10 Years of Making Apps

Ich kann nicht nur Batterie, ich kann auch Tastatur

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Nach dem Akku des iPhones war dann heute das Keyboard des BlackBerry dran …

Ich geh mir jetzt …

… irgend etwas ganz Leckeres mit viel Zucker, Fett, Weizenmehl und überhaupt zu essen holen und setze mich dann mit dem Ollerum vor den Fernseher und schaue irgend einen hirnzellenauflösenden Schwachsinn.

Falls jammed meine Muse sehen sollte, sagt ihr bitte, sie könne mich heute mal. Danke!

Die Presse in Zeiten der Hysterie

Es gab mal eine Zeit, die ist auch noch gar nicht so lange her, da haben die Journalistenkrähen gegenseitig Rücksicht auf die Augen der anderen genommen.

Das fand und finde ich auch auch immer noch bemerkenswert in einer Zeit, in der Journalismus nur noch als Lückenbüßer zwischen den bezahlten und gesponserten Beiträgen und den Klickhuren stattfinden kann.

Und dann las ich eben gerade dieses hier: Die “Verschwörung” von Paris. Und das ist ja nicht das erste Beispiel dieser Art in letzter Zeit.

Jetzt mal völlig vom Inhalt und dem Umgang mit Presse, Berichterstattung abgesehen, so finde ich das doch schon erstaunlich. Ist es jetzt also soweit? Sind wir im Endstadium angekommen?

Von ‘der Presse’ – egal zu welcher Seite sie auch neigen mag – erwarte ich auch im Jahre 2015 und selbst beim Wasser bis zum Hals, dass sie weiß, was sie tut und wo sie zündelt.

Nein, alles rund um BILD bezeichne ich nicht als Presse. Aber von einer taz kann ich erwarten, dass sie sehr genau weiß, was sie mit solchen Aktionen anrichtet – gerade in dieser Woche, gerade in dieser angespannten Lage.

Der größte Irrglaube unserer Zeit und unsere Generation ist ja, dass wir angeblich mündig, aufgeklärt und allwissend sind – dem Internet sei Dank.

Die, die es besser wissen müssten, die, die eigentlich fundiert genau gegen diese falsche Annahme anschreiben müssten, die, die dieser grassierenden Kurzzeitauffassung wohlgewählte Worte entgegen setzen müssten – die sollten eigentlich den Weitblick haben und verstehen, dass sie sich mit solchen Aktionen keinen Gefallen tun.

Bisher hatte ich immer noch (die mit großer Wahrscheinlichkeit naive) Auffassung – oder eher Hoffnung – dass all jene, die das letzte Bisschen Restscheindemokratie mit ihrer Berufung und ihren Worten zusammenhalten müssen, kapiert haben, dass sie im selben Boot sitzen.

Ich weiß, man darf es nicht sagen – aber das Wort Lügenpresse kommt ja nicht von ungefähr. Natürlich wird es von den falschen Menschen missbraucht. Aber wie bei Allem gibt es einen Kern; in aller Regel inklusive Pudel.

Die Antwort auf allgemeine Verdummung, allgemeines Ablehnen kann und darf nicht sein, in das gleiche missgestimmte Horn zu stoßen. Warum muss man sich, wenn man es eh schon so verdammt schwer hat, auch noch gegenseitig – und damit sich selber – ein Bein stellen?

Eure verdammter Job ist die Aufklärung! Und das ist wohl mit der wichtigste Job, den man in diesen selbstverblendeten Zeiten haben kann! Ihr habt ihn euch ausgesucht! Und ja, es gibt immer noch vereinzelt Menschen, die euch dafür dankbar sind und sogar dafür zahlen. Euer Job ist aber eben nicht, nur für diese zu schreiben. Euer Job ist für alle zu schreiben; und vor allem für jene, die es so dringend und bitter nötig haben.

Und was die am Nötigsten haben ist nicht das, was sie meinen schon zu kennen und was sie überhaupt erst hat abstumpfen und sich abwenden lassen.

Kriegt verdammt noch mal euern Arsch endlich hoch und eure eigenen Köppe aus selbigem! Viel Zeit bleibt wahrlich nicht mehr!

Und Hysterie hat man noch nie erfolgreich mit noch mehr Hysterie bekämpfen können …

Die Bankrotterklärung

Jetzt ist es also so weit. Im Jahre 2015 ist es gesellschaftsfähig mit dem Abschaffen der Grundrechte nicht nur vor die Mikrofone, sondern auch in den Wahlkampf zu ziehen.

Das erste Mal, dass so etwas wie ein Minimum an Rechtsschutz gewährt wurde, geschah im Jahre 1215 in dem Land, das jetzt genau tausend Jahr später vollkommen am Durchdrehen ist.

Nun kann man natürlich darüber streiten, dass weder in der Magna Carta, noch in den nachfolgenden Schriftwerken etwas zum Recht auf Privatsphäre festgehalten wurde – allerdings sollte sich wohl ein jeder von uns mittlerweile darüber im Klaren sein, was passiert, wenn der Staat (oder genauer, die mit der Macht – schließlich ist das seltenst identisch) alles über jeden weiß. Erst recht in einem Zeitalter, in dem das Manipulieren und Missbrauchen von Daten und Dokumenten nicht einmal mehr Kenntnisse oder Fähigkeiten voraussetzt.

Und damit haben wir verloren. Das ist die Bankrotterklärung. Das ist der Untergang des Abendlandes. Nicht irgend eine vermeintliche Religion oder Überfremdung.

Und nein – damit haben nicht die paar armen Säue gewonnen, die sich in die Luft sprengen lassen oder blind um sich schießen. Gewonnen haben all jene, die diese armen Säue vorschicken.

Kaum ein Mensch mit Bildung, unversehrter Kindheit und Perspektive bombt sich durch die Gegend und in die Luft. Dazu lassen sich nur die wirklich ganz armen Säue instrumentalisieren; die, die verquere Ansichten und Ideologien mit Religion verwechseln.

Und die, die dahinter die Fäden aufs Perfideste ziehen, die wissen um den Unterschied sehr wohl und sehr genau.

Und das sind genau die, die sich jetzt bei solchen Äußerungen von westlichen Marionetten der vermeintlichen Macht hämisch die Hände reiben; wohl wissend, dass die satten, trägen und ängstlichen Abendländer so ziemlich alles mit sich machen lassen, wenn man es ihnen nur richtig verpackt und sie nicht in ihrer Bequemlichkeit stört.

Ich habe keine Ahnung wie viele Millionen Menschen, die dem Islam angehören, die den Islam als Religion haben, in den letzten Jahren für genau solche Rechte, Freiheiten und Werte auf die Straße gegangen sind, ihr Leben dafür gelassen haben und von uns im Stich gelassen wurden. Ich habe aber eine ziemliche genaue Vorstellung davon, wie kümmerlich klein das Häufchen derer bei uns ist, die für die Erhaltung dieses Rechte, Freiheiten und Werte kämpfen.

Und das macht mir mehr Angst, als jede Religion, als jeder Volldepp mit Sprengstoffgürtel und Kalaschnikow jemals können wird …

Das ist keine Karikatur

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Das ist menschliche Größe. Hut ab davor. Und wer das nicht verstehen kann und tatsächlich immer noch behauptet, dass man ‘so etwas’ nicht machen sollte oder gar darf – der ziehe bitte den Stecker, gebe seinen Autoschlüssel ab, stecke den Fernseher ab und fange an Holz zu sammeln, denn im Mittelalter ist es ziemlich ungemütlich …

Die App Empfehlung der Woche: CodeRunner

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Unglaublich – aber leider so wahr: Man hat mich erst die Tage mit diesem feinen, kleinen Stück Software vertraut gemacht und ich habe es nach genau drei Minuten erworben und möchte nicht mehr ohne leben.

Natürlich ist nichts perfekt – aber ich muss ab sofort nicht mehr unzählige Projekte in Xcode anlegen, nur um mal schnell etwas zu testen. Und das funktioniert für über 20 weitere Sprachen – unter anderem für JavaScript, Ruby, PHP und Co.

Falls ihr auch hinterm Mond gelebt haben solltet, dann schaut euch CodeRunner ganz schnell an …

CodeRunner Webseite

Ich habe Akku gemacht!

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Und ich habe es nicht mal kaputt repariert :–)
Nachtrag für all die Nachfrager: Austauschakku ist von ifixit Deutschland

Der Ollerum und ich wechseln den Job

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Ab sofort beantworten wir keine Emails mehr sondern reparieren iPhöner …

Das letzte große Abenteuer des domestizierten Sitzpinklers

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Meine Höhle hat 200 qm, Fußbodenheizung und Fenster rundherum. Säbelzahntiger verirren sich eher selten ins Dachgeschoss und DHL-Männer stellen im Allgemeinen auch keine wirkliche Bedrohung dar.

Ich muss auch nicht tagelang und hunderte von Kilometern durch die Gegend streifen, wenn der Magen knurrt. Im Umkreis von 100 Metern habe ich sieben Sushi Bars, unzählige Inder, Italiener und argentinische Steak-Häuser, die so gute Chemikalien ins Fleisch spritzen, dass ich mir wirklich einbilden kann, es käme direkt vom Feuer. Was wir hier nicht haben, ist eine gescheite Dönerbude – aber das ist eine andere Geschichte.

Und wenn ich etwas Warmes neben mir auf dem Fell Bett haben möchte, dann kann ich es mir auch sparen, die große Keule herauszusuchen und sie drei Höhlen weiter zu schwingen und bis drei zu zählen. Ich muss nur das MacBook aufklappen, die Kreditkarte zücken und ich bekommen etwas vollkommen haarloses (nein, nicht auf dem Kopf) direkt vor die Türe chauffiert.

Mein Leben ist die pure, portionierte Langeweile. Ich bin kein Mann mehr. Ich habe keine wirklichen Abenteuer, keine wirklichen Aufregung mehr.

Mir bleibt nur ein allerletztes Aufbäumen übrig. Eines, an das ich mich verbittert klammern kann, direkt klammern muss.

Ich domestizierter Sitzpinkler verweigere mich einfach und beharrlich nach dem Weg zu fragen. Ich gehe sogar noch eins weiter und bringe das Navi erst gar nicht an der Scheibe an und verbanne es in den Kofferraum oder die Armlehne.

Ich bin der pure Rock’n Roll, während ich in fremden Städten für Stunden im Kreis fahre. Wer nicht ankommt, der fühlt sich frei. Wer zu spät kommt und nachtanken muss, ist ein ganzer Kerl.

Und wenn Mann gerade nirgendwo hin muss, wo Mann sich nicht auskennt, dann kann Mann immer noch ins IKEA fahren, die Pfeile gegen den Strich entlang laufen und in der Markthalle garantiert nicht um Hilfe fragen, wo Mann denn nun die Dreierpackung JÄMKA findet, die Mann der Finanzministerin mitbringen soll.

Doof ist allerdings, wenn Mann mittlerweile im Umkreis von 400 Kilometern selbst die kleinste Sackgasse kennt.

Das Ende vom Mann ist nicht die Emanzipation, ist nicht der Feminismus.
Das Ende vom Mann ist, wenn die Straßen ausgehen.
Das Ende ist, wenn Mann verdammt noch mal weiß, was diese blöden JÄMKA Dosen überhaupt sind …

Das Zitat des Tages

In dem Land der unbegrenzten Meinungsfreiheit ist es möglich, die Shoa zu leugnen, den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel als Falschmeldung zu bezeichnen und stur zu behaupten, der Präsident sei in Wirklichkeit ein „Ausländer“, doch bei Gott hört der Spaß auf.

taz | „Charlie“-Karikaturen in den USA

Umsatz Aktualisierungen erhältlich

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Da das mit dem Umsatz Blog noch relativ neu ist und ich von ganz vielen Umsatz Nutzern weiß, die hier mitlesen, hier auch noch einmal der Hinweis auf die neusten Umsatzaktualisierungen:

» Aktualisierungen für Umsatz Pro, Standard und Mini erhältlich

Ceci n’est pas une caricature

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Da hatte ich mir gerader erst vorgenommen, dieses Jahr nicht so oft mit dem Zeigefinger und der ewigen Leier vom Untergang des Abendlandes daherzukommen und dann schaffe ich gerade mal eine Woche.

Aber ich kann nun einmal nicht anders, wenn es keine 24 Stunden dauert und wir schon wieder anfangen, Diskussionen am völlig falschen Ende mit völlig falschen Nebelbomben zu führen, wenn das Blut der Opfer noch nicht einmal vollständig weggekärchert worden ist.

Ihr lieben Leute, die ihr euch jetzt alle vor den Karren spannen lässt und tatsächlich Öl in das völlig falsche Diskussionsfeuer gießt: Das, was da passiert ist, hat absolut so gar nichts damit zu tun, was Satire ist und was Satire darf oder angeblich nicht darf. Mal völlig davon abgesehen, dass Satire alles darf und muss.

Wenn es Charlie Hebdo nicht gegeben hätte, dann hätten sich diese geistig völlig verwirrten menschlichen Nullnummern eine andere Ausrede einfallen lassen, um um sich zu schießen. Es gibt nicht einen einzigen Grund, es gibt keine einzige Rechtfertigung für diese Handlungen.

Punkt. Aus.

Es geht um etwas anderes. Es geht darum Hass zu schüren. Und das gelingt nun einmal leider immer wieder. Es hat keine zwei Stunden gedauert, bis die ersten politischen menschlichen Nullnummern und geistig Verwirrten nach der Todesstrafe plärrten oder sonst wie politisches Kapital aus dem Leiden schlagen wollten und noch gestern Nacht brannten die ersten Moscheen.

Auch dafür gibt es keine Rechtfertigung. Erst recht nicht der Tod derer, die gegen diesen Wahnsinn angezeichnet haben; diesen Wahnsinn, der so vollkommen religionsbefreit ist.

Denn es geht auch gar nicht um den Propheten oder irgend einen anderen Gott. Es geht einzig und alleine um Macht. Die einen greifen zur Kalaschnikow und die anderen treten vors Mikrofon. Und beide wissen, wie sie uns – mit ihren Mitteln – instrumentalisieren können.

Tut uns also bitte alle und euch selbst den Gefallen und haltet im Zweifelsfall einfach mal den Nuhr die Fresse. Ruhe, Besonnenheit und Bedacht ist das einzige Mittel im Umgang mit den Zündlern aller Coleur …

So etwas liest man doch immer wieder gerne

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Es ist zwar nicht mit dieser Email: Looks like I’m having a threesome this Christmas zu vergleichen – aber die in diesem noch jungen Jahr bisher schönste Rückmeldung …