Apfel+Z (Die Obstkiste des Internets)

Den Rock mit den Blicken ausschütten

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Alle Jahre wieder. Das Sommerloch mit Röcken füllen, den vermeintlichen bis womöglich zukurzenen. Normalerweise ist mir das zu doof und vor allem zu warm, um mich damit auch nur eine Sekunde lang zu beschäftigen. Vermutlich bin ich aber auch einfach nur zu alt. Und wenn, dann fände ich es eh viel wichtiger, sich über Ästhetik und nicht über die Länge zu unterhalten.

Aber hey …

Jetzt ist mir dann eben aber doch die Sonnenhutschnur aus dem warmen Gesicht geschnallt.

An wen sich diese Kleidungsvorschrift richtet ist klar: Mädchen. Dies ist natürlich ein Muster der sommerlichen Schulkleidungsdiskussionen, die ja nicht kontextlos stattfinden, sondern sich einreihen in rape culture, victim blaiming und weitere sexistischerassistischeklassistische_fatshamende Körper- und Kleidungspolitiken. In den Erläuterungen heißt es dann oftmals, dass sich Schüler aufgrund der Kleidung nicht auf den Unterricht konzentrieren könnten – aber auch Lehrer abgelenkt seien. Und anstatt sich nun zu fragen, was diese Lehrer eigentlich an einer Schule machen, wird die Verantwortung für alles bei den Mädchen abgeladen, sie sollen sich nicht ‚aufreizend‘ (was soll das eigentlich hier genau sein?) kleiden. Lehrer und Schüler werden als nahezu unfähig zum geraden Gedanken inszeniert, als schutzbedürftig.

Hotpants, Miniröcke und was du sonst noch (nicht) anziehen darfst

Ernsthaft? Sind wir jetzt soweit, dass nur noch Eunuchen Lehrer werden dürfen? Blinde Eunuchen?

Es scheint wohl nur noch Schwarz und Weiß und vor allem Dagegen zu geben. Und wenn man so manche Aufmachungen für taktisch unklug hält, dann muss man automatisch ein Arsch sein, der Mädchen unterdrücken und ihnen die Schuld geben will.

Ja hackt es denn noch bei Euch?

Und wenn ich als Erzieher/Lehrer vor lauter Ärschen und Titten schon gar nicht mehr weiß, wo ich hinschauen soll – dann bin ich also automatisch das Problem und fehl am Platz?

Ernsthaft?

Ich soll also mal nebenbei Millionen Jahre der Evolution komplett abschalten können, nur weil wir nicht in der Lage sind Dinge beim Namen zu nennen und dazu zu stehen und weil wir nur noch in Feindbildern denken und agieren können? Weil es immer mehr Eltern gibt, die ihren Kindern ein – nennen wir es mal: eher unglückliches Selbstbild – mitgeben?

Kindern (ja, bewusst Kinder und nicht nur Mädels) mit einem halbwegs gescheiten Selbstbild wird wohl eher seltener vorgeschlagen, sich anders zu kleiden. Aber das darf man ja so nicht sagen. Und schon gar nicht als Mann, dann ist die Aufregung wieder groß.

Das Witzige (Traurige) dabei ist ja, dass diese ‘Empfehlungen’ seltenst vom anderen Geschlecht kommen. Frauen haben ein Problem damit, wie sich andere Frauen/Mädels kleiden. Aber auch das darf man ja auch wieder nicht laut sagen; und schon gar nicht als Mann, denn dann ist die Aufregung noch größer.

Mädels, so wird das nichts!

Aber für viele von euch bin ich ja schon wieder der Arsch, nur weil ich das so sage. Und ihr wundert euch, dass es so schleppend bis rückwärtig vorwärts geht. Vielleicht solltet ihr da noch mal drüber nachdenken, wenn es wieder etwas kühler ist …

Michael erklärt die Euro/Europa/Griechenland/Menschlichkeitskrise

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Es hat mich zwar wieder keiner gefragt, ich tue es jetzt dennoch einfach so und erkläre hier mal auf die Schnelle die Euro-/Europa-/Griechenland- und vor allem die Menschlichkeitskrise.

Und weil es bei Erklärungen heutzutage je ausschließlich nur noch um Gefühle geht – wir uns also nur noch Argumente aussuchen, die unser eigenes kleines beschränktes Weltbild weiter zuzementieren – hier erst noch einmal ein paar kleine Fakten, die euch weder Politik noch Presse gerne bis überhaupt vor die Scheuklappen halten:

  1. Deutschland ist das Land, das noch nie seine Schulden (vollständig) zurück gezahlt hat. Wir fangen eher Kriege an. Wir haben zu Nazi-Zeiten gewaltige Schulden gemacht; Schulden, mit denen wir ihm großen Stil gemordet haben. Diese Schulden wurden uns erlassen, auch von Griechenland. Von den Reparationskosten fange ich hier erst gar nicht an.

  2. Deutschland ist (neben so einigen anderen) Schuld an der jetzigen Misere. Punkt. Ich gehe da gleich noch etwas genauer drauf ein. Ich finde es nur wichtig, dass direkt mal zu klären, so dass ihr das bitte die nächsten paar Minuten permanent im Hinterkopf behaltet.

  3. In Deutschland kommen auf 1 Euro Sozialschmarotzertum (da ist alles zusammengefasst, was Hartz IV Betrug, Schwarzarbeit etc. betrifft) über 1.300 Euro Steuerhinterziehung. Die Zahlen sind aus 2013, neuere habe ich leider nicht finden können. Ist aber auch wirklich schlimm mit diesen Griechen Deutschen, die ihre Steuern nicht zahlen.

  4. Der allergrößte Teil der griechischen Rüstungsausgaben floss (fließt) in deutsche Rüstungsprojekte/Rüstungsfirmen. Deals, die mit Wissen, Genehmigung und Hilfe der deutschen Politik getroffen wurden.

  5. Wir haben den Euro nur, damit Kohl seine Wiedervereinigung (hauptsächlich von den Franzosen) abgesegnet bekommen hat. Ja, das ist eine Vereinfachung der Geschehnisse, ich weiß. Aber Alles in Allem ist es genau das, worauf es hinausgelaufen ist. DAS IST WICHTIG ZU WISSEN UND VOR ALLEM FÜR DAS FOLGENDE VON BEDEUTUNG:

  6. Vor der Einführung des Euro waren die allermeisten Länder der heutigen Euro-Zone auf einem gar nicht mal so schlechtem Weg, stellenweise sogar um eine Vielfaches besser gestellt als Deutschland, so auch Griechenland. Das BIP in Griechenland stieg bis zum Anfang der Krise um über 20 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland nur um knapp 10 Prozent. Während in Deutschland in der Zeit die Reallöhne gewaltig gesenkt wurden und an allen Ecken und Enden gespart wurde – der Neoliberalismus also gefördert wurde – stiegen die Löhne in Griechenland – oder auch Spanien – an; somit der Konsum und somit auch die Investitionen. Es gab in den Ländern einen Aufschwung, während wir hier die, die eh schon kaum über die Runden gekommen sind, immer weiter ausgequetscht haben.

  7. Der Euro – und Alles, was dranhängt – unterliegt nur einem einzigen Prinzip: Geldwert vor Beschäftigung; nur möglich durch Sparpolitik und Sozialabbau.

  8. Ja, Deutschland ist gut im Export; besonders bei der Rüstung. Ja, mit diesen Überschüssen haben wir die Defizite in Südeuropa finanziert. Das schafft aber eine Ungleichheit in der Leistungsbilanz. Oder anders ausgedrückt: Die deutsche Wirtschaft hat sich (fast ausschließlich) auf dem Rücken Südeuropas erholt. Ich formuliere dies noch einmal anders. Während wir hier auf Kosten der Menschlichkeit (Sozialabbau) die Gewinne einiger weniger gewaltig gefördert haben, haben wir das auf Kosten der Länder gemacht, die noch halbwegs versucht haben, das Sozial in Staat nicht komplett zu streichen. Oder noch einmal anders herum ausgedrückt: Wir haben diese Länder gebraucht missbraucht, damit sich unsere Wirtschaft erholen kann, schließlich müssen wir die Dinge, die sich bei uns keiner mehr leisten kann, ja irgendwo hin exportieren.

  9. Ja, wir haben diesen Ländern (wie Griechenland) finanziell unter die Arme gegriffen. Das ist die positive Formulierung. Man könnte und sollte es aber beim Namen nennen: Wir haben ihnen unseren Scheiß (noch mal: damit wir unsere Wirtschaft retten können) aufgeschwatzt und ihnen gleichzeitig das Geld dafür zu miserablen Konditionen gleich mit in den von uns künstlich und mit allen Mitteln des Neoliberalismus geöffneten Rachen gedrückt. Wir haben also eine Blase geschaffen.

  10. Und dann kam die andere Blase, geschaffen von den selben neoliberalen Jongleuren und Akteuren, die grundsätzliche nur mit dem Geld anderer hantieren.

  11. Und anstatt da direkt einen Riegel vorzuschieben, haben wir diesen Akteuren offenen Auges erlaubt, auf den Staatsbankrott zu spekulieren. Wir haben ihnen also, nachdem sie gerade mit diesem Spiel Milliarden verbrannt und hunderte Millionen die soziale Leiter herunterstoßen haben, direkt wieder erlaubt, das ganze Spielchen auf dem nächsten Spielbrett fortzuführen. Dieses Mal halt direkt mit ganzen Ländern und halben Kontinenten. Zur Erklärung: Wenn ein Staat zum Abschuss freigegeben ist, dann steigen die Zinsen auf Staatsanleihen binnen kürzester Zeit so gewaltig, dass dieser Staat sie weder bedienen kann, noch er in der Lage ist, sich neues Geld zu auch nur halbwegs fairen Konditionen zu bekommen. Man macht also nicht den Bock zum Gärtner, sondern den Verteidiger und den Richter direkt zum Henker. Zu einem Henker, der an jedem Tod gewaltig verdient.

  12. Und was hat Merkel in dieser Situation getan? Genau, sie hat mit den ‘faulen Griechen’ Wahlkamp betrieben. Nein, natürlich nicht sie selber, da wurden die nur zu willigen Deppen aus den eigenen Reihen und der Schwesterpartei vorgeschickt.

  13. In dem Moment (Mai 2010) in dem Griechenland unter der Last seiner (noch einmal: von uns künstlich erschaffenen) Schulden einbricht, da schaffen Merkel und Co das nächste Kunststück. Anstatt Griechenland wirklich zu helfen und ihnen mit eigenem (deutschen) Geld unter die Arme zu greifen, zwingen sie Griechenland sich beim IWF weiter zu verschulden. An dieser Stelle nur noch mal zur Erinnerung: der IWF und alle dort ‘arbeitenden’ Menschen sind von niemandem gewählt, noch haben sie auch nur ansatzweise irgend etwas mit Demokratie zu tun.

  14. Das geniale an diesem Schachzug für Deutschland und die anderen, die Griechenland aufs Übelste die ursprünglichen Kredite überhaupt erst aufgeschwatzt haben (und auch hier noch einmal zur Erinnerung: um die eigene Wirtschaft zu sanieren), ist, dass sie so aus dem Schneider waren/sind, sie also keinerlei Beitrag für ihr eigenes Arschlochverhalten, der unsozialsten Art denkbar, leisten müssen. Einzig und alleine Griechenland zieht (mal wieder) die Arschlochkarte.

  15. Und als ob das nicht schon genug wäre, fangen wir jetzt auch noch an, Griechenland zu diktieren, was es zu tun hat. Und damit wir das Geld, welches wir schon längst doppelt und dreifach reinbekommen haben (mit wir sind nicht du und ich gemeint, sondern die, die sich durch unsere Sparpolitik und unseren Sozialabbau eh schon mehr als gesund gestoßen haben) auch wirklich noch einmal abkassieren können, wird Griechenland einem noch schlimmeren Spardiktat und einem noch schlimmeren Sozialabbau unterzogen, als jedes andere Land. Löhne sinken um rund 30 Prozent und die, die diese Löhne überhaupt noch bekommen, können sich glücklich schätzen, denn in nur kürzester Zeit nimmt die Arbeitslosigkeit um über 200 Prozent zu. Um das noch mal anders zu formulieren: Die Griechen haben seit 2010 mehr erdulden müssen, als jedes andere Volk in Friedenszeiten. Ich formuliere das noch einmal um: WIR SIND MIT DEN GRIECHEN SCHLIMMER UMGEGANGEN ALS WIR NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG BEHANDELT WURDEN!

  16. Die Griechen haben daraufhin das einzig richtige getan: Sie haben Syriza gewählt, in der Hoffnung, dass diese menschenverachtende Austeritätspolitik endlich ein Ende hat. Wir hier, wir wählen die gleiche Scheiße in anderen (Hosen) Anzügen gerne mal über Jahrzehnte immer wieder.

  17. Und was macht die EU und allen voran Deutschland in dieser Situation? Nein, sie stimmen nicht für einen Schuldenerlass und für einen Kurswechseln zurück zu einem Europa, dass sich zumindest noch vage an das Wörtchen sozial erinnern kann. Nein, sie diskreditiert die gescheiten (und einzig sinnigen) Forderungen der neuen griechischen Regierung mit nur allen möglichen Mitteln und die deutschen Medien machen sich wieder mal nur zu gerne zu den Handlangern dieser neoliberalen Marionetten; ich gehe sogar noch eins weiter: neoliberalen Mördern.

  18. Griechenland, obwohl schon längst von uns KO geschlagen hat, unterbreitet immer weitere Zugeständnisse und sinnige Angebote (was ein Hohn, das so zu nennen). Und was hat die EU, was hat Deutschland gemacht? Es ist nicht einen (ich wiederhole: NICHT EINEN) Schritt von seinem Schwachsinn abgerückt.

Griechenland ist wegen uns finanziell für lange Zeit ruiniert. Wir allerdings, wir haben schon lange die menschliche Bankrotterklärung abgeliefert. Und das Fatalste daran ist, dass wir an einem System festhalten, das uns diese Erkenntnis verbietet. Wir stecken in einem System fest, das einen Sündenbock, einen unter uns benötigt. Anders funktioniert dieses System nicht.

Aus diesem Grund ist das Klammern an den eigenen Schwachsinn das Einzige, was wir hier tun können. Andernfalls müssten wir zugeben, dass das gesamte System falsch ist. Und bevor wir das tun, opfern wir lieber ein paar Millionen Menschen, schließlich geht es ja auch nicht um die, es geht um Geldwert. Nur aus dem Grund haben wir den Euro überhaupt erst eingeführt und nur darauf haben wir hier das ganze System ausgerichtet. Wir gewinnen also doppelt, wenn wir Griechenland platt gemacht haben. Und nein, das ist keine Polemik. Wer das hier immer noch rufen möchte, der hat bis hierher wieder nichts kapiert, kapieren wollen, kapieren können.

Die Ankündigung, dass Griechenland diese Tage 50 Milliarden benötigt (was im Gesamtzusammenhang nicht einmal Peanuts darstellt), hat binnen eines Tages mal eben 300-500 Milliarden an den Börsen/auf dem Markt vernichtet. Das haben auch alle vorher gewusst. Man hätte also 250-450 Milliarden sparen können – oder andersherum ausgedrückt: Griechenland innerhalb eines Tages ‘retten’ können, so man das denn überhaupt gewollt hätte/überhaupt will.

Ich dagegen, ich will nur noch allen angeblich gebildeten Menschen, die mir etwas von den faulen Griechen und selbst Schuld erzählen wollen, auf die Fresse hauen. Von morgens bis abends und dann in der Nacht dann auch noch mit ganz viel Anlauf.

Der einzige Trost, den ich habe und wovor hier die allermeisten systembedingt die Augen schließen: Morgen, morgen ist Deutschland dran und dann steht ihr da und wundert euch, warum keiner versteht, worum es eigentlich geht, warum keiner mehr einen Rest an Menschlichkeit für euch aufbringt. Und systembedingt könnt ihr nur eines: wieder die Schuld woanders suchen, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf …

Mädels, wir müssen reden!

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Ich weiß bis heute nicht wer auf die glorreiche Idee gekommen ist aus uns domestizierte Sitzpinkler zu machen. Aber müsst ihr jetzt auch noch damit anfangen uns dabei Steine Klosteine in den Weg zu hängen?

Geschlossen, geschlossener, Apple

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Es wird eng, nicht nur in unserer Gesellschaft – sondern auch auf dem Desktop. Wir opfern Alles (das ist das andere Wort für Freiheit) für ein kleines bisschen mehr Sicherheit. Und was Sicherheit ist, das entscheiden nicht wir, das lassen wir andere für uns entscheiden.

Mit 10.11 – auch bekannt als El Capitano – hat Apple mal wieder ein neues Sicherheitsfeature eingebaut: System Integrity Protection.

Dieser Schutz verhindert, dass das System (Dateien, Prozesse) verändert werden kann; auf der Platte und im Speicher (im laufenden Betrieb). Positiv gesehen, macht es die ganze Geschichte natürlich sicherer. Voraussetzung ist, dass die Geschichte gescheit umgesetzt wurde. Ob dies bei Apple wirklich der Fall ist, lasse ich jetzt lieber einmal umkommentiert im Raum stehen.

Der Nachteil ist, dass dieser Form des Schutzes nicht zwischen gut und böse – also gewollt und ungewollt – unterscheidet. Es ist grundsätzlich Alles böse (da wären wir wieder bei Alles und Freiheit) und somit ist grundsätzlich Alles untersagt.

Somit funktionieren so sinnige und nützliche Dinge, wie TotalFinder und mein MenuAndDockless von jetzt auf gleich nicht mehr, da sie auf SIMBL angewiesen sind. Und SIMBL macht genau das, was zukünftig verboten ist, es verändert laufende Prozesse (Code Injection).

Eine kleine Entwarnung habe ich für euch: Ich habe es geschafft, MenuAndDockless soweit anzupassen, dass es (momentan) auch wieder unter 10.11 läuft, wenn ihr die System Integrity Protection abstellt.

Apple stellt uns Entwicklern auch keinerlei Möglichkeit zur Verfügung unsere ‘Eingriffe’ als gut (gewollt) zu deklarieren; zum Beispiel indem wir sie signieren.

Noch kann man die System Integrity Protection komplett abstellen (Anleitung hier: Closing In and Closing Out – or SIMBL, MenuAndDockless and El Capitano) – die Frage bleibt aber: Wie lange?

Apple ist alles zuzutrauen. Im Sinne der Einfachheit und Sicherheit schreiben die uns gerne mal vor, was wir dürfen und was nicht; was wir also zu opfern haben.

Ich sage nur iOS …

Dummheit geht vor Journalismus

Feigheit geht vor Freiheit

Es ist schon erschreckend, wie erfolgreich diese Gehirnwäsche rund um die VDS funktioniert, wenn man nicht mal mehr als gestandener Journalist in der Lage ist, zu erkennen, worum es eigentlich geht, bzw. man sich selber zum Handlanger macht, indem man den Schwachsinn der Anderen unreflektiert nachplappert, weil man nicht die Vierteleier hat, die Wahrheit zu schreiben.

Selbst die Marionetten der ehemals mal am Rande wichtigen Partei (SPD), wissen ganz genau, dass die VDS und all die anderen Dinge aber auch so gar nichts mit Terrorismus zu tun haben.

Und somit haben die auch nichts gewonnen. Mal abgesehen davon, dass die noch nie irgend etwas bei uns gewinnen wollten.

Es geht einzig und alleine um Macht und Kontrolle unter einem gerade funktionierenden Deckmäntelchen. Den studierten Anwälten von der SPD zu unterstellen, dass sie nicht wüssten, was sie da tun, ist genau so dumm und vor allem gefährlich, wie der CDU und Merkel Stammtischpolitik unterzujubeln.

Die wissen ganz genau, wie sie tricksen und manipulieren müssen und worum es eigentlich geht. Die, die keinen Plan zu scheinen haben, sind die versammelten Kommentatoren - es muss wohl einen Grund haben, warum die allesamt keine Artikel - geschweige denn Leitartikel - mehr schreiben, sondern nur noch dahingerotzte Kommentare, so dass man es auch bloggen nennen könnte - bei SPON und Co; oder einfach noch gefährlichere Brandstifter als CDU, SPD und FDP zusammen, weil durch deren Mittäterschaft und Unfähigkeit die große Täuschung überhaupt erst möglich wird.

Merkel, Gabriel, Maas und Co machen ihren Job und sie machen ihn verdammt gut. Das ist etwas, was ich von eurer gesamten Berufsgruppe seit Jahren nicht behaupten kann.

Nicht die Politiker richten unser Land und unsere Demokratie zu Grunde; ihr seid es. Denn es ist euer verdammter Job dagegen anzuschreiben und aufzuklären und es ist so erschrecken und so erbärmlich, wie ihr allesamt auf ganzer Linie versagt!

Nutzer kommt von nutzlos!

Machen wir uns nichts vor: Nutzer sind fordernd, anstrengend, doof und haben die Aufmerksamkeitsspanne von Eichhörnchen in Keksdosen. Zu allem Übel treten sie dann auch noch überwiegend in Rudeln auf, da potenziert sich das ganze Elend noch.

Von wegen Schwarmintelligenz und von Nutzern generierte Inhalte.

Die sollen zahlen und schön die Fresse halten, bzw. Daten preis geben und Werbung anklicken.

Und bevor ihr euch wieder zu früh aufregt und meint, dass ich hier nur von mir rede und ich ja eh ein unsozialer Arsch wäre (was natürlich grundsätzlich durchaus eine valide Annahme sein kann oder gar ist) – nein, ich rede ab und an auch von anderen Dingen.

Als vor ein paar Tagen Apple sein neues Streaming Angebot vorgestellt hat, da war das, bei dem sich alle einig waren, dass es das wichtigste ‘Feature’ sei, nichts, das mit Technik (Software, Hardware) zu tun hatte, sondern mit richtigen Menschen. Und mit richtigen Menschen sind nicht wir – du und ich, also der gemeine Nutzer – gemeint, sondern teuer eingekaufte Menschen, die angeblich etwas von Musik verstehen und noch angeblicher Geschmack haben sollen.

Auch die deutsche B-Web-Prominenz (gar nicht mal als Beschimpfung gemeint) sieht das auch so; wird das doch Spotify und Co immer wieder vorgeworfen, dass deren automatisch oder von Nutzern generierten Listen nicht so das Gelbe vom Ei sind. Über Bewertungen und Berichte in App Stores, auf Amazon, Yelp und wo sonst noch immer, über die müssen wir ja nun wahrlich nicht mehr reden.

Sämtliche Versuche mittels von Nutzern generierten Nachrichten, Wissens- oder Rezeptsammlung zu etablieren sind kläglich gescheitert. Überall bedarf es einer Heerschar von mehr oder minder begabten Moderatoren bis Redakteuren.

Und heute lese ich dann, das Twitter mal wieder ein neues Feature auf uns loslassen wird und – oh Wunder – dahinter steckt kein neuer Algorithmus, sondern echte Menschen; Menschen, die durch die Tweets und Nachrichten gehen werden.

Und alle noch so renommierten (sagt dies in Zeiten des Webs eigentlich überhaupt noch irgend etwas aus, dieses Wort?) schreiben darüber, gehen mal wieder mal der Frage nach, was Twitter eigentlich ist und wie es Geld machen sollte und alle kriegen die eigentliche Kernaussage, die zwei Silicon-Valley Giganten (ich rede jetzt nicht von Geld) da unabhängig kürzester Zeit unabhängig voneinander in die Welt posauniert haben, mal wieder nicht mit.

Da hocken welche im Boot in ihrem eigens geschaffenen Tümpel und sagen eigentlich, dass das, was sie da machen und was sie uns jetzt schon ne Weile ins Hirn hämmern, eigentlich völlig unnötig und falsch ist, sie also die Jahre völlig vergebens gepaddelt haben:

Software löst keine Probleme und Apps sind keine Antwort. Wenn du etwas Gescheites haben willst, dann brauchst du Menschen mit Fähigkeiten und Instinkt.

Das wird noch lustig; jetzt wo auch der letzte Depp mit Smartphone der Meinung ist, alles besser zu wissen und zu können, schließlich hat er ja ein App und ne Flatrate und dass es das Alles (vermeintlich) für umsonst gibt.

Und jetzt soll der eigene abgesonderte Müll auf einmal doch nicht mehr so wertvoll sein? Jetzt auf einmal soll man die fundamentalen Dinge, die die Menschheit schon immer und immer wieder vor Probleme gestellt hat, doch nicht mit aneinander gereihten Einsen und Nullen lösen können?

Geschmack, Können, Gefühl und Verständnis lassen sich doch gar nicht so richtig vermessen und werbegerecht in Päckchen durch überteuerte Leitungen schicken?

Das konnte ja keiner ahnen! Nur gut, dass uns das mal jemand erzählt! Vielleicht solltet ihr das nur mal in ein App verpacken; kriegt ja sonst keiner mehr mit …

Tschüß Harry - oder das Zitat des Tages

Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben.

Harry Rowohlt