Das Weblog der MOApp Programm Manufaktur.
Tiraden, Kommentare, Fünde und Tipps von Michael & Ollerum.

Alles aus folgender Schublade: Produktempfehlung



Xiaomi Mi Notebook Air 12.5″

Air Notebook

Nachdem das jahrelange Trainieren von Ollerum neulich endlich Früchte getragen hat und er erfolgreich mein nicht wirklich geliebtes T61 vom Tisch gefegt hat, musste eine neue Dose für das DATEV Prüfprogramm und zum Testen der CSV und Excel Dateien, die Umsatz exportiert, unter Windows her.

Die Qual der Wahl, die keine war, fiel auf das jüngst erschienene Xiaomi Mi Notebook Air in der kleinen und knuffigen 12.5″ Version; lobten es doch alle über den grünen Klee.

Da ich schon zwei Hosentaschenteleföner der Chinesen besitze - wovon ich ja selber neulich schon eines mit gelobt hatte - und ich wusste, dass die Hardware in gescheiter Qualität können und ich garantiert nicht wieder zu einem Lenovo greifen wollte, lag das Naheliegende dann doch wieder etwas weiter und dieses mal leider auch länger weg.

Der Zoll hat über eine Woche gebraucht, da hätte ich mir die Steuern auch sparen und den zweiwöchigen Umweg über England nehmen können.

Händler, wie GearBest, lassen sich die Sachen über England nach Deutschland schicken, um so den Zoll zu umgehen und wer mehr Zeit und Geduld hat als ich, der spart so eine Menge Geld.

Und auch dieses mal haben die Mädels und Jungs von MI solide Arbeit abgeliefert. Alles, was ich zu kritisieren habe, ist auf verdammt hohem Niveau; wenn man davon ausgeht, dass man sich die 12 Zoll Variante dieses Windows 10 Laptops für um die 500,- Euro ins Land holen kann.

Kritikpunkt 1: Das Kabel ist einfach zu kurz und da das Netzteil direkt an der Wand hängt und es nur in US/China Ausführung zu haben und man somit auf einen wackeligen Umstecker angewiesen ist, muss man kreativ werden.

Ohne Kabel und ohne Netztecker macht es aber eine gute Figur. Es kommt nicht an ein neues Retina MacBook mit der Akkuleistung heran; liegt aber auf Augenhöhe mit meinem aktuellen Air. In Stunden sind das knappe 12.

Je dunkler man das FULL HD Display einstellt, um so länger. Wi-Fi kann man anlassen und wer es zum Schreiben, Surfen, Twittern und Emailen verwendet, kommt locker durch den Tag.

Wo wir gerade beim Display sind. Es ist ausreichend (im positiven Sinne) hell, ich persönlich finde nur die Auflösung einfach lächerlich hoch; schließlich bin ich schon alt. Da das mit dem Anpassen unter Windows allerdings erstaunlich gut klappt, habe ich es jetzt auf 175%, anstatt den vom System automatisch vorgeschlagenen 125%, gestellt und dann macht es auch wieder Spaß. Manchen Programmen muss man dann mit den Kompatibilitätseinstellungen ein wenig die Unschärfe nehmen.

Das Display ist von der Farbtreue- und Qualität auch auf Augenhöhe mit einem aktuellen MacBook Air, es kann auch ungefähr 70% des sRGB Raumes darstellen, die Graubalance ist sogar etwas besser und dank der hohen Auflösung ist es viel unpixeliger. Es kommt allerdings nicht an die Qualität eines Retina MacBooks heran; dessen Bildschirm ist doch schon in einer anderen Klasse.

Air Notebook

Auch wenn MI was von laminiert erzählt, es spiegelt ein wenig mehr als ein MacBook. Für den Preis habe ich allerdings noch kein einziges Book gesehen, das mit so einem guten Display daherkommt.

Das ganze Teil ist eh insgesamt einfach gut. Die Tasten sind jetzt etwas weicher als bei einem MacBook, nach etwas Rumgetippe macht es aber direkt Spaß damit zu schreiben.

Das Keyboard ist beleuchtet, allerdings nur in einer Stufe, was in ganz dunklen Umgebungen dann fast schon wieder kontraproduktiv werden kann. Wenn man aber bedenkt, dass ein beleuchtetes Keyboard mit auch nur zwei popligen Stufen bei Lenovo stellenweise so viel kostet, wie ein Drittel dieses ganzen Laptops, dann kann ich das nicht als wirklichen Kritikpunkt zählen.

Air Notebook

Was ich komplett nicht verstehe und meinen Kritikpunkt 2 darstellt, ist die Entscheidung, das gute Teil nicht kompatibel mit den eigenen Power Banks zu machen. Ich kann mein Retina MacBook mit einer MI PowerBank fast zwei mal aufladen, das eigene MI Notebook ist auf das blöde Netzteil angewiesen. Der Sinn von USB-C war da doch eigentlich etwas anderes. Ich hoffe, die liefern da noch etwas nach oder beheben es sogar nur mit einem BIOS Update.

Apropos BIOS. Es ist nichts gesperrt. Ubunto 16 funktioniert direkt, Linux Mint zickte beim Wi-Fi ein wenig, ließ sich aber überreden. Es sind nur Dinge von Intel und Co verbaut, die direkt funktionieren; auch das Trackpad.

Und der Hammer ist, das Teil kommt mit einem freien Steckplatz für eine NVMe M.2 SSD, wie zum Beispiel die Samsung 950. Somit könnte man sich für weniger als 200,- Euro eine zweite SSD mit 512 GB einbauen.

Es ist sogar ein weiteres Internet-Unterwegs-Modul vorgesehen, ich habe nur noch keine genauen Angaben gefunden, was genau passen soll.

Man kann es mit einer chinesischen Windows 10 Variante ohne Zusatzkosten bestellen und es gibt Anleitungenim Netz, wie man bei der Sprachpakte nachladen oder die Nummer extrahieren kann, um Windows erneut zu installieren. MI hat eine Kooperation mit Windows, somit sollte man damit sogar auf der sicheren Seite sein.

Apropos sicher: Auch wenn alle, die sich auch eines gekauft haben, bestätigen, dass MI das Windows absolut sauber ausliefert - ich gehe bei so etwas immer auf Nummer sicher und habe Windows komplett neu installiert und eine frische gekaufte Nummer verwendet. Wer eine Win7 Nummer zu Hand hat, benutzt einfach diese.

Die passenden Treiber gibt es bei MI direkt zu laden und da MI eigentlich nur bekannte, millionenfach verwendete Dinge verbaut hat, sehe ich da auch keine großen Probleme für die Zukunft.

Allerdings muss man wissen was man tut und sich selber helfen können, es sei denn man kann Chinesisch. Das wäre auch mein dritter und letzer Kritikpunkt - bzw. eher Hinweis bis Warnung: Ihr könnt mit dem Laptop für Hilfe nicht mal eben um die Ecke gehen und ihr könnt auch niemanden anrufen und die Online-Resourcen sind dürftig bis schlicht nicht vorhanden.

Als günstigen Laptop für die Eltern eignet er sich also nicht. Als sehr gutes mobiles Büro für all jene, die Windows bevorzugen oder drauf angewiesen sind und denen eine US Tastatur nichts ausmacht, kann ich das gute Stück nur empfehlen.

Ihr holt euch ein hochwertiges, schlichtes, lange durchaltendes Book für unterwegs ins Haus oder Büro. Ich finde es sogar noch etwas schöner als mein MacBook und die Ecken sind nicht so scharf.

Natürlich muss es auch noch den Test der Zeit bestehen und ein paar Rucksacktransporte mitgemacht haben - was nützt einem ein schön anzusehendes Book, wenn es nicht mitgenommen werden will …

Xiaomi Mi Notebook Air 12.5″ Website



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Manchmal liegt das Gute doch nicht so nahe

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Viele sind immer ganz erstaunt – aber ich mag neumodische Dinge eigentlich so überhaupt gar nicht. Wenn es nach mir ginge, dann hätte die Zeit in den 80igern stehen bleiben können. Die Autos waren gut, die Musik war besser und man hat einen Bogen um Karottenhosen und Blazer machen können.

Da es leider nie nach mir geht, muss ich mich also mit den doofen neuen Dingen abfinden und dazu gehören dann auch solche, wie Telefone ohne Tasten, die täglich aufgeladen werden müssen. Ein Unding, das - neben allen anderen nervigen Begleiterscheinungen - auch keinen Fortschritt zum permanenten Batteriewechseln im Walkmen darstellt.

Ja, mit dem iPhone 6 oder einem Xperia kommt man mittlerweile über den Tag, vielleicht sogar über zwei – aber - mal abgesehen von dem Preis - haben die auch eines gemein, was mich in den Wahnsinn treibt:

Ich behaupte ja, der Erfolg des Ur-iPhones hatte einen viel trivialeren Grund, als endlich auch unterwegs Alles machen zu können, außer sinnvollen Dingen – es lag schlicht und einfach richtig gut in der Hand; wie so ein Handschmeichler aus der verklärten Kindheit im Waldorf-Kindergarten.

Man hat es permanent in der Hand gehalten, gedreht und mit rumgespielt, ohne dazu auf den Bildschirm starren zu müssen.

Alle Android-Clone der ersten Jahre nach iPhone (ja, ist eine eigene Zeitrechnung, genau so, wie nach Sopranos die Zeitrechnung für TV Shows ist) haben dies mehr oder weniger bewusst übernommen.

Und dann ist Jony in seinem weißen Kasten durchgedreht und hat uns etwas geben müssen, auf das man sich intellektuell gewiss einen runter holen kann – aber das iPhone 4 hat doch keiner freiwillig in der Hand gehalten und mit dem 5er war es dann ganz rum.

Und – oh Wunder – alle Clone haben den Mist übernommen; stellenweise bis hin zu praktisch unnutzbaren Designs – ja, Jolla, ich rede von euch. Das Jolla Phone hat einem körperliche Schmerzen beim Halten zugefügt.

Neben dem BlackBerry Bold 9900, gibt es nur noch ein anderes Smartphone, das man gerne hochhebt und in der Hand hält und auch gerne mit rumspielt und das ist das Nexus 5; mit dem Nachfolger haben sie das auch schon wieder versammelt. Dieser bringt einen dann wenigstens durch den Tag. Was nützt mir ein Telefon, dass sich gut anfühlt, wenn ich es zwei Mal am Tag aufladen muss, weil irgend ein Depp sich gedacht hat, es wäre eine gute Idee, auf fünf Zoll mehr Pixel unterzubringen, als auf jedem Fernseher und mehr, als die meisten auf ihrem Hauptbildschirm haben. Das Nexus 5 schaffte, selbst mit angepasstem Kernel und vielen Tricks, keine 4 Stunden am Stück mit Bildschirm auf fast komplett dunkel gestellt.

Ja, mit dem iPhone 6 ist es etwas besser geworden – aber von einem Handschmeichler ist auch das Lichtjahre entfernt.

Der durchschnittliche Neuzeitmensch greift über 200 mal am Tag zu seinem Smartphone – da kann ich doch erwarten, dass so ein Teil halbwegs gescheit in der Hand liegt und ich es gerne hochheben will. Aber wir hatten das ja schon – es geht nie nach dem, was ich für sinnig halte.

Ich halte es auch für völlig unsinnig, 700 Euro für ein Telefon auszugeben, erst Recht, wenn ich jedes Mal kotzen muss, wenn ich es in der Hand halte und erst rechter, wenn ich permanent Gefahr laufe, dass genau in dem Moment, in dem ich es wirklich mal für etwas Wichtiges/etwas Sinniges, wie zum Beispiel den ADAC im Niemandsland anrufen zu müssen, benötige – garantiert genau dann der Akku leer ist.

Da ich nebenbei (also momentan so gut wie nie) mich an der App Klöppelei für Android probiere und ich es generell im Leben für wichtig halte, immer mal über den Tellerrand zu schauen – liegen hier des Öfteren ein paar Androiden rum. Auch mag ich Android im Großen und Ganzen fast schon lieber als iOS. Oft sind es nur so Kleinigkeiten, wie das Arrangieren der Apps (Icons) – ich hasse zugeklatscht Dinge, wie diesen unsäglichen iOS Homescreen.

Richtig angenervt bin ich aber schon seit Version 1 von Usbility-Fails ersten Grades. Wenn ich eine Email aus einem Programm heraus verschicken will, dann ist KLAR, dass ich eine Adresse, einen Empfänger angeben muss – also hat das Feld verdammt noch mal als erstes ausgewählt zu sein. Nicht so bei Apple, da muss man immer noch mal reinklicken.

Selbiges bei der Tastatur und Umlauten. Wenn ich kein A will, sondern einen A-Umlaut, wie zum Beispiel das Ä – warum, VERDAMMT NOCH MAL, kriege ich erst noch mal angezeigt, dass ich das A gedrückt habe. Und diese Liste ist so unendlich lang und unter Android so unendlich kurz und wenn nicht, dann gibt es eine Lösung von irgend jemanden, der genau so angenervt war.

Ein Telefon ist für mich immer noch – und wird es auch immer bleiben – ein Werkzeug, um mir das Leben einfacher zu machen. Und wie bei Werkzeugen – vom Schweizer Messer mal abgesehen – üblich, sind die nur für ein/zwei Jobs gedacht; müssen diesen dann aber richtig gut erledigen.

Bei mir sind das Email, Twitter und ein paar Nachrichten. Dazu braucht man kein 700 Euro Werkzeug und schon gar nicht eines, zu dem man sich dann gleich sieben Powerbanks dazu kaufen muss damit man über den Tag kommt.

Ich hatte zwischenzeitlich mal ein kleines, billiges Teil von LG mit einer großartigen Akkuleistung, allerdings war der Bildschirm dann nicht wirklich alltagstauglich. Sobald es etwas heller wurde, konnte man nur noch raten, was in der Email stand und bei den vielen Twitter Fahrstuhl Bildern war man sich nie sicher, ob da jetzt nur wieder noch ein Mädel ihren Arsch zur Schau stellen musste – oder ob es tatsächlich ein Bild von einem Fahrstuhl war.

Also habe ich weiter gesucht und ausprobiert, zwischenzeitlich angenervt entweder das Nexus 5 mit drei Powerbanks oder doch das iPhone 6 verwendet und war mit nichts so wirklich glücklich.

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Seit ein paar Tagen habe ich allerdings ein Telefon in Gebrauch, das noch günstiger als das LG Teil war, natürlich nicht so gut wie das Ur-iPhone in der Hand liegt – aber man möchte es auch nicht direkt wieder hinlegen. Ja, man mag es sogar einfach so ein bisschen in der Hand halten und rumdrehen und das mit einem Akku daherkommt, der schier unglaublich ist. Am ersten Tag habe ich es eingerichtet, alles installiert und aktualisiert, alles ausprobiert und am Ende des Tages stand der Akku bei fast neun Stunden Bildschirm (in hell) an, auf noch 83 Prozent.

Und der Bildschirm ist – für ein 90 Dollar Teil – gut, ja fast richtig gut. Ich kann auch in der Sonne noch alles erkennen und ich kann es mir so einrichten, wie ich das will.

Xiaomi ist mittlerweile der viertgrößte Hersteller von Smartphones und hat seinen Sitz in China. Und auch direkt dort habe ich das Redmi 3 bestellt, denn noch bekommt man Xiaomi Smartphones gar nicht oder nur mit gewaltigem Aufschlag in Deutschland.

Das Redmi 3 kann man auch über Amazon beziehen, dann bezahlt man fast 200 Euro. Auch die sind jetzt kein wirklicher Wucher für das Teil, es spielt schlicht in der Liga und der Akku betrifft alles, was ich in dem Bereich und drüber ausprobiert habe.

Es gibt Online-Shops, die sich auf den Import von China Handys spezialisiert haben. Dort bekommt man es für um die 140/150 Euro plus Versand und eventuell Zoll, je nach dem, aus welchem Land es verschickt wurde.

Von all diesen Läden, die, wie die Markdown und Email Apps, aus dem Boden sprießen, ist GearBest eindeutig der beste, da man bei anderen, günstigeren Läden aufgeschmissen ist, wenn man einen Garantiefall hat. Dann kann man sein Gerät nämlich auf eigene Kosten zum Hersteller (nicht Händler) schicken und Monate auf Antwort aus China warten.

Ich hatte diesen Weg nur gewählt, weil ich die Hoffnung mittlerweile aufgegeben hatte und es bei einem Reinfall oder Defekt einfach als Betriebsausgabe abgeschrieben hätte.

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Aber ich bin von dem Teil mehr als angenehm überrascht und werde es tatsächlich als meinen täglichen Begleiter benutzen, was auch mit daran liegt, dass Xiaomi nicht nur bei der Hardware und der Verarbeitung eine Menge richtig macht, sondern auch beim System und der Software.

Samsung Handys kann man mittlerweile so gar nicht mehr benutzen, wenn man nicht weiß, wie man den ganzen Scheiß erst einmal wieder runter bekommt und man sich das System und die Apps so einrichtet, dass die Batterie nicht nach ein paar Stunden bloßem Rumliegens schon komplett leer ist.

LG ist da ein bisschen besser – aber deren Handys will man auch nicht wirklich in der Hand halten müssen; dies gilt auch für Huawei und Motorola. Deren Handys sind vor allem immer noch zu schwer.

Und dann wird die Luft ja schon dünn. Sony kann das mit dem Akku und der Kamera – aber das mit dem Design und dem gerne in der Hand Halten kriegen die einfach nicht hin. Und ich bin aus dem Alter raus, mich für irgend etwas anstellen zu müssen. Und diese OnePlus Dinger liegen genau so wenig gut in der Hand, wie die von ZTE und Co, auch wenn deren Hardware und das Preis/Leistungsverhältnis natürlich sehr gut sind.

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Dieses Redmi 3 macht fast alles richtig und die Xiaomi eigene MIUI Oberfläche (in Version 7) spielt ganz oben mit oder übertrifft sogar alle anderen und damit ist auch Apple gemeint. Wer die Chance hat, schaue sich die Oberfläche mal an. So geht ‘Flat’ ohne gleich alles - was nur ansatzweise mit Usbility zu tun hat - zu opfern.

Leider verzichten die auch auf einen ‘App Drawer’ – so dass man auch alle Apps auf dem Desktop hat. Allerdings kann man sie sich so anordnen, wie man möchte. Die MIUI Icons sind auch wirklich richtig, richtig gut, leider passen dann die von den heruntergeladenen Programmen nicht mehr, so dass man dann doch zu einem eigenen Launcher mit einem eigenen Icon Set greift.

Manche dieser Importeure installieren einem auf Wunsch auch eine deutschsprachige Version des MIUI ROMs – allerdings kann es dann passieren, dass man auch direkt wieder Bloatware und unnötigen Scheiß mitbekommt, worauf Xiaomi selber zum Glück verzichtet.

Wer kein Problem mit einem englischen System hat, der sollte beim original ab Werk bleiben, muss sich dann allerdings den PlayStore und die für den Sync benötigen GAPPS selber installieren.

Das Xiaomi MIUI ROM tauscht nämlich alle Google Apps gegen eigene aus, denn ein Grund, warum die Chinesen die identische Hardware, die bei Huawei und Co schon mal an die 300 Euro kostet, mit der überzeugenden Qualität verarbeiten, liegt in deren Strategie, zusätzliches Geld über angeschlossene Dienste zu erwirtschaften.

Es gibt einen eigenen App Store, eigene Cloud-, Musik-, Spiele- und Filmdienste, die allerdings für uns völlig uninteressant sind, da nur auf chinesisch.

Und ja, natürlich habe ich mir Gedanken um die Verantwortung gemacht. Allerdings macht es keinen Unterschied, ob man ein Gerät von Apple, Samsung, Sony oder Co kauft – die werden alle in den selben Fabriken, zu den identischen Bedingungen, zu den selben Kosten hergestellt. Wo der gewaltige Unterschied hinwandert, ist ja hinlänglich bekannt.

Und noch mal ja, ich weiß, dass es Fairphone gibt. Und wie gerne würde ich das nutzen – nur sind die Deppen ja genau so doof. Das Teil will man einfach nicht in der Hand halten und jetzt haben sie auch noch mit dieser Unsitte angefangen, dick und fett Fairphone vorne drauf zu schreiben.

Bitte – was soll der Scheiß?

Xiaomi macht das richtig. Gute Hardware, gute Software, gute Verarbeitung, ein paar Rauten drauf und jeder (zumindest in China) weiß, was für ein Teil das ist, so dass man sich es erlauben kann, nur ein ganz kleines, dezentes Logo auf der Rückseite anzubringen.

So geht das, Samsung, LG und Co!

Als Rundumpaket ist dieses Redmi 3 einfach gelungen. Genau so, wie die Ohrstöpsel mit Klang, die ich seit einer Weile verwende: die GranVela Mrice E300A.

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Nein, sie spielen nicht wirklich in der Oberliga mit, wie manche behaupten. Ja, sie klingen verdammt gut, keine Frage. Aber sie klingen nicht so gut, wie 1000 Euro Teile und vor allem haben sie einen Nachteil: Sie rascheln ein wenig. Bei Teilen für 20 Euro, die permanent in die Tasche gestopft werden und den Ollerum jetzt schon ziemlich lange überleben, kann ich da locker drüber hinweg sehen, bzw. hören – hätte ich mehr ausgegeben, dann würde ich nur fluchen.

Ihr größter Vorteil ist allerdings, dass sich das Kabel wirklich nicht verdreht und dass man sie bei der Farbgebung sofort findet. Ich empfehle euch allerdings auch, direkt ein paar gescheite Gummischnuppsies dazu zu bestellen, die mitgelieferten spiegeln eindeutig den Preis wieder.

Manchmal liegt das Gute doch nicht so nahe, sondern in China. Wer hätte das noch vor ein paar Jahren gedacht …



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100

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Es ist ein Uhr mittags, ich bin seit sechs Uhr heute morgen auf den Beinen und unterwegs. In der Zeit habe ich sieben Telefonate geführt, neun WhatsApp Nachrichten verschickt (bzw. beantwortet), ein wenig auf Twitter rumgetrollt, über vierzig Emails gepusht bekommen, ne Menge davon beantwortet und drei SMS erhalten. Da die Sonne scheint ist das Display sogar auf ziemlich hell gestellt.

Mein Akku hat immer noch 100 Prozent.
Und das Teil hat nur 100 Euro gekostet.

Mein BlackBerry wäre (nach dem jüngsten Update und mit WhatsApp) mittlerweile fast alle, das iPhone 4 und 5 zur Hälfte leer und das dermaßen unpraktische iPhone 6 hätte natürlich noch noch ausreichen Kraft für den Tag, hätte mich bis jetzt aber meistens nur genervt.

Dieses LG Teil kann ich auch mal auf dem Tisch oder im Auto liegen lassen, es passt in jede Tasche und sollte es mir runterfallen (mir ist noch nie ein Telefon runtergefallen – aber das heißt ja nicht, dass es nicht in fünf Minuten passieren kann) dann muss ich entweder nicht wirklich weinen oder kann mich sogar freuen, weil das Plastik ne Menge überlebt.

Für ein Billigteil ist das LG L65 erstaunlich gut verarbeitet, schön leicht und dünn und ausreichend flott. Der Bildschirm ist OK, Google Dinge kann man abstellen und ersetzen und wenn man ein wenig Geld in die Hand nimmt, hat man ein Mail und Co weit überlegenes Email Programm.

Der einzige wirkliche Nachteil von so einem Teil ist der Verzicht auf Gorilla Glas. Das macht die Sache natürlich schön leicht – allerdings auch etwas empfindlicher; Folie drüber, ab in die Hülle und gut ist.

Wenn man nämlich nicht mit dem Ego (oder wie auch immer dieses kleine Teil zwischen den Beinen heißt) denkt, dann hat man weder mit so einer Folie, noch mit einem Budget Telefon ein Problem. Im Gegenteil, man hat sogar Spaß und einen Arsch voll Geld gespart. Und vor allem bekommt man da dann auch noch Bildschirmgrößen, die halbwegs Sinn machen.

Ich mag die Sachen von LG eh. Qualitativ um Längen besser als Samsung und Co und preislich auch. Natürlich kann auch nur ein Volldepp auf die Idee kommen, das jetzt mit einem iPhone zu vergleichen. Allerdings kostet es auch nur einen Bruchteil.

Die bauen auch ein ganz gescheites, bezahlbares 7 Zoll Tablet, das zum Blättern durch Flipboard auf dem Klo und auf dem Sofa auch hervorragen geeignet ist und vollkommen ausreicht. Genau so, wie das süße L40 Telefon, das einen genau so guten Akku hat und noch viel handlicher ist. Mit dem kann man auch alles machen, was man so unterwegs tun muss und das Teil bekommt man schon für 50 Euro; zum Joggen und im Wal verirren hervorragend.

Wenn ich nicht Entwickler wäre, ich würde mir in diesem Leben kein iPhone mehr anschaffen. Der Zug ist abgefahren. Selbiges gilt auch für Tablets und kommt mir jetzt nicht mit Uhren und sprechenden Socken.

Wenn ich so weiter mache, dann schreibe ich demnächst wieder Postkarten und wenn ich tatsächlich mal das Bedürfnis verspüren sollte, freiwillig zu kommunizieren, dann rufe ich einfach an (das geht übrigen auch wunderbar mir Telefönern für 19 Euro) oder ich gehe direkt vorbei und schaue den Menschen dabei in die Augen.

Was bin ich so froh, dass ich noch gelernt habe, wie man ganz ohne Elektronik zu Freundschaften und Sex kommt. Ich würde ja heute keine 15 Minuten mehr überleben.

LG 65 Webseite



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Die kürzeste Ubuntu Phone Review aller Zeiten

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Es gab ein Leben vor Apple und es wird ein Leben nach Apple geben. Auch schadet es nie, offen für neue Dinge zu sein und über den Tellerrand zu schauen.

So habe ich natürlich auch ein paar Androiden hier rumliegen und schaue mir den Zustand auf der dunklen Seite der Macht auch von Zeit zu Zeit an.

Und da es ja jetzt eine als ’stable’ bezeichnete Vorabversion von Ubuntu Phone (auch unter Ubuntu touch bekannt) gab, da habe ich mir ein gebrauchtes Nexus 4 angeschafft und das Terminal geöffnet.

Somit kommen wir jetzt zur eigentlichen Review:

Installation auf dem einzigen offiziell unterstützten Gerät funktioniert mit ein paar Grundkenntnissen einfach und reibungslos.

Die auf Gesten basierte Oberfläche gefällt mir und ist nicht aufdringlich und funktioniert auch relativ bug- und ruckelfrei.

Das war es dann auch schon. Es gibt keine GUI für SIM Funktionen; dass muss man auch erst mal kapieren, um zu verstehen, warum es keinen Empfang gibt und die SMS nicht gehen.

Es gibt auch keinen ‘Lock’Screen’ oder irgend eine Art des Schutzes mittels Passwort oder Wischen. Wenn man sein Telefon liegen lässt oder verliert, dann kann ein jeder damit machen was er will.

OK, es ist eine Vorabversion und es gibt ein paar Web-Apps für Twitter, Facebook und Co - aber der Moment, nach grob zehn Minuten, in dem ich es direkt wieder herunter geschmissen habe, war, nachdem ich festgestellt hatte, dass es kein Mailprogramm gibt außer einem doofen Gmail-Web-App.

Ich habe hier so ein billiges kleines Dual-SIM Nokia Asha Teil rumfliegen, das hat ein gescheites Email Programm; simpel aber funktionierend.

Um es kurz zu machen: In einem Jahr - oder so - werde ich es mir garantiert noch einmal anschauen. Bis dahin muss man wahrlich keinen einzigen Gedanken daran verschwenden.

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Bis dahin läuft dann die neuste CyanogenMod Version auf dem Nexus, natürlich mit entfernten Google Apps und Diensten und ein paar Alternativen zu den Standard Programmen …



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Sagt Hallo zu meinem neuen Mac Pro

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Ja, so ein neuer Mac Pro ist toll. Und klein. Und schwarz. Und lautlos. Und flott – also wenn man zufällig gerade mit Final Cut arbeitet.

In einer Version, die Sinn macht, da kostet er knapp 6000 Euro, es ist erst genau eine Software angepasst und der Knaller ist, das olle, hässliche und teure Sharp 4K Display funktioniert nicht richtig. Die von Dell schon mal gar nicht.

Und ein Retina Display gibt es gar nicht.

Ja, der kleine Häwelmann in mir hätte ihn ganz, ganz gerne gehabt …

Er hat nen Kern und leuchtet, wenn man ihn umdreht. Das ist toll. Und bei den Dingen, die ich so zehn, zwölf, sechzehn Stunden am Tag treibe, da ist er zum Teil langsamer als der iMac, den die Funka vorhin begutachtet hat und in dessen Karton der Ollerum gerade eingezogen ist.

Und er hat mich ‘nur’ die Hälfte gekostet. Wenn man den Bildschirm dazu rechnet, sogar weniger als ein Drittel.

Ich mach da jetzt als aller erstes Mal MenuAndDockless drauf, dann Xcode, dann Photoshop und dann basICColor und dann freu ich mich, dass ich einen neuen und verdammt guten Mac habe und trauere der kleinen schwarzen Röhre, die ich heute auch nicht mal mit nach Hause hätte nehmen können, nur noch ein wenig nach …



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Kleiner Nachtrag zur kleinen iPad Air Review

Wie schon in der kleinen Review versprochen, gibt es jetzt hier noch ein paar Nachgedanken zum neuen iPad Air:

Batterie

Ich bin mit der ersten Ladung auf knapp 12 Stunden gekommen. Dies allerdings mit nur Wi-Fi und innen in trüber Berliner Suppe und ohne Spielereien. Also surfen, schreiben, lesen und all die anderen unaufgeregten Dinge.

Wärme

Keine.

Gewicht

Ohne Cover habe ich nicht einmal gedacht, dass es mir zu schwer wird. Mit ist es immer noch leichter als die Vorgänger; also gefühlt. Meine kleine Unterwegs-Kamera wiegt mehr und die allermeisten Frauen-Portemonnaies und Schlüsselbünder wiegen das drei- bis zehnfache. Im Vergleich zum mini ist es natürlich schwerer aber es dürfte sich nun wahrlich keiner einen Bruch mehr holen und in einem normalen Rucksack werden sich wohl nur Erbsenprinzesinnen und Prinzen den Unterschied einbilden können.

Größe

Durch die hässlichen ungleichen Ränder etwas kleiner und natürlich auch etwas bis etwas mehr flacher. Diese fehlenden etwas mehr als zwei Zentimeter machen es eindeutig passender für viele Taschen und es liegt erstaunlich gut in der Hand. Wie ihr wisst, bin ich ein iPad mini Fan, muss allerdings dann doch eingestehen, dass es manchmal nun doch die Größe macht. Nicht beim Lesen und Surfen – aber beim Schreiben ist es das bessere Format.

Cover

Die sind jetzt wie schon beim mini in Vollplastik und ohne Metall und funktionieren gut. Allerdings passt ja nicht eine Farbe mehr zu den neuen Rückseiten. Das Schwarz passt so gar nicht zum Rest und die bunten sind noch etwas bunter geworden. Dafür sind sie stabiler als diese alte Kratzer verursachenden Dinger.

Camera Connection Kit

Komplett Fail, alle möglichen Ausführungen werden nicht erkannt. Ich vermute aber mal eher, dass es ein iOS 7 Fail ist, am iPhone werden die auch nur bei jedem 123ten Anstecken richtig erkannt. Wer darauf angewiesen sein sollte, sei hiermit gewarnt.

Bildschirm

Der Laufzeit geschuldet etwas zu dunkel und (zumindest bei mir, aber nicht Umtausch-schlimm) in der Mitte etwas heller als am Rand, was beim normalen Arbeiten und in Filmen nicht auffällt). Die Farben (das Profil) sind erstaunlich gut und ich bin da sehr mäkelig. Blickwinkelgeschichten sind für ein Tablet mehr als ausreichend.

Performance

Ernsthaft. Es ist ein Tablet mit mehr Power als die meisten Notebooks, die die allermeisten so im Gebrauch haben. Nein, ich rede nicht von dir, der das hier liest. Du brauchst auch keine 400 PS in deinem Auto. Wichtiger ist, wie die Software damit umgeht. Safari ist zum Beispiel noch mal wirklich spürbar schneller, gerade wenn da viel JavaScript im Hintergrund gerödelt werden will. Das iPad schlägt da stellenweise mein nicht ganz ein Jahr altes kleines MacBook Pro.

Verarbeitung

Da brauchen wir nicht wirklich drüber reden.

Fazit

Wer meint ein Tablet zu brauchen, der kann getrost zugreifen. Und auch wenn ich immer noch auf das iPad mini warte, um eine endgültige Entscheidung zu treffen – unabhängig von den Pixeln, die ich nie mehr sehen möchte, nach nur einem Tag Benutzung muss sich das kommende mini anstrengen. Eindeutig anstrengen und das hat was mit Ergonomie zu tun. Es ist schlicht angenehmer und weniger anstrengend mit den paar Zoll mehr.

Wer also das Teil zu mehr als zum Surfen und Shoppen benutzt, der ist vermutlich sogar mit der größeren Variante besser beraten.

Ich weiß, ich weiß. Das aus meinem Mund. Aber handfeste Meinung kommt ja nicht von ungefähr. Manchmal braucht es halt der eigenen Hände …



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Kleine iPad Air Review

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Ich bin vermutlich die völlige falsche Person um ein iPad gescheit zu kommentieren. Ich bin nicht die Zielgruppe. Wobei sich mir die auch nicht so ganz erschließen will. Egal ob Android oder iOS, die meisten Tablets, die verkauft werden, sind Wi-Fi only Geräte.

Damit ist für mich der Sinn eines solchen Gerätes komplett hinüber. Aber anscheinend geht es wohl darum auf dem Sofa, im Bett oder auf der Toilette auf etwas herum zu tatschen.

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Dann gibt es da noch all jene, für die diese immer flacher werdende Flunder der Haupt – weil einziger – Rechner ist. Die machen Alles mit so einem Teil. Das erschließt sich mir noch weniger, so viel Zeit habe ich einfach nicht, als dass ich mittels Tatschen und einem Programm am Stück etwas gebacken bekäme. Aber diese Menschen werden immer mehr.

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Und für genau diese ist das neue iPad Air wohl gedacht. Schnell, flach und mit 128GB zu haben. Nur nicht zum Verkaufsstart in Berlin. Bevor die Pforten sich geöffnet haben, waren sie schon ‘ausverkauft’. Zu haben gab es alles bis 32 GB und mehr Wi-Fi als Cellular Modelle. Uns selbst bei diesen Early-Deppen haben verdammt viele zum Wi-Fi Modell gegriffen. Weiß scheint auch gefragter zu sein als Schwarz.

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Das Gerät selber ist leicht; wirklich leicht. Man kann es langer mit einer Hand halten und bedienen. Ich kann nicht sagen, ob es bei allen Modellen so ist oder nur meines, der Bildschirm ist etwas unregelmäßig ausgeleuchtet, die Farben (ohne Stich) stimmen allerdings.

Die maximale Helligkeit ist nicht wirklich prickelnd – aber das dürfte der Flachheit und somit der kleineren Batterie geschuldet sein. Im Sommer bei richtig Sonne dürfte das keinen Spaß machen. Jetzt im Gebäude ist es erträglich.

Ich habe es versucht zu quälen, warm wurde es nicht wirklich. Zum Durchhaltevermögen kann ich noch nichts sagen, soweit die Ersten berichten, liegt das mit dem der Vorgänger gleich und da wird sich vermutlich auch noch etwas mit den iOS Aktualisierungen tun.

Wi-Fi, Bluetooth und Cellular funktionieren einwandfrei und auch wenn man im normalen Betrieb bei den allermeisten Dingen die geballte 64-Bit Power nie brauchen wird – im Vergleich zum kleinen iPad mini merkt man sie an so mancher Ecke schon. Keine Verzögerung, kein Ruckeln, kein Nichts. Da kann man sich bei der unglaublich gesteigerten Grafikleistung ruhig mal bedanken.

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Bei allen Langweilig-Rufen sollten wir nicht vergessen, was das für eine Leistung ist, so viel Kraft und Technik so flach und ausdauernd zu bekommen. Wenn ich da an den wahrlich nicht schönen ‘Vorgänger’ denke, dann ist das beindruckend.

Im Vergleich zu dem ist das Air wirklich ein Fliegengewicht. Im Vergleich zum iPad mini schneidet es, was das Gewicht angeht, auch noch verdammt gut ab. Ja, das mini ist natürlich leichter – allerdings auch nicht so viel, wie die Größe vielleicht vermuten ließe.

Zu Grafik und Spielen kann ich nichts sagen. Was ich an Berichten gehört und gelesen habe, so gibt es da eigentlich nichts zu meckern. Gefüllt ist das gute Stück beim Surfen und mit Emails (über Wi-Fi) schneller als mein kleines Retina MacBook Pro (das erste Modell) und ruckelt weniger.

Auch wenn ich es selber nie machen würde – außer für doofe Tests – Videoschnitt und das anschließende Rendern gehen erstaunlich gut und was mit GarageBand möglich ist, ist für jemanden, der in den 80igern angefangen hat mit dem Computer Musik zu machen, schier unglaublich.

Alles, was ich auf die Schnelle noch nicht testen kann, was sich erst nach ‘richtiger’ Benutzung zeigen wird, das werde ich natürlich nachreichen.

Was ich euch nie geben werden können kann, ist eine Antwort auf die Frage, ob ihr es kaufen könnt/sollt. Denn da bin ich wieder am Anfang, bei der Sache mit der Zielgruppe.

Wer nicht direkt sofort eines braucht (und wer tut das eigentlich schon) und wer nicht aus welchen Gründen auch immer weiß, dass er unbedingt das große Model benötigt, der sollte meiner Meinung nach noch ein paar Wochen warten, bis er selber in den Laden gehen und es mit dem iPad mini vergleichen kann.

Das mini kommt mit der selben Leistung und mit einem Retina Display. Ist viel handlicher und noch mal etwas leichter. Wer etwas für unterwegs für die Emails und ein paar Texte und den gelegentlichen Tweet braucht, der ist meiner Meinung nach mit dem mini besser beraten und spart noch eine Menge Geld.

Wer tatsächlich zu der Gruppe Menschen gehört, die ein Tablet als ihr Hauptarbeitswerkzeug benutzen, der ist wohl mit etwas mehr zum Greifen und in augenschonender besser bedient.

Warum jetzt jemand wirklich noch zum weiter verfügbaren iPad 2 greifen sollte oder müsste, bleibt mir ein noch größeres Rätsel als die eigentliche iPad Zielgruppe.

Das iPad Air ist ein grandioses Stück Technik und ich kenne kein vergleichbares nicht-Apple Tablet, dass man als Alternative in Betracht ziehen könnte, wenn man nicht auf Apples Ökosystem angewiesen ist oder sein will.

Auch wenn wir die Software geschenkt bekommen und die es ist, womit wir eigentlich interagieren – Apple stellt Hardware her. Und das können sie nun einmal verdammt gut. Und man kann über Tim Cook eine Menge (auch Negatives) sagen – aber seit dem er mit dabei ist, ist die Qualität eindeutig immer besser geworden und das Air stellt da keine Ausnahme dar. Im Gegenteil.

Bis auf das rein ästhetische Problem der unregelmäßigen Ränder hält man ein tolles Stück Technik in den Händen. Und da liegt es um Längen besser als alle Vorgänger. Durch die andere Balance sogar besser als das mini, was allerdings auch nur an meinen Händen liegen könnte.

Noch mal: Wüsste ich nicht, dass ein mini mit Retina Display kommt, dann könnte ich ohne Probleme sagen, dass ihr losrennen und versuchen könnt, noch eines zu ergattern. So kann ich allen Geduldigen nur anraten, lieber noch etwas zu warten.

Wer das nicht kann, der kann aber sicher sein, dass er ein gutes Produkt erwirbt; ein richtig gutes. Ich finde auf Anhieb eigentlich immer etwas und das tue ich hier nicht wirklich. Das kann man als sehr positiv sehen …

iPad Air im Apple Store



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