Freilebende Küchenrollen

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Freilebende Küchenrollen sind in unserem Haushalt eine bedrohte Art.

Die humorlose Merkbefreiung des Hasses

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Links. Rechts. Oben. Unten. Verlierer. Opfer. Sachsen. Politiker. Hartz IV. Satiriker. Nazi. Hass.

Wer das nicht als logische Kette erkennt, hat die letzten Jahre im Mustopf verbracht, nie eine Zeitung gelesen, nie den Fernseher angeschaltet und sich schon gar nicht auf Facebook rumgetrieben.

Wer tatsächlich so glücklich sein sollte und zufällig gerade jetzt den Deckel zur Seite schiebt und sich die Augen frei reibt, der kann sich nur wundern, ob der Hysterie allerorts.

Da macht ein bezahlter Narr im Fernsehen das, wofür er bezahlt wird, was sein Auftrag ist und schon eine noch viel kürzere logische Kette später ist die Grenze umgehend erreicht.

Machen andere weichgespülte Narren und Närrinnen was mit einer süßen, harmlosen Melodie, dann ist gänzliche ohne Logik und ohne Kette so etwas von innerhalb der Grenze.

Das was man kann und was man nicht kann, hängt weniger vom eigenen Können ab und schon gar nicht vom Dürfen, sondern vom geistigen Können der selbsternannten Grenzwach(voll)p(f)osten, die sich im übrigen Leben ansonsten schwer tun, auch nur einen geraden Satz heraus zu bringen.

Die Hürde für was man vermeintlich nicht darf, hat – zumindest in Deutschland – nichts mit Anstand oder Geschmack zu tun. Die Messlatte hier wird grundsätzlich nur so hoch gelegt, wie der kleinste gemeine dümmste Nenner seine Meinung mit Wissen verwechseln vermag.

Und wenn diese also auf der eigenen Nasenspitze als Balken verkleidet thront, dann kann einem schlicht nicht in den Sinn kommen, sich vielleicht erst einmal schlau zu machen, was Satire eigentlich ist und was sie soll. Ja, soll! Bei der Satire geht es nie um die Frage, was sie darf, ihr merkbefreiten, obrigkeitshörigen Gefängnisinsassen- und Sassinnen.

Aber wir haben uns durch jahrzehntelange Aneinanderreihungen von völlig falschen Schlussfolgerungsketten so dermaßen selber an die Wand gepinselt, dass wir gar nicht mehr anders können, als all diese Hunde auf Facebook und Twitter, die sich verfangen haben und so tun, als wäre alles in Ordnung.

Wir verstehen Satire nicht mehr, also müssen wir so tun, als sei es gar keine Satire; also gehöre es verboten.

Aber in dem Moment, in dem irgend ein durchgeknallter Türke den Böhmermann (den ich persönlich übrigens so gar nicht mag) mit seinem verrosteten Jatagan niedermetzeln würde, hätte der “Ich geb’ euch kurze Antworten, dann müsst ihr nicht so viel schreiben” Lukas als einer der ersten einen ‘Je suis Jan’ Avatar.

Weil weder der fiktive messerschwingende Irre, noch der “Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel” Lukas, der hier auch nur als beliebig austauschbarer Platzhalter fungiert, verstanden haben, dass es überhaupt so gar nicht um Erdogan ging. Und damit sind sie leider so gar nicht alleine.

Und wie schnell aus Unverständnis und Unvermögen noch viel unschönere Dinge werden, erleben wir gerade mal wieder täglich Live und in Farbe; ja, auch braun ist leider eine Farbe. Und ja, auch das ist eine logische Kette. Und nein, sie ist leider so gar nicht weit hergeholt. Sie steht schon vor der Türe.

Und wer das nicht erkennt, wer das nicht erkennen kann, der begebe sich bitte postwendend zurück in seinen Topf.

Es geht schon lange nicht mehr um Inhalte. Es geht nur noch um Aneinanderreihungen von Emotionshülsenwörtern, damit wir uns auch so richtig schön unbekümmert in unseren Befindlichkeiten weiter suhlen können.

Und in diesem diffusen Schlamm ist kein Platz für Feinheiten. Wir können nur noch Totschlagargumente. Und was tötet schon besser, als der stets parate Anstand mit seinen Grenzen?

Ja, das darf man nicht! Das muss man aber! Erst recht muss man es aushalten können …

Heute mal keine Äpfel

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Ich scheiße heute auf den Frauenkampftag

Nein, ich retweete heute nicht nur Frauen. Erst recht nicht nur die in Männerberufen. Ich scheiße nämlich auch auf Männerberufe. Und das nicht nur heute.

Ich scheiße generell auf den ganzen Scheiß.

Und wenn sich da jetzt irgend jemand meint drüber aufregen zu müssen, dann scheiße ich da erst recht drauf.

Ich kann es nämlich nicht mehr hören.

So lange wir meinen, so einen Scheiß haben zu müssen, so lange man(n) meint, mir vorschreiben zu müssen, welche Wörter ich zu verwenden habe und wann ich wie lange nett zu irgend jemandem sein muss und wer gerade die Arschlochkarte der minderbemittelten Randgruppe für heute gezogen hat – so lange läuft da grundsätzlich etwas so dermaßen falsch, dass sich auch mit noch so vielen Nebelbomben und Ablenkungspflästerchen nichts dran ändern wird.

Jemanden, Jemanden, JemandesX zur bedrohten Art auf Zeit zu erklären und dem ganzen anderen Rest vorzuschreiben, was er zu tun hat, ist auch nichts anderes als ein Frauenbuchladen.

Da rennt (rannte) man schließlich auch rein und fragte nach dem Playboy. Die gleiche Scheiße in grün stinkt genau so, nur grüner halt. Frau hätte es besser wissen können.

Ich – als ehemalige gelernte Kindergärtnerin und Köchin, mit mehr Windelwechsel-, Arschabwisch- und Bügelerfahrung als die meisten Supermuttis mit Schnappatmung, nur weil man zum Arzt geht, selbst wenn die weiblich ist – mache den Scheiß einfach nicht mehr mit.

Es gibt nur ein einziges Kriterium, nachdem wir Menschen uns unterscheiden und somit messen sollten:

Hat man/frau/es kapiert, dass es/frau/man nicht alleine auf der Welt ist und verhält sich dementsprechend.

Mehr muss man über sein Gegenüber nicht wissen. Und hat frau/man/es selber kapiert, dass man/es/frau nicht alleine auf der Welt ist und verhält sich dementsprechend, dann ist es vollkommen unerheblich, um welches Geschlecht oder Nicht-Geschlecht es sich handelt oder ob der/die/das jetzt zum Arzt oder zur Ärztin geht oder wen oder was die/der/das heute oder die restlichen Tage retweetet.

Wenn Alle sich dementsprechend verhalten würden, dann gäbe es keine Gehaltsunterschiede, keine Belästigung (in welche Richtung) auch immer, keine Gewalt, keine Diskriminierung und all die anderen Dinge mit eigenem Zwangstag schlicht nicht.

Dann bräuchten wir nur noch einen Weltanstandstag und denn wiederholen wir dann einfach täglich.

Bis dahin scheiße ich auf diese Heuchelei und behandle euch Frauen genau so beschissen oder genau so gut, wie ich jeden anderen Menschen die restliche Zeit auch behandle.

Das nenne ich mal gelebte Gleichstellung und ich kann es nur zur Nachahmung empfehlen!

Manchmal liegt das Gute doch nicht so nahe

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Viele sind immer ganz erstaunt – aber ich mag neumodische Dinge eigentlich so überhaupt gar nicht. Wenn es nach mir ginge, dann hätte die Zeit in den 80igern stehen bleiben können. Die Autos waren gut, die Musik war besser und man hat einen Bogen um Karottenhosen und Blazer machen können.

Da es leider nie nach mir geht, muss ich mich also mit den doofen neuen Dingen abfinden und dazu gehören dann auch solche, wie Telefone ohne Tasten, die täglich aufgeladen werden müssen. Ein Unding, das - neben allen anderen nervigen Begleiterscheinungen - auch keinen Fortschritt zum permanenten Batteriewechseln im Walkmen darstellt.

Ja, mit dem iPhone 6 oder einem Xperia kommt man mittlerweile über den Tag, vielleicht sogar über zwei – aber - mal abgesehen von dem Preis - haben die auch eines gemein, was mich in den Wahnsinn treibt:

Ich behaupte ja, der Erfolg des Ur-iPhones hatte einen viel trivialeren Grund, als endlich auch unterwegs Alles machen zu können, außer sinnvollen Dingen – es lag schlicht und einfach richtig gut in der Hand; wie so ein Handschmeichler aus der verklärten Kindheit im Waldorf-Kindergarten.

Man hat es permanent in der Hand gehalten, gedreht und mit rumgespielt, ohne dazu auf den Bildschirm starren zu müssen.

Alle Android-Clone der ersten Jahre nach iPhone (ja, ist eine eigene Zeitrechnung, genau so, wie nach Sopranos die Zeitrechnung für TV Shows ist) haben dies mehr oder weniger bewusst übernommen.

Und dann ist Jony in seinem weißen Kasten durchgedreht und hat uns etwas geben müssen, auf das man sich intellektuell gewiss einen runter holen kann – aber das iPhone 4 hat doch keiner freiwillig in der Hand gehalten und mit dem 5er war es dann ganz rum.

Und – oh Wunder – alle Clone haben den Mist übernommen; stellenweise bis hin zu praktisch unnutzbaren Designs – ja, Jolla, ich rede von euch. Das Jolla Phone hat einem körperliche Schmerzen beim Halten zugefügt.

Neben dem BlackBerry Bold 9900, gibt es nur noch ein anderes Smartphone, das man gerne hochhebt und in der Hand hält und auch gerne mit rumspielt und das ist das Nexus 5; mit dem Nachfolger haben sie das auch schon wieder versammelt. Dieser bringt einen dann wenigstens durch den Tag. Was nützt mir ein Telefon, dass sich gut anfühlt, wenn ich es zwei Mal am Tag aufladen muss, weil irgend ein Depp sich gedacht hat, es wäre eine gute Idee, auf fünf Zoll mehr Pixel unterzubringen, als auf jedem Fernseher und mehr, als die meisten auf ihrem Hauptbildschirm haben. Das Nexus 5 schaffte, selbst mit angepasstem Kernel und vielen Tricks, keine 4 Stunden am Stück mit Bildschirm auf fast komplett dunkel gestellt.

Ja, mit dem iPhone 6 ist es etwas besser geworden – aber von einem Handschmeichler ist auch das Lichtjahre entfernt.

Der durchschnittliche Neuzeitmensch greift über 200 mal am Tag zu seinem Smartphone – da kann ich doch erwarten, dass so ein Teil halbwegs gescheit in der Hand liegt und ich es gerne hochheben will. Aber wir hatten das ja schon – es geht nie nach dem, was ich für sinnig halte.

Ich halte es auch für völlig unsinnig, 700 Euro für ein Telefon auszugeben, erst Recht, wenn ich jedes Mal kotzen muss, wenn ich es in der Hand halte und erst rechter, wenn ich permanent Gefahr laufe, dass genau in dem Moment, in dem ich es wirklich mal für etwas Wichtiges/etwas Sinniges, wie zum Beispiel den ADAC im Niemandsland anrufen zu müssen, benötige – garantiert genau dann der Akku leer ist.

Da ich nebenbei (also momentan so gut wie nie) mich an der App Klöppelei für Android probiere und ich es generell im Leben für wichtig halte, immer mal über den Tellerrand zu schauen – liegen hier des Öfteren ein paar Androiden rum. Auch mag ich Android im Großen und Ganzen fast schon lieber als iOS. Oft sind es nur so Kleinigkeiten, wie das Arrangieren der Apps (Icons) – ich hasse zugeklatscht Dinge, wie diesen unsäglichen iOS Homescreen.

Richtig angenervt bin ich aber schon seit Version 1 von Usbility-Fails ersten Grades. Wenn ich eine Email aus einem Programm heraus verschicken will, dann ist KLAR, dass ich eine Adresse, einen Empfänger angeben muss – also hat das Feld verdammt noch mal als erstes ausgewählt zu sein. Nicht so bei Apple, da muss man immer noch mal reinklicken.

Selbiges bei der Tastatur und Umlauten. Wenn ich kein A will, sondern einen A-Umlaut, wie zum Beispiel das Ä – warum, VERDAMMT NOCH MAL, kriege ich erst noch mal angezeigt, dass ich das A gedrückt habe. Und diese Liste ist so unendlich lang und unter Android so unendlich kurz und wenn nicht, dann gibt es eine Lösung von irgend jemanden, der genau so angenervt war.

Ein Telefon ist für mich immer noch – und wird es auch immer bleiben – ein Werkzeug, um mir das Leben einfacher zu machen. Und wie bei Werkzeugen – vom Schweizer Messer mal abgesehen – üblich, sind die nur für ein/zwei Jobs gedacht; müssen diesen dann aber richtig gut erledigen.

Bei mir sind das Email, Twitter und ein paar Nachrichten. Dazu braucht man kein 700 Euro Werkzeug und schon gar nicht eines, zu dem man sich dann gleich sieben Powerbanks dazu kaufen muss damit man über den Tag kommt.

Ich hatte zwischenzeitlich mal ein kleines, billiges Teil von LG mit einer großartigen Akkuleistung, allerdings war der Bildschirm dann nicht wirklich alltagstauglich. Sobald es etwas heller wurde, konnte man nur noch raten, was in der Email stand und bei den vielen Twitter Fahrstuhl Bildern war man sich nie sicher, ob da jetzt nur wieder noch ein Mädel ihren Arsch zur Schau stellen musste – oder ob es tatsächlich ein Bild von einem Fahrstuhl war.

Also habe ich weiter gesucht und ausprobiert, zwischenzeitlich angenervt entweder das Nexus 5 mit drei Powerbanks oder doch das iPhone 6 verwendet und war mit nichts so wirklich glücklich.

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Seit ein paar Tagen habe ich allerdings ein Telefon in Gebrauch, das noch günstiger als das LG Teil war, natürlich nicht so gut wie das Ur-iPhone in der Hand liegt – aber man möchte es auch nicht direkt wieder hinlegen. Ja, man mag es sogar einfach so ein bisschen in der Hand halten und rumdrehen und das mit einem Akku daherkommt, der schier unglaublich ist. Am ersten Tag habe ich es eingerichtet, alles installiert und aktualisiert, alles ausprobiert und am Ende des Tages stand der Akku bei fast neun Stunden Bildschirm (in hell) an, auf noch 83 Prozent.

Und der Bildschirm ist – für ein 90 Dollar Teil – gut, ja fast richtig gut. Ich kann auch in der Sonne noch alles erkennen und ich kann es mir so einrichten, wie ich das will.

Xiaomi ist mittlerweile der viertgrößte Hersteller von Smartphones und hat seinen Sitz in China. Und auch direkt dort habe ich das Redmi 3 bestellt, denn noch bekommt man Xiaomi Smartphones gar nicht oder nur mit gewaltigem Aufschlag in Deutschland.

Das Redmi 3 kann man auch über Amazon beziehen, dann bezahlt man fast 200 Euro. Auch die sind jetzt kein wirklicher Wucher für das Teil, es spielt schlicht in der Liga und der Akku betrifft alles, was ich in dem Bereich und drüber ausprobiert habe.

Es gibt Online-Shops, die sich auf den Import von China Handys spezialisiert haben. Dort bekommt man es für um die 140/150 Euro plus Versand und eventuell Zoll, je nach dem, aus welchem Land es verschickt wurde.

Von all diesen Läden, die, wie die Markdown und Email Apps, aus dem Boden sprießen, ist GearBest eindeutig der beste, da man bei anderen, günstigeren Läden aufgeschmissen ist, wenn man einen Garantiefall hat. Dann kann man sein Gerät nämlich auf eigene Kosten zum Hersteller (nicht Händler) schicken und Monate auf Antwort aus China warten.

Ich hatte diesen Weg nur gewählt, weil ich die Hoffnung mittlerweile aufgegeben hatte und es bei einem Reinfall oder Defekt einfach als Betriebsausgabe abgeschrieben hätte.

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Aber ich bin von dem Teil mehr als angenehm überrascht und werde es tatsächlich als meinen täglichen Begleiter benutzen, was auch mit daran liegt, dass Xiaomi nicht nur bei der Hardware und der Verarbeitung eine Menge richtig macht, sondern auch beim System und der Software.

Samsung Handys kann man mittlerweile so gar nicht mehr benutzen, wenn man nicht weiß, wie man den ganzen Scheiß erst einmal wieder runter bekommt und man sich das System und die Apps so einrichtet, dass die Batterie nicht nach ein paar Stunden bloßem Rumliegens schon komplett leer ist.

LG ist da ein bisschen besser – aber deren Handys will man auch nicht wirklich in der Hand halten müssen; dies gilt auch für Huawei und Motorola. Deren Handys sind vor allem immer noch zu schwer.

Und dann wird die Luft ja schon dünn. Sony kann das mit dem Akku und der Kamera – aber das mit dem Design und dem gerne in der Hand Halten kriegen die einfach nicht hin. Und ich bin aus dem Alter raus, mich für irgend etwas anstellen zu müssen. Und diese OnePlus Dinger liegen genau so wenig gut in der Hand, wie die von ZTE und Co, auch wenn deren Hardware und das Preis/Leistungsverhältnis natürlich sehr gut sind.

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Dieses Redmi 3 macht fast alles richtig und die Xiaomi eigene MIUI Oberfläche (in Version 7) spielt ganz oben mit oder übertrifft sogar alle anderen und damit ist auch Apple gemeint. Wer die Chance hat, schaue sich die Oberfläche mal an. So geht ‘Flat’ ohne gleich alles - was nur ansatzweise mit Usbility zu tun hat - zu opfern.

Leider verzichten die auch auf einen ‘App Drawer’ – so dass man auch alle Apps auf dem Desktop hat. Allerdings kann man sie sich so anordnen, wie man möchte. Die MIUI Icons sind auch wirklich richtig, richtig gut, leider passen dann die von den heruntergeladenen Programmen nicht mehr, so dass man dann doch zu einem eigenen Launcher mit einem eigenen Icon Set greift.

Manche dieser Importeure installieren einem auf Wunsch auch eine deutschsprachige Version des MIUI ROMs – allerdings kann es dann passieren, dass man auch direkt wieder Bloatware und unnötigen Scheiß mitbekommt, worauf Xiaomi selber zum Glück verzichtet.

Wer kein Problem mit einem englischen System hat, der sollte beim original ab Werk bleiben, muss sich dann allerdings den PlayStore und die für den Sync benötigen GAPPS selber installieren.

Das Xiaomi MIUI ROM tauscht nämlich alle Google Apps gegen eigene aus, denn ein Grund, warum die Chinesen die identische Hardware, die bei Huawei und Co schon mal an die 300 Euro kostet, mit der überzeugenden Qualität verarbeiten, liegt in deren Strategie, zusätzliches Geld über angeschlossene Dienste zu erwirtschaften.

Es gibt einen eigenen App Store, eigene Cloud-, Musik-, Spiele- und Filmdienste, die allerdings für uns völlig uninteressant sind, da nur auf chinesisch.

Und ja, natürlich habe ich mir Gedanken um die Verantwortung gemacht. Allerdings macht es keinen Unterschied, ob man ein Gerät von Apple, Samsung, Sony oder Co kauft – die werden alle in den selben Fabriken, zu den identischen Bedingungen, zu den selben Kosten hergestellt. Wo der gewaltige Unterschied hinwandert, ist ja hinlänglich bekannt.

Und noch mal ja, ich weiß, dass es Fairphone gibt. Und wie gerne würde ich das nutzen – nur sind die Deppen ja genau so doof. Das Teil will man einfach nicht in der Hand halten und jetzt haben sie auch noch mit dieser Unsitte angefangen, dick und fett Fairphone vorne drauf zu schreiben.

Bitte – was soll der Scheiß?

Xiaomi macht das richtig. Gute Hardware, gute Software, gute Verarbeitung, ein paar Rauten drauf und jeder (zumindest in China) weiß, was für ein Teil das ist, so dass man sich es erlauben kann, nur ein ganz kleines, dezentes Logo auf der Rückseite anzubringen.

So geht das, Samsung, LG und Co!

Als Rundumpaket ist dieses Redmi 3 einfach gelungen. Genau so, wie die Ohrstöpsel mit Klang, die ich seit einer Weile verwende: die GranVela Mrice E300A.

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Nein, sie spielen nicht wirklich in der Oberliga mit, wie manche behaupten. Ja, sie klingen verdammt gut, keine Frage. Aber sie klingen nicht so gut, wie 1000 Euro Teile und vor allem haben sie einen Nachteil: Sie rascheln ein wenig. Bei Teilen für 20 Euro, die permanent in die Tasche gestopft werden und den Ollerum jetzt schon ziemlich lange überleben, kann ich da locker drüber hinweg sehen, bzw. hören – hätte ich mehr ausgegeben, dann würde ich nur fluchen.

Ihr größter Vorteil ist allerdings, dass sich das Kabel wirklich nicht verdreht und dass man sie bei der Farbgebung sofort findet. Ich empfehle euch allerdings auch, direkt ein paar gescheite Gummischnuppsies dazu zu bestellen, die mitgelieferten spiegeln eindeutig den Preis wieder.

Manchmal liegt das Gute doch nicht so nahe, sondern in China. Wer hätte das noch vor ein paar Jahren gedacht …

Schluss mit Lustig

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Ich hoffe ganz stark für dich, dass du Zeitlebens immer daneben lagst und jetzt doch noch was für dich kommt und du dich nicht wirklich für immer abgeschaltet hast.

In jedem Fall: DANKE!

Die Sachsen Bubble oder das große Gruppenwichsen für Nazis

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Wenn man Berlin Mitte mit der S-Bahn in Richtung Osten verlässt, denn überquert man kurz hinter Adlershof eine unsichtbare Grenze.

Also die Grenze an sich ist unsichtbar; dass sich etwas verändert hat, fällt einem sofort ins Auge, sofern man natürlich gelernt hat, seinen Augen auch zu erlauben, Dinge zu sehen, wahrzunehmen, die nicht unmittelbar ins vorgefasste Bild passen. Dinge, die nicht nur in der Mitte, sondern auch am östlichen Rand statt finden.

Ja, auch am westlichen Rand finden Dinge statt und auch am südlichen und das nicht nur in Berlin, in der BRD oder dem eigenen Weltbild.

Nur das Wahrnehmen findet selten außerhalb der eigenen Mitte statt. Und dann ist da auch immer noch eine Menge Platz am rechten Rand. Drum haben wir auch kein kleines Problem rechts, sondern ein großes in der Mitte – aber dazu gleich.

Noch bin ich im Osten, kurz hinter Berlin. Hinter der Grenze; der unsichtbaren. Ich wohne seit einer Weile da, ich bin sprichwörtlich das Letzte von Berlin. Hier ist Edge-Land. Hinter mir fängt Brandenburg an. Für die Hamburger, Kölner und Münchner – das ist der Vorort von Sachsen.

Wenn Besuch aus anderen Ländern vorbeikommt, rufen die auch schon mal erschrocken vom Bahnhof um die Ecke an und fragen zur Sicherheit nach, ob sie nicht doch schon in Polen gelandet sind und da steckt jetzt genau so viel Polemik, wie Wahrheit drin.

Genau so, wie in der Aussage, dass die Menschen hier anders aussehen, sich anders kleiden, andere Autos fahren und ganz andere Probleme haben.

20, 30 Kilometer hinter Berlin.

Und jetzt fahrt noch mal hundert Kilometer weiter. Die Frisuren sehen auch anders aus, wenn der Friseur Montags wirklich noch geschlossen hat und man sich Sonntags zum Brunchen an der Total Tankstelle im nächsten Dorf treffen muss. Und ja, mit Brunchen meine ich das um die Autos Herumstehen und ja, es ist genau so, wie man es sich vorstellt und ja, es sieht auch genau so aus und ja, wenn auch politisch angeblich unkorrekt, man sieht es ihnen an.

Und nein, es ist dort wirklich anders, als in anderen Ecken Deutschlands. Ich habe jetzt schon fast überall in Deutschland gewohnt. Ich kenne Dörfer und ich kenne das Saarland und ich kenne Hamburg, München, Köln und eine Menge hässlicher Zwitter dazwischen.

Die Frage, die sich viele Stellen, warum gerade immer dort im Osten, am Arsch der Republik, die lässt sich natürlich mit der Frisur alleine nicht erklären und ja, Assis gibt es überall und Deppen und Nazis und Menschen, die dann doch nicht in die Schublade passen und nicht mal zugezogen sind.

Dafür sind in genau der Gegend eine Menge weg gezogen. Eine Menge mehr, als aus dem Saarland oder Brunswick. Und die, die geblieben sind, sind jetzt deckungsgleich die, die wir in der Tagesschau sehen und über die wir uns auf Twitter so schön lustig machen können.

Die sind dort Bürgermeister, Polizeibeamte, Lehrer, Bäcker, Fahrlehrer, Bauarbeiter oder nichts davon, weil nach dem VEB Kombinat Chemische Werke nichts mehr drin war, außer Stempeln gehen.

Und nein, liebe Genderübersensibelchen (war ja auch wieder kurz davor, den Begriff Nazi hier zu verwenden; aber ich bin gerade dabei, mir das abzugewöhnen und auch dazu gleich noch mehr) – ich habe nicht die Ärztinnen und Arbeitslosinninnen vergessen, sondern bewusst nicht verwendet, da schlicht in der Unterzahl.

Alles Dinge, die wir eigentlich wissen und so gerne unter den Verdrängungsteppich kehren und es sind ja nicht alle so, als soll sich der verlassene Rest bitte nicht so anstellen.

Tut er aber. Nicht nur auf dem Sozial- und Arbeitsamt, sondern sonst auch immer schön hinten; zumindest hätten wir das gerne. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Aus der Mitte an den Rand.

Nur ist unser Rand deren Mitte. Allerdings haben wir unseren Augen das ja abtrainiert. Wir tun eine Erklärung lieber als Entschuldigungsversuch ab. Deren Versagen sieht in den eigenen Augen immer besser aus, als das eigene.

Die Erklärungen sind in aller Regel immer genau so simpel, wie die Parolen derer, die wir nicht verstehen wollen. Denn dann müssten wir uns eingestehen, dass wir eigentlich ganz simple Wesen sind.

Und wer will das schon gerne. Simpel, wie wir nun mal gestrickt sind, verwechseln wir simpel ja auch mit Intelligenz. Alle doof, außer ich. Ich Mitte, du rechts.

Das ist wie mit den Hipstern. Alle Hipster, außer ich. Und auch die kann man so wunderbar auslachen und Witze über sie reißen. Es wird sich nie einer angesprochen fühlen.

Dafür gesellt sich gleich und gleich und gleicher; egal ob Hipster, Nazi oder Twitterer. Und das und die sind völlig austauschbar und eventuell sogar identisch. Aber egal, in welcher Rolle, angesprochen fühlt sich doch wieder keiner.

Weil es schlicht der falsche Ansatz ist.

Genau aus diesem Grund verbiete ich mir mittlerweile den Nazi Stempel oder den Idioten Stempel. Nein – über Hipster mache ich mich weiter lustig. Ich darf das. Ich erinnere mich nämlich noch an all die Dinge, die ich getrieben habe, als ich noch jung, schlank und am Leben war. Ich bin mit blond-blauen Haaren im Rock und in Plateauschuhen nachts durch Berlin, Frankfurt, Kassel gestolpert und fand mich toll. So mancher heutige Bart sieht dagegen richtig gut aus.

Aber man richtet sich halt nach seinem Umfeld, man will schließlich dazu gehören. Ja, auch du! Du, der du es nur ironisch meinst und ja viel schlauer und viel mittiger bist, als der erbärmliche Rest am Rande der Republik.

Du hattest vielleicht und zu deinem eigenen Glück ein anderes Umfeld. Dein erstes und einziges Lagerfeuer war hoffentlich nicht nur braun eingefärbt und dir hat man vielleicht beigebracht, dass es nicht OK ist, sich auf das Leid und Elend anderer einen runter zu holen, nur, um ganz kurz Auszeit vor der eigenen Erbärmlichkeit zu haben.

Genau das ist nämlich das eigentlich Problem.

Wie erbärmlich muss das eigene Leben sein, wenn man es nötig hat, auf Menschen, denen es vermeintlich schlechter geht, herum zu hacken, um sich kurzzeitig besser und zugehörig zu fühlen?

Wie erbärmlich muss ein Staat als Ganzes sein, der 10, 15 oder gar 20 Prozent seiner Bürger so dermaßen rechts liegen lässt, dass alles, was ihnen anscheinend bleibt, um ein wenig vermeintliche Anerkennung, ein wenig Zugehörigkeitsgefühl entwicklen zu können …

Und an dieser Stelle scheidet sich immer mein eigener kleiner Geist. Denn dann frage ich mich immer, ob es wirklich darum geht.

Geht es wirklich um zu viele vernachlässigte Männer in einem öden Landschaftshaufen, die zu wenig in den Arm genommen worden sind? Und einer vereinzelten braun-lila eingefärbten Peggy, die nichts anderes kennen gelernt hat?

Wenn ich mich gerade mal wieder beschissen fühle, dann kann ich mir einen runter holen oder mit dem Ollerum spielen und schon geht es mir besser.

Nur ist das große Gruppenwichsen für alle Sachsen wirklich die Lösung?

Ich glaube ja, es geht um eine ganz andere Frage:

Wie viele Polizisten braucht man, um ein Haus zu durchsuchen?

In unserem Land braucht man dafür entweder 0 bis 2 oder 500 plus 30 Schäferhunde, 2 Helikopter und 25 Wannen.

Das gute an AFDlern und Nazis – dem Rechten Gesocks an sich – ist ihre allgemein akzeptierte Liebe zum Geld. Genauer gesagt, zu unserem Geld. Geld ist nämlich immer unser. Zumindest ist das DAS gute Geld. Für UNSER Geld reichen zwei Beamte.

Bei dem schlechten Geld – also bei eurem Geld – da rückt dann die gesamte Polizei Berlins aus. Von unserem, also dem guten, Geld finanziert natürlich.

Wenn ich besorgt bin um unserer Geld, dann ist das gut. Dann ist das Seehofer und Co approved (mir fällt kein passendes deutsches Wort ein, akzeptiert trifft es nicht ganz, abgesegnet schon eher – aber auch nicht wirklich). Mache ich mir allerdings Sorgen um die Menschen, wegen deren ganzen Geld und der Frage, was es anrichtet – dann ist das BÖSE und dann müssen die Hunde und die Helikopter ran.

Es gibt bei uns nämlich eigentlich kein Links und kein Rechts. Es gibt nur gut und böse. Und auf dem guten Auge sind wir blind. Denn das ist unsere Mitte. Und die ist dem Michel heilig.

Man darf sich sorgen, so lange es um das eigene Geld geht. Sorgt man sich allerdings um das Geld anderer, dann wird man vom Staatsschutz jahrzehntelang überwacht.

Wirft man aus Sorge Granaten auf Menschen, dann ist das zwar nicht wirklich so ganz OK, hat aber bestimmt gar nichts mit Rechts zu tun – protestiert man aus allerdings Sorge um das Geld der anderen in Frankfurt vor der EZB, dann ist da so gar nicht gut. Dann ist das Terror und dann kennen wir auf einmal auch wieder Richtungen; also die eine. Das ist dann die Richtung, in die die Wasserwerfer auch seltsamerweise immer zielen können.

Und genau das ist auch der Grund, warum die Polizei Sachsen immer mit allem durchkommt.

Linke Pfarrer mahnen = böse!
Besorgte Menschen pöbeln = verhältnismäßig

Wo ist denn der #Aufschrei? Welcher Politiker hat denn wirklich mal auf den Tisch gehauen? Aber wehe, du spendest der Roten Hilfe …

Wir werden in Deutschland nichts – aber auch absolut gar nichts – ändern, wenn wir nicht endlich mal anfangen, etwas genauer und differenzierter zu schauen und die Dinge beim Namen zu nennen.

Und Nazi oder Idiot sind keine Namen; es trägt ihn auch keiner.

Wie soll man denn unerwünschtes Verhalten abstrafen, wenn es nicht mal öffentlich kritisiert wird, da es ja immer noch das gewünschtere Verhalten ist.

Mitgefühl, Verständnis – Empathie sind Dinge, denen man in unserem Land 500 Polizeibeamte auf den Hals hetzt. Mit Sorgen um das eigene Geld füllt man Bierzelte, gewinnt man Wahlen und kommt vermeintlich im Leben weiter.

Man kann keinen Hund dafür bestrafen, dass er vors Asylantenheim pinkelt, wenn man ihm von Morgens bis Abends zum Komasaufen ermuntert.

Alles, was dabei herauskommt, ist ein verwirrter Hund, der unter lauter verwirrten Hunden aufgewachsen ist, für die das alles völlig normal ist.

Ich weiß, es ist ein leicht hinkender Hund und mir tun die richtigen auch leid, bewahren die sich in aller Regel eine Grund-Empathie, eine Grund-Liebe, auch wenn sie jahrelang in der falschen Umgebung aufgewachsen sind.

Ich habe den schwachen Vergleich nur gewählt, weil wir uns – auch wenn wir uns gerne das Gegenteil einbilden – nicht viel unterscheiden. Wir machen das nach, was wir vorgemacht bekommen und wir verstärken die Dinge, wir wiederholen die Dinge, von denen wir als Rückmeldung bekommen, dass sie gewünscht sind.

Wir haben in unserer Bertelmannschen Freiluftversuchsanstalt jahrzehntelang eingetrichtert bekommen, dass man es zu etwas bringen muss und dass man dieses Etwas nur schafft, wenn man sich Sorgen um das eigene Geld macht; dass dieses Etwas direkt mit Geld gleichgesetzt werden kann. Und wenn du dieses ominöse Etwas nicht geschafft hast, dann bist du ein Versager, der sich keine unnötigen Dinge mehr kaufen kann und dann schauen wir auf dich herab und hocken dich in Lehrgänge, in denen du noch mal so richtig schön vor Augen geführt bekommst, was das gewünschte Ziel ist und was für ein Versager du doch bist und vermutlich immer bleiben wirst.

Und wenn du dich – abgerichtet, wie ein armer Hund, abgerichtet, wie ein ZDF Fernsehgartenzuschauer – dann dementsprechend verhältst, dann wundern sich die Menschen, die es vermeintlich geschafft haben, ein wenig.

Und die, die sich wundern, sind selber so abgerichtet worden, dass sie sich auch nur innerhalb ihres eigenen Blickwinkels wundern können.

Die Fahrt mit der S-Bahn kann man nämlich auch in die andere Richtung antreten. Und auch dann nimmt nicht jeder die Veränderung hinter Adlershof war. Und selbst, wenn man eine wahrnehmen sollte, ist ja immer noch die Frage, was einem das eigene Hundetraining erlaubt und/oder vorschreibt.

Neid? Bedauern?

Die Sachsen Bubble gibt es, zumindest für so machen Sachsen, ja auch genau so andersherum. Das ist dann die Berliner Bubble, auch gerne die Berliner Politik genannt. Ja, auch als AFDler mit eigenem Asylantenheim kann man Neusprech.

Das, was wir jetzt erleben, ist erst der Anfang. Und ich würde mich hüten, es ‘sich wiederholende Geschichte’ zu nennen.

Das, was wir jetzt erleben, hatten wir so noch nicht. So lange gibt es unser allmächtiges System das Kapitalismus im Endstadium noch nicht. Es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen wirklichem Hunger und künstlich erzeugtem, künstlich eingeredetem Hunger.

Wie wir darauf reagieren, ist allerdings keine andere Sache, sondern gleich; mit Futterneid und Aggression.

Und um dagegen anzugehen, müsste man den vermeintlichen Hunger abstellen. Aber das ist ja nicht gewollt. Wer den Hunger aller stillen will, ist suspekt bis Terrorist; auf jeden Fall unerwünscht und ein Fall für den Staatsschutz. Wer den Hunger anheizt, ist in der Politik, im Vorstand und von Staat und der Verfassung geschützt.

Da will man nicht mehr wichsen, da will man nur noch Kotzen und so viel kann man gar nicht fressen, sei der vermeintliche Hunger auch noch so groß …