werden.

Erst einmal würde mich interessieren, wie viele von diesen Promillen ein iPhone oder S3 in der Tasche haben und dann muss mir einer noch einmal erklären, wie diese Menschen sich überhaupt aufregen und mitteilen können, so abgeschieden von der Zivilisation?

Wie immer bei uns, wenn wir über etwas Wichtiges diskutieren, dann immer gewaltig am eigentlichen Problem vorbei und grundsätzlich in der falschen Besetzung.

Laut geschrien wird doch nicht von diesen Restbewohnern im Tal der Ahnungslosen (und die wären die einzigen, die ein wenig dürften) – nein, vorangeschrien wird von den armen Menschen, die uns so wertvolle Dinge wie die BILD oder der Talk um Eins mit Britt bringen.

Auch das wäre noch zu verkraften und sehr schnell einzudämmen, wenn da nicht die GEZ wäre. Denn wie auch der beschissenste Werber und PRler selbst im Suff Schlaf stammeln kann: der Bote ist die Botschaft.

Wie kann man denn so bescheuert sein, und für das Überbringen einer wichtigen und berechtigten Botschaft – schließlich ist dieser Rundfunkbeitrag einer der wenigen gute Dinge unserer bertelsmannschen Freiluftversuchsanstalt Demokratie – immer noch auf diese windige Einrichtung setzen?

Eine beschissene Änderung des Namens ändert an den Methoden auch rein gar nichts.

Es ist völlig egal ob etwas eine Gebühr oder Betrag genannt wird, wenn die dunkelsten Gestalten es mit den denkbar schlechtesten Methoden auf die denkbar schlechteste Art und Weise … ja, was eigentlich?

Durch welches Geschöpf des Neusprechs wurde eintreiben denn jetzt eigentlich ersetzt? Robustes Auffinden? Und was ist aus dem Gebührenfahnder geworden. Ein Abgabenermittler?

Ich hatte ja neulich schon eine Idee. Und – auch wenn sie weder von mir, noch neu ist – hier ist noch eine, denn der Zeitpunkt dafür wäre gerade richtig:

Erschießt den Boten!

Wahlweise und unblutiger ginge auch das schlichte Abschaffen der GEZ des Beitragsservices von ARD, ZDF und Deutschlandradio.

Wenn ihr es schon Demokratieabgabe nennt, dann sammelt es auch genau so ein, wie all die anderen wichtigen Dinge (wie Schulen, die Polizei, die drei übrig gebliebenen staatlich finanzierten Frauenhäuser und zwei Zentren gegen rechte Gewalt) auch.

Mit der Steuer.

Und nächstes Jahr kümmern wir uns dann um die Deppen, die für die Auswahl der Tatort-Drehbücher und das sonstige Programm zuständig sind …

Aus der Reihe: Dinge, die der Welt gerade noch gefehlt haben, Teil II

OK. Ein weiteres Telefon ist uns erspart geblieben. Vorerst? Aber bitte wer braucht denn Graph Search? Das ist wie Google+ und all die anderen.

Werdet ihr alle eigentlich von den selben Deppen beraten, die die Pharmakonzerne schon angeheuert haben?

Wir haben da eine Pille. Wir brauchen ganz schnell ein neue Krankheit mit einem eingängigen Namen.

Und das funktioniert ja schon seit Jahren recht erfolgreich. Warum sollte das also auch nicht im Internet funktionieren?

Wir brauchen mehr Platz für Werbung. Erfindet mal ganz schnell eine neue Funktion mit einem eingängigen Namen.

Dabei ist auch völlig egal, ob diese Funktion Sinn macht, es sie schon gibt und sie keiner braucht. In ein paar Monaten werden wir dazu ‘gezwungen’ sie zu benutzen und selbst das endet dann wie Google+ unter: Ich bin da angemeldet? Seit wann denn das? Ich nutze das doch gar nicht.

Das Internet ist nämlich – entgegen der landläufigen Meinung – keine Apotheke. Wir brauchen keine Generika. Wir haben Facebook für das Eine, Google für das Andere. Die sind beide nicht perfekt – aber funktionieren und vor allem sind wir sie gewohnt.

Wir nutzen das Internet um Probleme zu lösen. Wir brauchen niemanden, der uns angebliche Lösungen für ein Problem vor die Nase setzt, welches wir gar nicht haben oder andere schon lange gelöst haben.

Ich kann es mangels Erfahrung nicht beurteilen – aber muss man ab gewisser Summen eigentlich immer noch auch nach drei Cent mehr streben? Reichen nicht 97 Prozent des möglichen Gewinnes?

Google, Twitter, Facebook und ja, zum Teil auch Apple – merkt ihr nicht, dass diese kümmerlichen 3 Prozent Mahr Schaden anrichten als Nutzen?

Apps sind out

40 Milliarden Apps wurden aus dem App Store (iOS) insgesamt geladen. Wobei alleine die Hälfte im vergangenen Jahr über die virtuelle Ladentheke gegangen ist. Jeder Mensch dieser Welt hat alleine im letzten Jahr umgerechnet drei Apps aus dem App Store geladen.

Rechnet man jetzt noch Android Apps dazu – ja, auch die werden geladen, nur nicht bezahlt – dann waren es schon fünf pro Erdling.

Zum Vergleich: die geschätzte Zahl der angeschauten Pornos pro Erdbewohner im Jahr beträgt 123. Die dürften wohl nur noch ungleichmäßiger verteilt sein. Auch habe ich keine Zahlen drüber gefunden, wie viele von diesen 40 Milliarden drei Sekunden später schon wieder in die Tonne gekloppt wurden. Ich tippe mal auf 39.

Ich sehe das ganze mal positiv, denn der Zenith sollte doch jetzt so langsam mal überschritten sein und wir können uns wieder wichtigeren Dingen widmen.

Qualität zum Beispiel …

Apple Press Info

Kleines persönliches Nachwort, weil das nie laut gesagt wird. Die 7 Milliarden, die Apple an Entwickler ausgezahlt hat, gingen zu über 90 Prozent an nur 15 Entwickler (Firmen) …

Touch so gar nicht verstanden

myWPEdit Image

So erschreckend, wie es ist – aber in der heutigen Zeit muss man ja erst einmal einen ellenlangen DISCLAIMER für die Deppen dieser Welt absondern, bevor man seine eigene Meinung kundtun kann. Und selbst das reicht ja oft nicht.

Ich verdiene meine Brötchen unter anderem mit iOS. Ich besitze unterschiedliche Android Gerätschaften, ich habe unterwegs einen BlackBerry dabei und bin der Meinung, dass Konkurrenz gut ist. Ich bin nicht voreingenommen, ich bin kein Jünger und vor allem bin ich ab und an noch in der Lage, selber zu denken. Dies kann man leider nicht von allen behaupten. Schon gar nicht von so vielen Firmen.

Aus dem Grund war ich auch auf die gestrige Vorstellung des Ubuntu Phone OS gespannt.

Und ich bin dann auch direkt wieder mal enttäuscht. Oder besser, enttäuscht worden. Seitdem Apple das iPhone vorgestellt hat, muss ja alles mit Touch sein. Touch hier und Touch da. Man muss ja mittlerweile auch seinen Herd betatschen. Autos mit Schlüssel starten ist auch von gestern und demnächst touchen wir uns auch nur noch den Arsch ab. Klopapier wird überflüssig.

Richtig in die Scheiße greifen will ja keiner mehr.

Und leider machen die allermeisten, die auf diesen Touch-Zug aufspringen den selben doofen Fehler. Apple hat die Touch Bedienung eingeführt, um Dinge zu vereinfachen.

Alles Touch zu machen und dabei die absonderlichsten Gesten einzuführen, nur weil es geht, ist absolute Idiotie. Und die scheint wohl Pflicht zu sein.

Wenn die geleakten Informationen stimmen, dann wird der bald erscheinende BlackBerry mit Tastatur zwar noch eine Tatstatur haben, aber keine Menüknöpfe mehr. Bitte, was soll der Scheiß?

Selbiges gilt für ALLE neueren Android-Teile. Ursprünglich gab es da vier Knöpfe. Die waren nicht der Renner – aber um Längen besser als dieses Gefrickel mit diesen vier – grundsätzlich zu kleinen – Nichtknöpfen. Von der Idiotie mit dem Zurück, das selten das Erwartete macht, mal ganz abgesehen.

Das einzige Geräte, dem ich das Fehlen eines richtigen Knopfes verzeihe, ist das PlayBook. Da hat RIM wirklich mal nachgedacht und etwas mit Sinn gebaut. Auf einem Telefon geht das allerdings nicht, ihr Deppen! Ein größer Bildschirm ist fürn Arsch, wenn ich das ganze Gerät nicht gescheit bedienen kann. Und dazu gehört gerade bei einem Telefon nun einmal auch, dass ich etwas fühle.

Und dieses Ubuntu Phone setzt noch einen drauf. Nicht nur fehlt ihm ein Knopf, es verkompliziert die Touch-Benutzung auch noch mal extra. Hallo?

Das ist wie bei diesen Ingenieuren, die erst einen von innen beheizbaren Außenspiegel entwickeln und weil das so toll war, dann noch einen von außen beheizbaren Innenspiegel drauf setzen.

Nur weil man etwas machen kann, heißt dass noch lange nicht, dass man es muss oder gar sollte.

Manchmal, da kann man sich wirklich nur an den Kopf touchen. Und dafür brauche selbst ich keinen Knopf …