10 Years of Making Apps

Fällt ein YES in China um …

Jeden Morgen, nachdem ich die Katzen gefüttert und die Emails, die in der Nacht aufgelaufen sind, beantwortet habe, dann liegt mit großer Wahrscheinlichkeit der Ollerum schon wieder in/auf meinem Arm und macht sein Verdauungsschläfchen.

Somit ist erst mal nicht an Arbeiten zu denken.

Also lese ich die Nachrichten und Neuigkeiten. Und das endet ja in aller Regel im Kopfschütteln. So auch heute wieder.

Kaliforniens Antwort auf das Problem der Vergewaltigungen (an Unis) ist also ein YES. Sage ich nicht YES vor dem Sex, dann hat mein Sexualpartner hinterher ein Problem. Alternativ muss ich nicken oder auf meinen Partner zurutschen.

Spontan kam mir da eine App Idee: das YES APP. Mit dem kann man das YES für später aufheben und auf Twitter teilen. Wenn ich dann noch als in App Purchase eine Art Funktion einbaue, die Partner, die in der Umgebung besonders häufig YES sagen oder nicken, anzeigt, dann werde ich vielleicht doch noch reich.

Kann mir mal bitte jemand diesen Schwachsinn erklären? Zwei Menschen in einem Zimmer, auf einer Parkbank oder in einem Auto sagen also YES. Oder auch nicht. Bitte was ändert das an dem grundsätzlichem Problem? Was ändert das an dem grundsätzlichem Umgang? Was ändert das auch nur ansatzweise am Verhalten von Arschlöchern, die eh keine Ahnung von YES, NO und Anstand im Allgemeinen haben?

Wo ist jetzt bitte der Unterschied zu vorher?

Sie hat genickt.
Sie ist auf mich zuggerutscht.

Ich habe mal wieder intern mit mir um 10 DM (ja, DM) gewettet, dass es nicht lange dauern kann, bis die ersten Rufe nach so einem Schwachsinnsgesetz auch hierzulande laut werden.

Denn dann muss man ja nicht mehr am eigentlichen Problem arbeiten …

Aktualisierung für Bill 2 erhältlich

Ich habe soeben eine Fehlerbehebungsaktualisierung (was ein doofes Wort) für Bill 2 veröffentlicht, welches ihr wirklich laden solltet :–)

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Zitat des Tages

Männer sind mehr oder weniger Dildos mit Körper dran.

Wie man einen Dildo befriedigt, taz

Wenn die taz was über Sex, Männer, Frauen schreibt bin ich ja selten mit ihr einer Meinung aber hierbei musst eich dann doch schmunzeln …

Bill 2 ist fertig und ladbar!

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Ich habe es also tatsächlich doch noch rechtzeitig vor der Veröffentlichung von Mac OS 10.10 (Yosemite) geschafft. Also zumindest die eigene (nicht Mac App Store) Version. Die für den App Store wird dann noch mal so gar nicht lustig wegen der Sandkasten Geschichte.

Bill 2 kommt mit einer Menge neuer Funktionen und Verbesserungen daher.

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So kann man ab sofort das Design ganz einfach im laufenden Betrieb aussuchen/wechseln. Wer also mehrsprachig arbeiten muss oder unterschiedliche Designs für Rechnungen und Angebote verwendet, darf sich freuen.

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Wer oft identische oder sich wiederholende Rechnungen schreiben muss, der darf sich über die Rechnungsvorlagen freuen. Mit denen ist es nur noch ein Klick und die monatliche Rechnung an Kunde XYZ ist fertig.

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Und das es – aus mir unerklärlichen Gründen – so verdammt viele Menschen gibt, die ihre Rechnungen auf mehr als einem Mac schreiben, unterstützt Bill 2 jetzt auch die Dropbox, BitTorrent Sync und unter 10.10 das iCloud Drive.

Somit ist die Option auch offen, tatsächlich irgend wann mal eine version für iPad/iPhone zu schreiben. Ds allerdings erst, wenn diese ganze Situation sich wieder erholt hat und es Sinn macht und nicht nur Verluste bringt.

ACHTUNG! ALL DIESE NEUEN FUNKTIONEN ERFORDERN EINE NEUE DATENBANK. BEIM ERSTEN STARTEN VON BILL 2 WIRD DIESE AUTOMATISCH AKTUALISIERT. ALLERDINGS GIBT ES DANN KEIN ZURÜCK MEHR. WER NOCH NICHT AUF BILL 2 AKTUALISIEREN WILL, DER LÄSST ES BITTE ERST EINMAL. DIES IST INSBESONDERE WICHTIG, DA BILL 2 EINE GROSSE UND SOMIT KOSTENPFLICHTIGE AKTUALISIERUNG IST.

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Ich habe das Pendant zum Handtaschenhalten gefunden

Es ist das doof vor den Autowaschboxen Rumstehen und den Männern beim Abspritzen zuzuschauen.

Den Blicken nach kommen sich die Mädels und Frauen dabei genau so doof vor, wie wir auf dem Gang im IKEA. Und da sage noch mal einer, es gäbe keine Ausgleichende Gerechtigkeit.

Ich lasse es euch wissen, wenn ich das Pendant zur Morgenlatte mit voller Blase gefunden habe …

Der Aktualisierungs- und Anpasswahnsinn

Wir haben jetzt vier unterschiedliche Bildschirmgrößen für iOS mit unterschiedlichen Pixelberechnungen, für die wir unsere iOS Apps anpassen müssen und das ganze zumindest für eine Weile noch für zwei iOS Systeme.

Auf dem Mac haben wir Retina und Pixelig und mindestens drei – eher vier – Systeme, die wir unterstützen müssen mit zwei unterschiedlichen Oberflächen und Bildschirmschriften, so dass aber auch gar nichts zusammen passt.

Von all den Zehntausend Änderungen unter der Haube gar nicht zu reden und demnächst klöppeln wir dann noch neue Dinge fürs Handgelenk.

Dazu sind die Preise so weit gefallen, dass man sie gar nicht mehr Preise nennen kann und die Kundschaft wird immer anspruchsvoller bis unverschämt, schließlich muss das Geld ja irgendwo wieder eingespart werden, wenn man permanent mit dem neusten iPhone durch die Gegend rennt und man muss gegen diese ganzen mit Millionen an (Risiko) Kapital gesponserten Klitschen konkurrieren.

Alleine die ganzen Testgeräte gehen mittlerweile in die Tausende bis Zehntausende, also ungefähr doppelt bis zehn mal so viel, wie ein durchschnittliches App überhaupt noch einbringt.

Und das ganze im Jahresrhythmus, was also meint, dass man in dem Moment, in dem man alles halbwegs angepasst hat, direkt wieder von vorne anfangen kann.

Und da gibt es tatsächlich immer noch so verdammt viele, die sich lautstark wundern, dass so viele Apps nicht permanent kostenlos aktualisiert werden oder in den App Stores vor sich hin verstauben.

Ich mag meinen Job, ich mag, was ich da tue. Aber mein Tag hat nur 26 bis 29 Stunden und ich verdiene momentan nur noch ein Viertel und die Kosten steigen unaufhörlich weiter.

Neue Dinge, die vielleicht mal kurzzeitig wieder ein wenig Geld in die Kasse spülen, kann man so nicht wirklich schaffen, schon gar nicht, wenn man es ordentlich machen und Bestandskunden- und Benutzer nicht verprellen will.

Aber so funktioniert das System und ich bin ein Teil davon. Friss oder stirb. Ich habe noch keine Alternative gefunden.

Bis dahin muss sich schlicht auf das Wichtigste und Wesentliche konzentriert werden. Und das geht all den anderen, mit denen ich mich unterhalte, nicht anders.

Denkt da bitte einfach mal nur kurz dran, bevor ihr euch wieder aufregt, dass ein 99 Cent App am Freitag nicht direkt auf dem iPhone 6 plus gescheit aussieht oder unter dem bald erscheinendem Yosemite die GUI durcheinander purzelt …

Schlechtlaunige Schlaganfallkandidaten in leberwurstfarbenen Windjacken

Nein, so sehr ich es mir auch wünsche, diese Worte und somit diese Überschrift stammen leider nicht von mir, sie stammen von @hajoschumacher.

Allerdings treffen sie leider den Nagel so ziemlich auf den Kopf. Und das mit dem Leider meine ich ernst.

Bei aller Lästerei und Fassungslosigkeit über die AFD und deren Wähler vergessen wir nämlich so gerne eine Menge Dinge. Angefangen mit der Tatsache, dass es so verdammt viele schlechtlaunige Schlaganfallkandidaten in leberwurstfarbenen Windjacken in unserem Land gibt.

Die tummeln sich halt nur nicht in unserer Timeline.

Also nicht offiziell. Offiziell gibt es in meine Timeline nur hübsche, intelligente, wohlerzogene und weltoffene Menschen mit Geschmack und vor allem gänzlich ohne Vorurteile.

Da tummelt sich keiner, der die Straßenseite wechselt, wenn ihm drei bis sieben jugendliche Türken, Russen oder Araber entgegenkommen. Nein, in meiner Timeline gibt es nur Menschen, denen andere Menschen mit Migrationshintergrund entgegen kommen und denen man freundlich zuwinkt und mit denen man über einen spontanen Tee Lebensgeschichten austauscht und wunderbare Selfies schießt, so dass jede Apple Keynote Präsentation ein Dreck dagegen ist.

In meiner Timeline gibt es auch keine Menschen, die sich zwei küssende Männer befremdlich finden und in meiner Timeline jubeln alle über den neusten Schwachsinn, den die EU mal wieder ausgeheckt hat, um allen Selbständigen und Handwerkern das Leben noch schwerer, komplizierter und unnötig teurer zu machen.

In meiner Timeline fühlen sich immer alle verstanden und mit ihren Sorgen ernst genommen, auch wenn sie in einem gottverlassenem Dorf an der polnischen Grenze wohnen, in dem Internet immer noch ein Fremdwort ist, die wöchentlichen Einbrüche und Diebstähle dafür um so präsenter und realer sind.

Was, wie die jetzt ohne Internet in meiner Timeline auftauchen, wollt ihr wissen?

Genau so zauberhaft, wie all die anderen darin, die sich niemals nicht darüber aufgeregt haben, dass sie acht bis zwölf Stunden am Tag hart arbeiten und trotzdem nicht über die Runden kommen und augenscheinlich und wirklich gefühlt weniger zum Leben haben als so manch angeblicher Hartz4ler.

Denn in meiner Timeline sind alle politisch korrekt und haben alle ein Partei, bei der sie sich wohl, verstanden, aufgehoben und beheimatet fühlen, gell?

Ich bin auch immer wieder aufs Neue erstaunt, wie hässlich, ignorant, eingebildet, verängstigt, starrköpfig und labil die Menschen sind, wenn ich mich dann doch mal vor die Türe begebe und ironisch von der Ferne betrachte.

Und die Zahl der leberwurstfarbenen Windjacken ist um längen höher als diese Unmengen an selbstgehäkelten und gestrickten, fair getradeten und nachhaltig angebauten Röcke, Jacken und Hosen, die einem jeder zweite Laden am Prenzlauer Berg feilbietet.

Selbst am Prenzlberg rennt keiner mit diesen Röcken rum.

Aber in meiner Timeline, da hat ein fast jeder jeden Tag nur Klamotten von Hess Natur an und neidet niemandem auch nur irgendwas.

Schließlich sind wir ja alle ganz anders und verstehen drum die Welt nicht mehr, wenn die Welt ihr unphotoshopisiertes Gesicht an der Wahlurne zeigt.

Und dann machen wir gut ausgebildeten, freundlichen, politisch korrekten und so verständnisvollen Menschen, was wir am Besten können.

Ja, ne, eben nicht. Wir fangen nicht an auf die Windjacken zuzugehen und nachzufragen, tolerant und weltoffen wie unsere Bio das über uns so eloquent behauptet.

Ja, ne, auch nicht. Wir fangen nicht an uns selber zu hinterfragen, woran es denn liegen könnte, auch wenn unsere Blogeinträge und Kommentare dies nur allzu gerne vermuten ließen.

Nein, wir machen das, was wir am Besten können. Wir werden ironisch und sarkastisch und machen uns lustig über all die vielen (so erstaunlich und so verdammt vielen) Menschen, die nicht so weltoffen und verständnisvoll sind wie wir …

Ein schnelleres Pferd

Ich habe mir ja irgendwann mal angewöhnt, nur zu Dingen etwas zu sagen, von denen ich auch (ein klein wenig) Ahnung habe.

Und wenn man dann noch über Gegenstände redet, dann sollte man die auch wenigstens kurz mal in der Hand gehabt haben.

iPhöner sind da ein wunderbares Beispiel.

Es ist nämlich ein Einfaches direkt mal über die Bildschirmgröße zu meckern, wenn man das Teil nur von einer nicht funktionierenden Keynote und einer hochgestylten Webseite kennt.

Ich, zum Beispiel, mag das iPhone 5 so gar nicht. Und das nicht nur, weil es eine wirklich beschissene Größe im Vergleich zum iPhone 4 hat. Nein, es liegt an der Form und an den Ecken an sich.

Mein Nexus 4 Testgerät für Firefox OS und Ubuntu Phone etc. dagegen mag ich gerne. Das hat nämlich eine gute Form und liegt gut in der Hand.

Und das, obwohl es eigentlich viel zu groß ist; der Bildschirm ist genau so groß, wie beim iPhone 6 ohne Plus.

Größe ist eben nicht alles. Kleine übrigens auch nicht. Das iPhone 4 hat(te) eine gute Bildschirmgröße. Im Vergleich zum Vorgänger – oder gar erst zum Ur-iPhone – liegt es allerdings auch eher mittelprächtig in der Hand.

Drum werde ich mich hüten, zum neuen iPhone irgend etwas zu sagen, bevor ich es in der Hand hatte, denn es kann gut sein, dass es zwar lächerlich groß aber dennoch angenehm zu benutzen und transportieren sein kann.

Wozu ich allerdings etwas schon vor dem 19. sagen kann, ist diese ganze unnütze Religion mit diesen Größen und Features an sich.

Wie alle Jahr wieder, wissen und wussten es ja auch dieses mal alle besser; hinterher erst recht. Und das bessere iPhone ist ja sowieso irgendetwas mit Android und von Samsung oder HTC oder dann doch mit Lumina und Windows Phone und überhaupt.

Ich kann den Scheiß nicht mehr hören und mir geht es damit ja (zum Glück) nicht alleine so. Und das hat einen guten Grund. Ein iPhone ist nichts Neues mehr. Es ist innerhalb kürzester Zeit zum Gebrauchs- und Alltagsgegenstand geworden.

Es kräht kein Hahn mehr danach, was für ein Telefon du mit dabei hast. Mit Smartphones ist keine Blumentopf mehr zu gewinnen. Und dies bedeutet, dass es nicht mehr um Innovationen und Preise und sonstige Schwanzlängenvergleiche mehr geht; mehr gehen muss.

Was wir jetzt alle zwei Jahre präsentiert bekommen ist keine Revolution mehr. Alles was wir noch erwarten können ist ein schnelleres Pferd, damit wir bei Laune bleiben und die Kreditkarten zücken.

Und wenn die Häwelmänner diese Welt halt alle nach einem dicken, fetten, unpraktischen Bildschirm schreien, dann bekommen die ihn auch. Da ist ein Tim Cook absolut gefühllos; da zuckt der nicht mal mit der Wimper.

Da verschwendet der nicht mal ein einziges Wort, um das zu rechtfertigen oder schönzureden.

Wenn die Deppen diese Welt morgen vielleicht doch noch kapieren, dass man mit einem iPad am Ohr verdammt schlecht telefonieren und mit ihm in der Hose verdammt schlecht ins Auto einsteigen kann, dann baut der euch auch in zwei Jahren eben wieder ein kleineres iPhone 7.

Und auch das wieder gänzlich ohne Wimpernzuckerei.

Das kann man jetzt sehen, wie man will. Ich finde, wir sollten das genau so nüchtern und pragmatisch betrachten, wie Tim selber.

Es hat nämlich auch Vorteile, wenn man Produkte einer Firma benutzt, bzw. wenn eine Firma Produkte baut, die nicht von der Werbeabteilung zurechtgebogen werden müssen.

Denn dann fangen vielleicht auch andere endlich mal wieder an, diese Produkte als das zu sehen, was sie eigentlich sind: als reine Werkzeuge und Arbeitsgeräte.

Und davon will man nur die besten benutzen. Und so lange Apple weiter die besseren und schnelleren Pferde baut, haben wir da alle was von.

Wenn man mich fragt, dann weiß ich nämlich ganz genau, was ich will. Und manchmal ist es nicht verkehrt, wenn eine Firma die eigenen Nutzer nicht nur für unwissende Volldeppen hält, sondern für halbwegs gescheite Menschen.

Wenn diese Firma es dann jetzt auch noch schafft, die Volldeppen von den halbwegs gescheiten Nutzern zu unterscheiden und diese im Gegenzug nicht so doof sind und nur die Volldeppen das ganze Geld ausgeben lassen, dann haben wir alle gleich noch mal gewonnen.

Und in diesem Fall wäre das weitaus mehr als ein paar lächerliche Pixel in der Breite und in der Höhe …

Ne Brücke am Handgelenk

Vorneweg: Ich habe schon eine Uhr. Die macht alles, was ich von einer Uhr erwarte. Sie sagt mir welcher Tag gerade ist und ob ich noch weiter im Bett oder auf dem Sofa liegen bleiben kann; sprich: sie zeigt mir die Uhrzeit an.

Das beste an meiner allerdings ist die Tatsache, dass ich sie nicht jeden Abend aufladen muss. Die funktioniert von ganz alleine und braucht nicht mal eine Batterie. Und wenn man nicht gerade mal wieder zu Faul zum Wichsen ist, dann braucht man für so eine Uhr nicht mal einen Uhrenbeweger.

Meine Uhr werde ich auch noch in zwanzig Jahren oder gar in fünfzig Jahren benutzen können. Bis dahin hat sie vielleicht ein oder zwei neue Bänder spendiert bekommen – aber das war es dann auch schon.

Sie braucht kein Softwareupdate, sie ist nicht in zwei Jahren überholt und wird auch noch in hundert Jahren von jemanden mit einer ruhigen Hand und so einem lustigen Ding im Auge repariert werden können.

Lange Rede, kurzer (und für euch alle klarer) Sinn: Ich werde niemals nicht mit so einem hässlichen, klobigen Ding am Arm oder gar um den Hals zu sehen sein.

Was nicht bedeutet, dass Apple nicht eine Menge Dinge bei der Apple Watch richtig gemacht hat. Die Bänder, zum Beispiel, sind in der Liga der Hammer. Ich kenne keinen alteingesessenen Uhrenhersteller, der das mit den Bändern und den Verschlüssen, zumindest in dieser kleinen Preisklasse, gebacken bekommt.

Allerdings gibt es da genau eine Sache, die ich an diesem unnützen Teil so richtig mag.

Dieses Wunderwerk der Technik ist nämlich nichts als eine Brücke. Und zusammen mit diesem Bezahldingens zeigt es nämlich ganz deutlich, wohin die Reise geht. Wir können an dem pummeligen Teil heute schon ganz deutlich sehen, was wir morgen nicht mehr sehen (müssen).

Nach der Software wird nämlich demnächst auch die Technik überflüssig. Das wird noch eine Weile dauern – aber die Jahre, in denen wir Apple Unsummen für Gadgets, werden mittelfristig durch Unsummen, die wir Apple für ‘Dienste’ in den Rachen schmeißen, abgelöst.

Nach klein und kleiner kommt nämlich nichts mehr. Im Sinne von nicht sichtbar und nicht im Sinne von nicht vorhanden.

Und bei diesem Weg ist nicht wirklich wichtig, wer als Erster mal was auf den Markt gebracht hat. Wenn ich heute mit einem Nichts käme, dann könnte ich morgen schon wieder einpacken. Denn ich käme ohne Infrastruktur und ohne den Verbindungen.

Ein Beispiel gefällig?

Nicht ihr bezahlt VISA und Co und auch nicht Apple bezahlt VISA und Co. VISA und Co bezahlen Apple dafür, dass ihr euren fett- und laktosefreien Macchiato demnächst noch einfacher teuer bezahlen könnt.

Und in ein paar Jahren (bis Jahrzehnten) müsst ihr dazu nicht einmal mehr so ein klobiges Teil um den Arm tragen, bei dem man gegen Nachmittag nicht mehr weiß, ob sie einem noch die Uhrzeit anzeigen kann oder ob der Akku schon wieder alle ist.

Denn in dem Moment muss dann doch wieder die Kreditkarte herausgekratzt werden.

Bis dahin wird die natürlich mit jeder Iteration dünner und langlebiger, nur das Tolle an einer Uhr ist eigentlich, dass man sich irgendwann eine anschafft, die eigentlich ein Leben lang halten sollte.

Aber wer drei bis sieben Handys besitzt, der besitzt auch drei bis sieben Uhren, alle zwei Jahre eine neue. Schließlich gibt es die dann auch demnächst zusammen mit einem neunen Handyvertrag.

Bis wir dann in ein paar Jahren Jahrzehnten nur noch einen Lebensvertrag mit Apple abschließen, um an unseren täglichen Kaffee und alles Andere zu kommen …

Die einzig wahre Bildschirmgröße

Die einzig wahre Bildschirmgröße, die laut Apple Sinn macht und die man laut Apple jemals je brauchen wird, die hat dann genau keine zwei Jahre gehalten.

Aber was kümmert Apple schon das eigene Geschwätz von gestern …

Titten vs. Snowden

Wer keine Lust hat ein paar hundert Wörter zu lesen, dem sei hiermit gesagt, dass die Titten momentan mit dem geringstmögliche Aufwand klar vorne liegen. Alle anderen können jetzt weiter lesen.

Mittlerweile ist es über ein Jahr her und schlimmer könnte die ans Licht gekommene Wahrheit über das Internet und vor allem die Cloud nicht gewesen sein und was ist passiert? Neben drei Prinzipienreitern und sonstigen Deppen, inklusive mir, hat keiner seine Dropbox gekündigt oder sein Verhalten, was Sicherheit und Gesunden Menschenverstand angeht, geändert.

Und ich wette mit euch, ein paar mehr oder weniger schöne Titten erreichen jetzt in wenigen Tagen mehr, als Snowden und all die anderen in einem Jahr nicht vermocht haben zu bewirken.

Und ich hoffe wirklich, dass einer diese A bis F Promis Apple verklagt. Die haben bis heute das mit dem Internet und der Sicherheit nicht verstanden, geschweige denn geben sie Geld dafür aus, dass da mal externe Kräfte mit Sachverstand drüber schauen.

Wenn ich mein Auto offen rumstehen lasse und es klaut mir jemand meine Leica da raus, dann werde ich sowohl vom Gericht als auch der Versicherung nur ausgelacht. Das werde ich selbst, wenn ich das Auto abschließe und die Kamera in einer Tasche sichtbar da drin liegt. Ich bekomme – egal wie ich es drehe und wende – immer eine Teilschuld und das, im wahrsten Sinne des Wortes, zu Recht.

Eine Cloud und Promis sind da nichts anderes. Das macht das Verhalten dieser Idioten nicht besser – aber wir alles wissen, dass es Idioten gibt. Also haben wir uns dementsprechend zu verhalten.

Menschen waren schon immer doof und faul. Da wird sich auch nichts dran ändern. Dem entgegen zu wirken ist der Job derjenigen, die Software und Dienste schreiben und sich dafür teuer bezahlen lassen. Und es ist ja nicht so, dass Apple zu wenig Geld hat und da nur untalentierte Leute rumhocken.

Natürlich gibt es auch andere Firmen, die Bockmist bauen, keine Frage. Die stehen aber auch nicht so im Rampenlicht und schmücken sich ständig damit, dass sie alles nur für Ihre Kunden tun.

Drum wäre es mal an der Zeit, dass Apple und Co gewaltig einen vor den Latz bekommen. Wie wir Menschen, so bewegen sich auch Firmen nur, wenn es weh tut, so richtig weh tut.

Und für euch alle auch noch einmal für zum Mitschreiben:

IHR HABT ALLE ETWAS ZU VERBERGEN!

Das müssen jetzt nicht unbedingt eure Titten und Schwänze sein. Das kann euer Kontostand, eure täglichen Medikamente, eure nächste Story, eine Email von einem Freund, der etwas zu verbergen hat oder was auch immer sein.

Meint ihr nicht, es wäre mal an der Zeit, dass ihr mit all denen Dingen dementsprechend umgeht?

Aber wie ich euch kenne, werdet ihr alle Health Kit und dieses neue Applesche Bezahlsystem – und was es dann übermorgen geben wird – bis zum Erbrechen benutzen.

Macht das ruhig alle. Aber wundert und beschwert euch nicht, wenn ich euch alle als Vollidioten und Deppen bezeichne. Denn ihr alle habt es besser gewusst.

Ich mache auch oft Dinge, bei denen ich es eigentlich besser weiß. Allerdings sind bei mir seltenst die anderen schuld.

Und bei euch so?

Wem vertraut ihr mehr? Apple oder eurem Resthirn?
Was spricht euch mehr an? Titten oder Snowden?

Diese gefährliche Ignoranz

Bei Gefahr steckt der Vogel Strauß den Kopf in den Sand. Und wir Menschen machen dies genau so und kollektiv.

Nur hat der gute Strauß da noch nie etwas davon gehört, er macht das, was die allermeisten Lebewesen mit halbwegs flotten Beinen tun, bei Gefahr in Verzug fängt er an zu rennen.

Die Aussage ist schlicht falsch. Eine genau so einfache und wahre Aussage über die AFD zu treffen ist dagegen nicht so einfach.

Einfach wäre, sie als rechte Partei abzutun und mit dem Alltag weiter zu machen. Was gehen uns denn die 15 Prozent Idioten (zusammen mit der NPD) rechts außen in Deutschland schon an?

Und genau dieses bewegungslose Wegrennen ist mit Grund, mit Schuld an diesem erschreckenden Ergebnis.

Das Gros der Menschen in Deutschland, auch wenn sie weiter links oder oben oder unten wohnen, scheinen nur noch in der Lage zu sein, braun bis schwarz in all seinen kackfarbenen Varianten wählen zu können.

Dazwischen ist nicht mehr viel und schon gar nicht in wohltuenden Farben.

Und in den Ländern rings um uns herum sieht es auch nicht wirklich besser aus, wie wir bei der EU-Wahl neulich feststellen mussten.

Dann regen wir uns kurz auf, Menschen, wie ich, schreiben was dazu und dann nehmen wir den Kopf unter den Arm und rennen weiter im Kreis.

Jennifer Lawrences Brüste sind heute schon wieder wichtiger als das Wahlergebnis in Sachsen; keine zwölf Stunden später.

Diese Arroganz wird sich rächen. Denn das sind bei Weitem nicht alles weißbeschnürsenkelte Vollidioten, die die Alternative für Deutschland wählen.

Ich kenne gut ausgebildete, intelligente, liebenswerte Menschen, die die AFD wählen oder wählen würden/werden.

Wie viele von uns haben eine Krabbelgruppe in Orange gewählt, weil sie einen Funken Hoffnung in uns angefacht haben oder halt auch aus etwas niedrigeren Gründen.

Protest ist eine legitime Art sich mitzuteilen; auch und gerade in einer (Schein) Demokratie.

Wenn ich morgen eine Partei gründe, euch weiß machen kann, dass ich den Unterschied zwischen einem Browser, dem Internet und dem World-Wide-Web kenne und euch verspreche, euch vor der NSA zu schützen und wenn meine Flyer und Plakate schön gestaltet sind und ich noch das passende iPhone App dazu rausbringe und mir noch ne junge, sympathische Spitzenkandidatin anlache – wenn ich es nicht komplett verbocke, sprich mich dem politischen Gebaren nur ein klein wenig anpasse, dann komme ich aber so etwas von locker über die 5-Prozent-Hürde.

Und das im ersten Anlauf.

Sind meine Wähler dann genau solche Idioten, wie diese AFD-Wähler-Deppen?

Ich habe es auch gerne sehr einfach, denn alles andere überfordert mich. Alle doof, außer ich. Das stimmt zwar sehr oft – aber eben nicht immer.

Und genau so ist das mit den Menschen, die AFD oder Piraten oder eben auch NPD wählen. Das darf man nur so nicht sagen in diesem Land, denn dann ist man ganz schnell selber der Oberdoofe.

Und wenn wir kollektiv alle anderen als doof abtun, weil Brüste und Ärsche nun mal interessanter und die eigene Meinung so viel wichtiger, dann wird der Tag kommen, an dem wir die Oberdoofen sind.

Alle doof, wir auch.

Eine kleine Bill 2 Vorschau

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Es gibt zwei Dinge, die ich halbwegs gescheit kann: Zuhören und Apps klöppeln. In Kombination kommen dabei oft gar nicht mal so schlechte Programme heraus.

Aus dem Grund wird das demnächst erscheinende Bill 2 auch mit den neuen Dingen daher kommen, die am meisten gewünscht wurden. Ihr werdet das Design direkt bei Bedarf und aus dem Hauptfenster heraus wechseln können, ohne erst ewig in den Einstellungen herumspielen zu müssen.

Daneben bekommt Bill 2 eine Vorlagen-Funktion für Rechnungen damit ihr immer wiederkehrende Rechnungen mit nur einem Klick (und dem Anpassen des Datums) verschicken könnt.

Auch habe ich Möglichkeit den Status einer Rechnung direkt in der Liste ablesen zu können verbessert, da es für viele wohl zu undeutlich, bzw. zu klein in Bill 1 war. Des Weiteren habe ich noch eine Menge unter der Haube und jetzt für Mac OS 10.10 (Yosemite) auch über der Haube tun müssen.

Dies ist gar nicht mal so leicht, da ich neben vier verschiedenen Versionen von OS X auch noch den App Store mit seinen Sandkasten-Beschränkungen unterstützen muss und die neuen Möglichkeiten ein neues Datenbank-Modell benötigen.

Bill 2 ist somit eine große Aktualisierung, die ich die nächsten Wochen abschließen und veröffentlichen werde. Wie immer können Besitzer der alten Version vergünstigt aktualisieren und wer Bill 1 nach dem 1. März 2014 erworben hat, bekommt die Lizenz – auch wie immer – geschenkt.

Dies gilt auch für Mac App Store Kunden. Ihr müsst mir dann einfach eine Email schicken und bekommt entweder eine neue Lizenz oder einen Redeem Code für den App Store …

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