Schreiben - oder: So geht Textverarbeitung

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Damals. ™. Vor einer Ewigkeit. Da öffneten die hässlichen Textverarbeitungsprogramme alle ihre Fenster links an den Bildschirmrand gequetscht und sie wahren grausam zu bedienen.

Naiv, wie ich war (ja, naiv klingt besser als doof) – dachte ich mir, es könne ja nicht so schwer sein und kaufte mir ein Buch. Ich habe es dann direkt wieder zu geklappt ;–)

Den Rest der Geschichte kennen ja ein paar alte Säcke und Sächsinnen unter euch noch.

In einem nostalgischen Anflug habe ich mal eine Neuauflage, wie damals ™ auch nur auf deutsch, meines ersten Programmes geklöppelt.

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Lasst euch nicht von einem Grau täuschen!

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Wir sind Menschen. Wir reagieren in aller Regel gleich. Unsicherheit, Angst, Wut, Enttäuschung, Trauer und Co lösen bestimmte Bedürfnisse aus.

Ein Bedürfnis ist der Wunsch nach einer Erklärung; meist direkt, nachdem der erste Schreck, der erste Schock überwunden, wie man gerade auch wieder in an der eigenen Twitter-Timeline erkennen kann.

Kaum ist das erste dunkelrot vorbei- bis weggespült, kommt auch schon das Grau hervor, mit dem Schwarz und Weiß hinter der Ecke lauernd.

Lasst euch nicht davon täuschen!

Es geht dem IS (der ISIS) nicht um irgend ein Grau. Es geht auch nicht um ein vollkommenes Schwarz und Weiß und vor allem geht es schon gar nicht um irgendwelche Religionen; so gebetsmühlenartig, wie man das auch behaupten will und immer negieren muss.

Den Spinnern, die da eventuell, über vielleicht, bis hin zu garantiert die Fäden gezogen haben, denen sind Religionen und Schattierungen völligst egal. Ja, manch verwirrter Volldepp mag da mitlaufen, dem man erfolgreich eingeredet hat, es ginge darum - aber lasst auch nicht genau so verarschen; von keiner Seite.

Es geht, wie leider immer, einzig und alleine um Macht und Ohnmacht und all deren Neben- und Randerscheinungen.

Stellt euch vor, Kirche, barbarische Horden und fehlgeleitete Adelige hätten im Mittelalter die Waffen und Mittel von heute gehabt. Bis auf die Sprache wäre kein Unterschied festzustellen.

Wir sind Menschen. Wir reagieren in aller Regel gleich. Drum werden auch sämtliche noch so gut und nett gemeinten Aufforderungen zur Besonderheit und zur Mäßigung nichts nützen.

Denn die Arschlöcher und Brandstifter haben sich bereits schon längst wieder in Stellung gebracht. Und auch denen geht es weder um Farben oder nicht-Farben.

Auch denen geht es, wie leider immer, einzig und alleine um Macht und Ohnmacht und all deren Neben- und Randerscheinungen.

Natürlich ist das kein Grund, nicht jetzt erst besonders bunt und besonders machtbewusst zu agieren; sich der macht bewusst sein, die man hat, wenn man sie teilt, wenn man sie bewusst nicht anderen überlasst, sei man auch noch so verängstigt und auch noch so verblendet.

Was uns aus dem Mittelalter geholfen hat, war die Aufklärung. Und die einzige Art, wie die Spezies Mensch lernt, ist durch Nachahmung.

Und dazu braucht es ein paar, die etwas Nachahmenswertes vormachen. Jetzt braucht es ein paar mehr, die das richtige Nachahmenswerte vormachen.

Und wir machen keine Worte nach, seien sie auch noch so gut gemeint. Wir können nur Taten nacheifern.

Ein kleines Lächeln, ein kleines Hand Reichen sind die Mutter aller guten Taten.

Wir sind Menschen. Wir reagieren in aller Regel gleich. Und wir reagieren auf solch ein Lächeln, auf solch ein Hand reichen.

Und diese Dinge kann ich als Mensch nur tun und teilen, wenn ich auch hinschaue, wenn ich mein Gegenüber auch anschaue.

Weg geschaut haben wir jetzt nun wahrlich lang genug. Flüchtlingsströme alleine haben leider nicht ausgereicht.

Denn was uns unterscheidet - unterscheiden sollte - ist einzig und alleine das Begreifen, dass uns eben nichts unterscheidet …

Das Zitat des Tages

Der Begriff Nazikeule ist das Arschgeweih der Rechtspopulisten.

Immer her mit der Nazikeule, Sascha Lobo

Das 9 Euro München-Berlin Equivalent zum 99 Cent App

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Technische Mängel, strapazierte Fahrer - die Polizei hat bei einer großen Fernbus-Kontrolle in Frankfurt am Main gravierende Probleme festgestellt. Von 27 überprüften Fahrzeugen waren nur drei in Ordnung.

Polizei zieht Fernbusse aus dem Verkehr

Eilmeldung: Der BER ist gar keine Baustelle!

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Immer diese Nebelbomben über angebliche Pleiten oder so Lappalien, dass die vorgeblichen Brandschutzexperten nicht mal ein Wochenendseminar besucht oder ein Brandschutzwände für Dummies Buch gelesen haben sollen.

Alle diese Scheinpannen sollen ja nur von einem ablenken:

Der BER ist gar keine Baustelle und schon gar kein Flughafen. Er ist einzig und alleine eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für den letzten verblieben Piraten, der tatsächlich irgend etwas mit Politik macht.

Ach, du blödes Altes Europa!

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Selten war der Begriff des ‘Alten Europas’ so zutreffend, wie heute. Wie kann man denn so dermaßen gegen seine eigenen Interessen abstimmen?

Ja - es ist mir schon klar, dass diese blöden ‘Netzaktivisten’ einfach nur nerven und dass man die rein aus Prinzip ignoriert; wo käme man denn da hin, wenn man auf diese paranoiden Aluhuträger hören würde. Als ob die jemals Recht gehabt hätten.

Aber selbst dem letzten Hinterbänkler in Strasbourg müsste so langsam dünken, dass wir bei Allem, was mit Internet zu tun hat, mittlerweile so dermaßen abgehängt sind und jetzt baut man den Riesen aus den USA auch noch offenen Auges die Überholspur; denn die werden es sich leisten können, es zu nutzen wissen.

Es will mir nicht in den Kopf, wie man so dermaßen verbohrt sein kein, dass man rein aus Trotz die eigene Mannschaft ins Abseits schießt. So beratungsresistent und kurzsichtig kann man doch nicht mal auf der rechts-konservativen Ersatzbank sein?

Startups (um mal ein doofes Buzzword zu verwenden) aus Europa (eh ja schon per Definition ein Witz in sich) dürfen sich dank euch Volldeppen noch weiter hinten anstellen. Weiter hinten geht bald nicht mehr.

Freier, ungesponserter - und von der Handvoll Menschen, die die Informationshoheit eh schon an sich gerissen hat, nicht auch noch weiter eingefärbter - Informationsfluss kann jetzt noch einfacher und schneller zum Erliegen gebracht werden.

Und genau an dieser Stelle versteht man dann wieder, wer die Dummen in dieser Gleichung eigentlich sind. Und die hocken nicht in Strasbourg .

Denn sie wussten, was sie taten …

Wie ich jeden Tag aufs Neue kläglich scheitere

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Es heißt ja immer, man wachse mit seinen Aufgaben. Bei mir scheint das wohl nur noch in die Breite zu gehen. Und auch wenn ich mir (fast) jeden Morgen erneut und bewusst vornehme, in die Höhe, in die Güte und in die Ausgeglichenheit zu wachsen, so muss ich doch fast jeden Tag spätestens gegen vier Uhr nachmittags feststellen, dass ich doch schon wieder versagt habe; auf ganzer Linie und auf das Kläglichste.

Ich kann spätestens nach der zehnten Email Menschen einfach nicht mehr ernst nehmen, die meine Antworten unbedingt missverstehen wollen, die unbedingt sofort kotzig werden müssen und partout nicht in der Lage sind, mal auf die Idee zu kommen etwas zu googeln oder das Handbuch zu lesen.

Erwachsene Menschen. Menschen, die einen Beruf haben, die sich selber anziehen müssen, die Auto fahren dürfen und all diese anderen Dinge.

Menschen, die sich nicht selber helfen können und die grundsätzlich die Schuld beim Gegenüber suchen, denn nur da scheint man fündig zu werden.

Ich weiß, ich wiederhole mich – aber auch ich bin zu doof für fast alle Dinge, die es da draußen so gibt. So unendlich zu doof. So unendlich zu ungeduldig und so unendlich zu schnell genervt und so unendlich gelangweilt.

Aber ich weiß, dass es an mir liegt, dass ich es bin. Und dementsprechend verhalte ich mich; ich versuche es zumindest. Jeden Tag aufs Neue; wenn die Kraft noch da sein sollte auch nach 16 Uhr.

Und jeden Tag aufs Neue sage ich mir, dass ich das leider nicht von meiner Umwelt erwarten kann, weil die das leider nicht alle auch so gelernt, sich auch so bewusst gemacht haben.

Und spätestens ab vier Uhr nachmittags werde ich dann auch trotzig, so nach der zwanzigsten Email – dann habe ich nicht mehr Kraft und die Einsicht – dann stampfe ich innerlich auf und weigere mich.

Du gestandender, erwachsener Mensch bist nicht in der Lage wenigstens zu versuchen, dir selber zu helfen, eine Anleitung zu lesen, etwas mit Hilfe von Google in den Griff bekommen zu wollen?

Aber dein Geld, das willst du immer sofort zurück haben, gell?

An guten Tagen, eher gegen morgens, da verstehe ich das noch, da kann ich mir dann sagen, dass du es wohl so dermaßen bitter nötig haben mussst, wenn du all die anderen Dinge in deinem Leben genau so unfähig bis unverschämt angehst.

Jetzt rate mal, was nach der Mittagszeit passiert? Genau, da schlägt das teure (sprich mich verdammt viel Energie kostende) Verständnisaufbringen in den immer größer werdenden Wunsch nach Schmerzensgeld um.

Und nein, egal welche Uhrzeit es ist – ich weiß, dass in den allermeisten Fällen es nicht ich bin, dass es nicht an mir liegt. Und ja, manchmal versage ich auch direkt, keine Frage. Dann kann ich das aber auch ohne Probleme so sagen und versuchen, wieder in Ordnung zu bringen. Wer meckert, muss auch das andere können.

Ich habe noch nie mit dem Email-Tourette angefangen, auch wenn ich das natürlich insgeheim an mancher Stelle so liebend gerne mal würde. Und ja, es gibt Menschen, die daran viel, viel besser sind. Die können die Deppen dieser Welt mit oberflächlicher, standardisierter Höflichkeit zum Teufel jagen.

Auch damit versage ich täglich.

Mich macht Doofheit – also nicht das zu doof für etwas sein, sondern das, was dann folgt – schlicht fassungslos. Noch fassungsloser mach mich diese Unverschämtheit, die sich so oft und leider direkt mit dazu gesellt.

Mein Energievorrat ist begrenzt; erst recht, wenn ich seit Wochen und Monaten zehn, zwölf, manchmal sechzehn Stunden am Tag, sieben Tage die Woche den permanenten Hirnfick habe – denn nichts anderes ist es, Programme, wie Umsatz, zu schreiben; unter gewaltigem Zeitdruck zu schreiben.

Heute ist wieder so ein Tag. Heute morgen klappte der Umgang mit den Volldeppen dieser Welt noch ganz gut, da wusste ich noch, was für ein Volldepp ich selber bin.

Jetzt, um die Uhrzeit, und nach dem gerüttelt Maß an weiteren erwachsenen Menschen, die es monatelang und nach netter , flotter, erster Email (ja, nicht lachen, alltägliches Brot) nicht schaffen mal die Anleitung – und die ist bei Umsatz (so als Beispiel) nun wahrlich nicht schlecht – zu öffnen, da ist dann alles Nagel und ich will nur noch den Hammer.

Morgen ist ein neuer Tag. Morgen probiere ich es wieder, bis spät abends durchzuhalten. Aus leidvoller Erfahrung weiß ich, dass ich leider nichts versprechen kann.

Aber da ich mich euch heute noch in den Regen stelle, weil ich ja doch noch nach oben wachsen könnte, da könnte ja morgens doch noch ein Wunder passieren. Oder der Mail-Server ausfallen.

In diesem Sinne: Prost!